25. März 2021 / 18:06 Uhr

Speedys ziehen die Notbremse: Peiner Triathlon fällt auch im Jahr 2021 aus

Speedys ziehen die Notbremse: Peiner Triathlon fällt auch im Jahr 2021 aus

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Ein derzeit undenkbares Bild: Eine große Gruppe von Triathleten startet – hier im Jahr 2019 – am Eixer See auf die Schwimmstrecke.
Ein derzeit undenkbares Bild: Eine große Gruppe von Triathleten startet – hier im Jahr 2019 – am Eixer See auf die Schwimmstrecke. © Ralf Büchler
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Wenn der nächste Peiner Triathlon erst im Juni 2022 stattfinden kann, dann hat eine der größten Sportveranstaltungen im Landkreis Peine insgesamt eine dreijährige Zwangspause einlegen müssen. „Wir haben uns mit dieser Entscheidung sehr schwer getan“, sagt der Tri-Speedy-Vorsitzende Niklas Arndt über den erneuten Ausfall.

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Die Tri-Speedys Peine waren eigentlich schon mitten in den Antragsprozessen für den Peiner Triathlon, der im Juni hätte stattfinden sollen. „Wir haben jetzt allerdings die Notbremse gezogen“, erklärt der Vorsitzende Niklas Arndt. Wie schon im Jahr 2020 muss eines der größten Sportevents im Landkreis aufgrund der hohen Infektionszahlen ausfallen. „Wir haben uns mit der Entscheidung sehr schwer getan“, erklärt der Tri-Speedy-Chef.

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Der Peiner Triathlon findet innerhalb der Saison sehr früh statt und ist einer der ersten mit Freiwasser-Schwimmen – im Eixer See. „Es gibt auch Wettkämpfe im Mai. Da findet das Schwimmen dann aber im Hallenbad statt“, berichtet Arndt. Wegen der aktuell schwierig umzusetzenden Planung haben die Peiner den Anmeldestart bewusst auf Ende März gelegt – und nun wegen der unsicheren Lage noch vor der Öffnung des Zeitfensters die Reißleine gezogen. „Wir mussten zu einem frühen Zeitpunkt entscheiden. Natürlich haben wir immer gehofft, dass es bis zum Juni besser wird. Wir hatten aber immer die Frage im Hinterkopf: Was, wenn nicht?“

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Seither war der Peiner Triathlon ein Wettkampf von Sportlern für Sportler. „Wir wollen immer denen etwas zurückgeben, bei denen wir auch an den Start gehen“, erklärt Niklas Arndt, der die Absage vor allem nach der erfahrenen Solidarität der zahlreichen Triathleten aus dem Vorjahr sehr bedauert. „Wir wollten den angemeldeten Startern in 2020 das Meldegeld zurückerstatten. Viele hatten aber gesagt, dass sie darauf verzichten wollen und wir sind sehr dankbar für diesen Rückhalt.“ Damit einher gegangen, sei eine Verpflichtung für die Peiner Tri-Speedys. „Der Wettkampf 2021 sollte Pflicht sein. Leider ist das nun doch nicht möglich“, ärgert sich der Vorsitzende.

Die Absage der Großveranstaltung sei allerdings eine logische Konsequenz der aktuellen Lage gewesen. „Der Hannover-Marathon und die Highland-Games können nicht stattfinden. Da schauen wir natürlich auch hin“, erklärt Niklas Arndt, der betont: „Wir kriegen es aktuell ja nicht einmal genehmigt, eine Jahresversammlung durchzuführen.“ Ein Triathlon, bei dem es Starts mit mehr als 100 Teilnehmern gibt, ist unmöglich.

Die Zeit ohne Wettkämpfe zehrte schon im Sommer 2020 an den Nerven der Triathleten, und wird dies auch in diesem Jahr tun. „Für gewöhnlich setzen wir uns ein Ziel und arbeiten dann darauf hin. Derzeit sind die Ziele leider nur wabblige Stücke in der Zukunft“, hadert Niklas Arndt. Bei den Tri-Speedys spulen dennoch die meisten Athleten ihr Programm ab.

„Am schwierigsten zu trainieren ist das Schwimmen“, sagt der Vorsitzende. Die Sportler könnten höchstens mithilfe von Zugseilen das Schwimmen simulieren und damit die benötigte Muskulatur stärken. „Oder in freien Gewässern schwimmen. Bei uns gibt es tatsächlich eine Athletin, die in Wense in einem kleinen Tümpel ihre Bahnen zurücklegt“, berichtet Arndt schmunzelnd. Radfahren und Laufen geht alleine an der frischen Luft. „Wir haben aber auch 16 Spinning-Räder. Der harte Kern hat sich die mit nach Hause genommen.“

Für das allgemeine Athletik-Training haben sich die Tri-Speedys mittlerweile mit einem Online-Angebot arrangiert. Nichtsdestotrotz werden den Beteiligten der Peiner Triathlon und die vielen anderen Wettkämpfe in Niedersachsen fehlen. „Sogar die etwas schwächeren Schwimmer vermissen schon das Wasser“, erklärt Niklas Arndt.