12. August 2020 / 17:59 Uhr

Speedjunkies aufgepasst: Im „Taxi“ um den Sachsenring

Speedjunkies aufgepasst: Im „Taxi“ um den Sachsenring

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
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Ein 210 PS starkes Gespann auf rasender Fahrt: Sidecar-Taxi auf dem Sachsenring mit Pilot Thomas Müller. © Doreen Müller-Uhlig
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Faszination Geschwindigkeit: Erfahrene Seitenwagen-Piloten laden zum Mitfahren auf dem Sachsenring ein – sogar eine 73-Jährige drehte schon ihre Runden. Ungefähr zehn Terminen bieten die Motorsportprofis den Passagieren innerhalb eines Jahres an. 

Hohenstein-Ernstthal. Als 2018 im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic die Seitenwagen-Weltelite in Hohenstein-Ernstthal wieder zu Gast sein durfte, war die Freude bei den Gespannfans groß, denn auch heute noch haben die Dreiradakrobaten eine große Anhängerschar. Und spätestens, wenn sie einmal die Seitenwagen live gesehen hat, stellt sich vielen Zuschauern die Frage: Kann ich da mal selbst mitfahren?

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Wer möchte, kann drei Runden mitfahren. Bei allem Spaß steht aber die Sicherheit der Passagiere an erster Stelle. © Doreen Müller-Uhlig

Auf dem Sachsenring ist dies möglich. Die erfahrenen Rennsportpiloten Uwe Neubert und Thomas Müller zeigen Zweiradfans, wie es sich anfühlt, mit einem 210 PS starken BMW S1000RR-Gespann knapp über dem Asphalt um den WM-Kurs zu schweben. Neubert, der als Beifahrer von Josef Sattler 2018 Deutscher Meister wurde, hatte vor 20 Jahren die Idee, die Faszination Gespannsport für alle erlebbar zu machen. Das Sidecar-Taxi ist einzigartig in Deutschland und nicht ohne Grund am Sachsenring beheimatet. Seit1949 gehörten die Dreiräder viele Jahre zum WM-Programm und prägten eine Tradition.

Anekdoten aus der Rennsportkarriere inclusive

Von Speedjunkies bis hin zu Junggesellenabschieden oder „dem besonderen Programmpunkt“ für die nächste Firmenfeier: Bei den knapp zehn Terminen im Jahr erleben die Motorsportprofis so einiges mit ihren Passagieren. Sogar eine 73-jährige geschwindigkeitsbegeisterte Dame ließ sich an ihrem Geburtstages im Gespann um den Kurs führen.

Bei allem Spaß steht jedoch die Sicherheit immer an erster Stelle, denn aus dem „Boot“ fallen, soll natürlich keiner der Co-Piloten. Neben der Besichtigung des Race-Towers und einem Einblick in die Race-Control gehören daher das Anpassen der Sicherheitsausrüstung, wie auch die Einweisung über die richtige Haltung als „Schmiermaxe“ zum zweieinhalbstündigen Programm.

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Wer die drei Runden um den Sachsenring überstanden hat, ist oft begeistert und lässt sich gern von Neubert und Co. erzählen, welche Erlebnisse sie in ihrer Rennsportkarriere gesammelt haben. Mitfahrgelegenheiten sind in dieser Saison noch möglich, die Anmeldung erfolgt über www.sachsenring.de.

Doreen Müller-Uhlig