27. März 2020 / 13:43 Uhr

SPD-Ortsverein, JFV Kickers, TSV Hillerse: Tausendsassa Özcan braucht die Action

SPD-Ortsverein, JFV Kickers, TSV Hillerse: Tausendsassa Özcan braucht die Action

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nicht nur beim JFV Kickers aktiv: Can Özcan.
Nicht nur beim JFV Kickers aktiv: Can Özcan. © Torben Niehs/Privat
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Es gibt fast nichts, was er nicht macht: Besonders im Süden des Gifhorner Fußball-Kreises ist Can Özcan präsent wie kaum ein Zweiter. Doch dort hört das Engagement des 45-Jährigen noch längst nicht auf.

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"Er ist unser Mädchen für alles. Ich weiß gar nicht genau, was er alles macht", hat Florian Hildebrandt, der scheidende Coach des TSV Hillerse II, mal über seinen Teammanager gesagt. Und angesichts der langen Liste an Ämtern und Aufgaben, die Özcan inne hat, ist das auch kein Wunder.

Schon beim TSV sind es mehrere: Özcan managt die Kreisliga-Zweite, befasst sich auch mit Spielverlegungen und der Kaderplanung des Ü40-Teams, kickt dort auch selbst - und nebenbei steht er bei Heimspieltagen auch noch an der Kasse. "Der Sonntag ist für mich Fußballtag. Da fange ich schon morgens beim Altherren-Spiel an, quatsche viel mit den Leuten", erzählt Özcan. Außerdem ist er Mitglied im Spartenvorstand und dazu stellvertretender Jugendleiter beim TSV.

Apropos Jugend: Im Jugendverein JFV Kickers, zu dem neben Hillerse auch die SV Leiferde und die SV Volkse/Dalldorf gehören, ist Özcan Vorsitzender. Obendrein fungiert er im Spielausschuss des NFV-Kreises Gifhorn als Spielleiter für die Süd-Staffeln von der 1. bis zur 3. Kreisklasse.

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Bezirksliga-Meister: Die C-Juniorinnen des JFV Kickers (r., hier gegen den TSV Okel) holten sich souverän den Titel. ©

Ein umfangreiches Pensum - obendrauf kommen auch noch der Job bei einer Krankenkasse in Hannover sowie der Vorsitz im SPD-Ortsverein in Hillerse, "dort sitze ich auch im Sport- und Kulturausschuss", sagt Özcan. Und wie kriegt der Hillerser das alles unter einen Hut? "Dank Kalender im Handy geht es", sagt er schmunzelnd. Und: "Ich bin einer, der nicht zu Hause sitzen kann, ich brauche Action." Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe aber immer die Familie.

Özcan ist schon eine ganze Weile sehr engagiert. "Angefangen hat alles langsam, als ich 1999 nach Hillerse gekommen bin, 2004 dann so richtig mit der G-Jugend." Dem Team ist Özcan als Trainer immer noch treu, mittlerweile kicken die Nachwuchs-Fußballer in der A-Jugend. "Ich habe ihnen damals versprochen, sie bis in den Herrenbereich zu begleiten."

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Trotzdem ist der Tausendsassa nie schlecht gelaunt anzutreffen - und das hat einen einfachen Grund: "Es macht einfach Spaß! Und solange das so ist, mache ich auch weiter", betont Özcan. "Ich gebe das zurück, was mir das Ehrenamt gibt." Aktuell ist der Kalender durch die Corona-Krise allerdings leerer, "viele Termine wurden abgesagt. Aber dann mache ich eben bei der Arbeit eben eine Stunde länger."

Das soll aber kein Dauerzustand sein. "Ich kann es kaum erwarten, dass der Fußball wieder losgeht." Auch, weil die vielen Ämter viele Kontakte mit sich bringen, die aktuell natürlich fehlen. Özcan scherzt: "Wenn ich das Coronavirus hätte, müsste ich wohl 3000 Leute anrufen."