15. August 2019 / 16:14 Uhr

SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz unterliegt Pokalfavorit

SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz unterliegt Pokalfavorit

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Jungs der SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz stellten sich der schweren Pokalaufgabe und zeigten volle Einsatzbereitschaft.
Die Jungs der SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz stellten sich der schweren Pokalaufgabe und zeigten volle Einsatzbereitschaft. © Privat
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Brandenburg-Pokal: A-Junioren der SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz verlieren in Runde eins gegen den SV Zehdenick mit 2:9.

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Auch wenn die A-Junioren-Fußballer der SpG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz wussten, dass es gegen den zugelosten Gegner der ersten Landespokalrunde, den SV 1920 Zehdenick, schon einer großen Überraschung bedarf, ihn aus dem Pokal-Wettbewerb zu kegeln, hingen sich die gastgebenden Jungs voll rein, um den Favoriten aus der Landesklasse Ost wenigstens zu ärgern.

Das gelang der Fläminger Spielgemeinschaft zumindest in der ersten Halbzeit. Mehr und mehr kam der Ball dann aber bei den Zehdenickern ins Rollen, so dass es am Ende eine hohe 2:9 (1:2)-Niederlage wurde. Trotz der hohen Pokalwatsche sah man aber in keine enttäuschten Gesichter beim Gastgeberteam, eher konnte man etwas für die anstehende Kreisliga-Vorrunde mitnehmen.

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Jubel nach dem Pokalsieg: Die Mannschaft des SV Blau-Gelb Falkensee feiert vor ihren Fans. ©

Unterstützt von knapp 50 Zuschauern im Parkstadion, darunter auch einige Männer des TSV Treuenbrietzen, stellte sich die in der Sommerpause neuformierte Mannschaft des TNB-Trainerduos Hendrik Wetzel und Rene Poet dieser schweren Aufgabe: „ Jeder von uns wusste, dass es ein schweres Spiel für uns werden würde“, sagte Wetzel.

Aufgrund der erwarteten Überlegenheit der Pokalgäste stellten die Coaches ihre Mannschaft natürlich defensiv ein. „Wir gingen mit einem defensiven 5-4-1-System in die Partie“, so Wetzel.

So hatte die Fläminger Hintermannschaft gleich volle Arbeit zu leisten und kam kaum zum Atmen, denn Zehdenick eröffnete gleich mit großem Offensivdrang. Die Führung konnten aber die TNB-Jungs mit einem sehenswert abgeschlossenen Konter übernehmen. Aus der Innenverteidigung wurde ein langer Ball schnell ins rechte Mittelfeld zu Hannes Schulz geschlagen und der legte quer zu Jakob Höhne. Nachdem er den letzten Verteidiger sowie den Zehdenicker Torwart umspielt hatte, konnte der TNB-Offensivmann überlegt ins kurze Eck zum vielumjubelten 1:0 einschieben.

Nach und nach schüttelten die Gäste aber die lange Anfahrt ab und zogen immer mehr das Tempo an. Größtenteils versuchten sie, die TNB-Abwehr, die aufopferungsvoll verteidigte, mit langen Bällen zu knacken. Das gelang den Jungs aus dem Landkreis Oberhavel dann erstmals in der 34. Minute zum 1:1-Ausgleich. Darauf gelang der Spielgemeinschaft um ein Haar die erneute Führung. TNB-Spieler Jeremie Kräuter traf beim Abschluss eines erneuten Konters den Ball nicht richtig, der knapp am langen Eck vorbeirollte. Stattdessen konnte Zehdenick kurz vor dem Seitenwechsel die erstmalige Führung zum 2:1-Pausenstand herstellen (44.). „Die Einsatzbereitschaft unser Jungs in den ersten 45 Minuten war einfach überragend“, fand Wetzel.

Dem hohen Kraftaufwand Tribut gezollt

Das große Engagement in Hälfte eins hat aber auch enorm viel Kraft gekostet. „Die Erschöpfung war unseren Spielern nach dem Wiederanpfiff regelrecht anzusehen“, beobachtete Trainer Wetzel. So mussten er und sein Trainerkollege mit ansehen, wie die starken Gäste mit flüssigem Kombinationsspiel ihre Verteidigung zerlegten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit fielen so innerhalb von fünf Minuten zwei Gegentore zum zwischenzeitlichen 1:4 aus Sicht ihrer Mannschaft. Und in der Folge kassierte die SpG vier weitere Gegentore, womit die Pokalbegegnung bereits in der 72. Minute beim Stand von 1:8 aus TNB-Sicht entschieden war.

Dennoch kämpften die Fläminger Nachwuchskicker weiter und belohnten sich in der 81. Minuten mit ihrem zweiten Treffer. Bei einem Freistoß zentral von der Strafraumgrenze schob Hannes Schulz das Leder flach in den Strafraum zu Farhad Sharifi, der aus Elfmeterhöhe ins lange Eck zum 2:8 einnetzen konnte. Unmittelbar vor dem Abpfiff setzte Zehdenick dann noch seinen neunten Treffer zum 9:2, so dass es am Ende eine deutliche Niederlage wurde.

„Gegen einen solch starken Gegner haben wir im Vorfeld noch nie gespielt“, meinte Wetzel und fügte hinzu: „Unsere Jungs haben sich aber alle voll reingehangen. Und auch wenn wir verloren haben, hat uns das Pokalspiel für die neue Saison viele nützliche Erkenntnisse gebracht.“