10. Januar 2022 / 18:52 Uhr

Spiel abgesagt: Grizzlys auch am Freitag nicht gegen Iserlohn im Einsatz

Spiel abgesagt: Grizzlys auch am Freitag nicht gegen Iserlohn im Einsatz

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Duell am Freitag: Die Iserlohn Roosters (l.) werden nicht bei den Grizzlys Wolfsburg antreten.
Kein Duell am Freitag: Die Iserlohn Roosters (l.) werden nicht bei den Grizzlys Wolfsburg antreten. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
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Noch bestand die kleine Chance, dass sich die von Corona gebeutelten Grizzlys Wolfsburg vielleicht rechtzeitig für das Eishockey-Spiel am Freitag gegen Iserlohn freitesten können. Doch das hat sich nun ohnehin erledigt.

Die Grizzlys Wolfsburg, die sich derzeit noch in Corona-Quarantäne befinden, werden auch trotz der geringen Möglichkeiten, vielleicht doch noch rechtzeitig einen ausreichend großen Kader freitesten zu können, nicht am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters spielen - so viel steht bereits jetzt fest. Der Grund: Die Sauerländer, ebenfalls arg von Corona gebeutelt, müssen in einer "behördlich angeordneten Quarantäne" bleiben, so die DEL in einer Mitteilung.

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Corona hat einen großen Teil der Liga also weiterhin fest im Griff. So auch die Grizzlys, die derzeit wegen mehrerer Corona-Fälle in Quarantäne sind. Am Montag standen weitere PCR-Tests an – der Klub wollte sich aber noch nicht zu möglichen Ergebnissen äußern. Ob die Grizzlys am Sonntag (16.30 Uhr) in Bremerhaven antreten können, bleibt offen.

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Neues hingegen bei Liga-Konkurrent Krefeld: Die Pinguine haben einen neuen Corona-Fall, das Spiel am Freitag gegen die Kölner Haie ist nach Vereinsangaben aber nicht gefährdet. Damit bleiben München, Iserlohn, Bietigheim und die Grizzlys die vier DEL-Teams, die mit dem Spielbetrieb derzeit pausieren müssen.


Die Corona-Sorgen in den Ligen könnten nun auch Auswirkungen auf das Olympia-Eishockey-Turnier haben – es gibt Diskussionen, den Wettbewerb abzusagen. Im Dezember war bereits die U20-WM Corona zum Opfer gefallen.

Die NHL hatte seinen Spielern Pandemie-bedingt bereits eine Teilnahme an den Spielen in Peking im Februar verboten, für die DEL herrscht hingegen eine vertraglich festgelegte Abstellungspflicht. In Deutschland könnten also nur die Spieler selbst angesichts möglicher Bedenken auf Olympia verzichten. Von den Grizzlys sind vor allem Goalie Dustin Strahlmeier und Verteidiger Dominik Bittner heiße Kandidaten auf einen Platz im DEB-Kader.

Stand jetzt ist eine Olympia-Absage unwahrscheinlich. In letzter Konsequenz könnte das nur das IOC entscheiden, doch völlig ausgeschlossen ist es eben auch nicht mehr. Am Donnerstag beim turnusmäßigen Treffen der IIHF-Spitze mit Ligen und Verbänden soll das Für und Wider des Olympia-Turniers erörtert werden. „Wir glauben nicht, dass etwas Großes passiert. Es ist aber wichtig, dass man spricht“, sagte Franz Reindl, Präsident des DEB. (mit dpa)