12. Dezember 2018 / 22:55 Uhr

Spektakel-Remis: FC Bayern schafft Gruppensieg gegen Ajax Amsterdam

Spektakel-Remis: FC Bayern schafft Gruppensieg gegen Ajax Amsterdam

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski rettete dem FC Bayern mit seinen zwei Treffern den Gruppensieg in der Champions League.
Robert Lewandowski rettete dem FC Bayern mit seinen zwei Treffern den Gruppensieg in der Champions League. © imago/VI Images
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Der FC Bayern hat sich als Tabellenerster für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Im direkten Duell gegen Konkurrent Ajax Amsterdam lieferte sich der FCB ein Spektakel mit Roten Karten, Elfmetern und Führungswechseln ab. Die Bayern mussten bis zum Ende um den Sieg zittern.

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Die einen schunkelten, die anderen zündelten. Vor Anpfiff wähnte man sich in der Johan-Cruyff-Arena wie in einem Bierzelt mit volkstümlicher Musik. Während die Fans der Gastgeber schunkelten, brannten ein paar der Bayern-Fans Pyrotechnik ab. Und das Spiel blieb ähnlich unterhaltsam. Die Bayern zum elften Mal in Folge im Achtelfinale der Königsklasse – das stand schon vor Anpfiff fest. Mit dem 3:3 sicherten sich die Münchner den eminent wichtigen ersten Platz und gehen so einigen Großkalibern im Achtelfinale aus dem Weg. Torjäger Robert Lewandowski traf zum 1:0 (13.) nach feinem Zuspiel von Serge Gnabry. Dusan Tadic (61.) glich aus, auch bei Roten Karten herrschte Gleichstand: Wöber und Thomas Müller sahen glatt Rot. Für den Nationalspieler war es der erste „richtige“ Platzverweis seiner Karriere.

FC Bayern in der Einzelkritik: Die Noten gegen Ajax Amsterdam

Der FC Bayern beendet ein lange ausgeglichenes und in der Schlussphase vogelwildes Spiel gegen Ajax Amsterdam mit 3:3 - als Gruppensieger. Die Noten der Bayern-Stars findet ihr in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der FC Bayern beendet ein lange ausgeglichenes und in der Schlussphase vogelwildes Spiel gegen Ajax Amsterdam mit 3:3 - als Gruppensieger. Die Noten der Bayern-Stars findet ihr in der Einzelkritik. ©
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Gleichstand herrschte auch bei den Elfmetern. Erst traf Tadic, dann wieder Lewandowski (87.), der nun bereits 21 Pflichtspieltreffer in dieser Saison erzielt hat – keiner in den fünf Top-Ligen Europas kann eine bessere Bilanz vorweisen.

FC Bayern geht starken Gruppensiegern aus dem Weg

Die Bayern überstanden auch das vierte Spiel in Serie nach dem 3:3-Schock (nach 3:1) gegen Fortuna Düsseldorf. Damals hatte Präsident Uli Hoeneß dem Trainer eine Jobgarantie von lediglich einem weiteren Spiel gegeben. Doch Kovac, dieser Tage erkältet, und die Mannschaft rauften sich zusammen. Immer wieder schnäuzte er sich an der Seitenlinie und brüllte bis zur Heiserkeit Kommandos aufs Feld.

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Zum dritten Mal hintereinander brachte er dieselbe Startelf, die Rotation ist ja höchst offiziell gestoppt. Kovac machte vor allem Innenverteidiger Mats Hummels, bei Bundestrainer Joachim Löw gesetzt und unter Kovac das prominenteste Opfer als Bankdrücker, wenig Hoffnung: „Er ist enttäuscht, das ist normal. Mats muss sich dem Mannschaftsgeist unterordnen. Süle und Boateng ergänzen sich gut, sprechen gut miteinander, verschieben gut.“ Daher, so Kovac: „So lange es keine körperlichen Probleme gibt, werden wir es nicht ändern.“

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FCB nicht souverän

In der zweiten Hälfte drückte Ajax auf den Ausgleich. Ein Pass in den linken Teil des Strafraums hebelte die sonst so sichere Bayern-Abwehr aus, Tadic drückte den Ball vor Rafinha über die Linie. Das Spiel wurde immer giftiger. Nach den beiden Elfmetern brachte der eingewechselte Kingsley Coman (90.) die Münchner zunächst wieder in Führung, bevor Nicola Tagliaficos es in der Nachspielzeit noch mal spannend machte – doch der Treffer kam zu spät, es blieb beim 3:3.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic war trotzdem nicht zufrieden: „Wir haben einfach den Ball nicht laufen lassen und uns selten befreien können. Wir müssen eigentlich 2:0, 3:0 führen. Das darf uns nicht passieren. Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben.“

Dennoch bekommt Bayern im Achtelfinale nun einen vermeintlich schwächeren Gegner wie Tottenham, AS Rom, Lyon, Manchester United, den FC Liverpool oder Atlético Madrid. Wobei die letzten beiden sicher keine Wunschlose sind.

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