15. Februar 2021 / 17:03 Uhr

Spatenstich für den neuen Kunstrasen: Bauarbeiten bei Chemie Leipzig können beginnen

Spatenstich für den neuen Kunstrasen: Bauarbeiten bei Chemie Leipzig können beginnen

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Chemie Leipzig
Bei der BSG Chemie wurde am 15. Februar 2021 der erste Spatenstich für den neuen Kunstrasen gesetzt. © Dirk Knofe
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Lange haben alle bei der BSG Chemie Leipzig darauf gewartet, nun kann das Projekt "Neuer Kunstrasenplatz" endlich starten. Bei frostigen Temperaturen erfolgte der erste Spatenstich. Ende August soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein.

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Leipzig. Aufatmen bei der BSG Chemie: Endlich kommt Bewegung in den so sehnlichst erwarteten Neubau eines Kunstrasenplatzes. Am Montag wurde der erste Spatenstich getan. In Anwesenheit von Christopher Zenker (SPD), dem Vorsitzenden des Sportausschusses der Stadt Leipzig, Vertretern des Sportamtes und des Planungsbüros Richter gaben sich die Vereinsvertreter der Grün-Weißen entspannt. „Es ist ein Meilenstein für unseren Verein, der dabei hilft, die infrastrukturellen Voraussetzungen zu verbessern und die wachsenden Strukturen sowie den stetigen Zulauf im Nachwuchs zu untermauern“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Kühne. „Wir freuen uns riesig, dass sich die Bedingungen nun merklich verbessern werden.“

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Die Zeit drängt

Seit Jahren schwelt das Projekt, immer wieder gab es Verzögerungen durch Umplanungen oder neue Umwelt-Bestimmungen hinsichtlich der Füllung auf dem künstlichen Grün. Doch nun geht es los, gebaut wird in zwei Abschnitten. Zunächst muss die Entwässerung für den Platz hergestellt werden. Dazu muss ein Loch in den Damm gebohrt werden, was aus Umweltschutzgründen bis Ende des Monates erledigt sein, da danach im angrenzenden Vogelschutzgebiet die anstehende Brutzeit nicht gestört werden darf. Im zweiten Bauabschnitt, der spätestens im April beginnen soll, werden dann die sogenannten Platzbaumaßnahmen umgesetzt. Parallel werden die Flutlichtanlage erneuert sowie Ausgleichspflanzungen realisiert – 400 Quadratmeter Büsche werden auf dem Damm gepflanzt. „Ende August rechnen wir mit der Einweihung“, sagte Frank Kühne.

Die Investitionssumme beträgt 900.000 Euro, 90 Prozent davon kommen von Stadt und Land, der Rest sind Eigenkapital und Eigenleistungen. Die Baustellen-Anlaufberatung hat schon stattgefunden, nun kann unverzüglich gebaut werden. Da ist das einsetzende Tauwetter zwar nicht ideal, aber die Zeit drängt. Denn auch für die Regionalligakicker wird es Zeit, dass sich etwas ändert. Derzeit wird – sowieso in eingeschränktem Rhythmus – in der Halle geübt. Ein richtiges ernsthaftes Training ist auf dem kleinen Feld nicht möglich. Und draußen regieren momentan Eis und Schnee, ab Mitte der Woche werden es Matsch und Schlamm sein. Keine idealen Voraussetzungen für professionelles Training. Deshalb freute sich auch Trainer Miro Jagatic: „Der neue Platz verbessert die Qualität des Trainings enorm. Auch für unseren Nachwuchs wird sich vieles verbessern.“

Christopher Zenker verwies auf die Ernsthaftigkeit, mit der die Verantwortlichen der BSG das Thema angingen und auch auf das gezeigte Durchhaltevermögen: „Immerhin hat es vier Jahre fast gedauert vom Antrag bis heute, was auch der Schwierigkeit geschuldet war, dass das Vorhaben im Landschaftsschutzgebiet angesiedelt ist.“