24. März 2021 / 21:10 Uhr

Spiel auf der Kippe: Recken müssen auf Nachtests der Eulen warten

Spiel auf der Kippe: Recken müssen auf Nachtests der Eulen warten

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Weiß auch noch nicht, ob seine Mannschaft am Donnerstag nun gegen die Eulen Ludwigshafen spielt oder nicht: Recken-Trainer Carlos Ortega.
Weiß auch noch nicht, ob seine Mannschaft am Donnerstag nun gegen die Eulen Ludwigshafen spielt oder nicht: Recken-Trainer Carlos Ortega. © imago images/Christian Schroedter
Anzeige

Am Donnerstagabend steht für die TSV Hannover-Burgdorf die Bundesliga-Partie gegen die Eulen Ludwigshafen auf dem Programm. Doch ob die Begegnung überhaupt stattfinden kann, klärt sich erst am Donnerstag. Grund hierfür sind positive Coronatests beim letzten Eulen-Gegner TBV Lemgo-Lippe.

Anzeige

Dass die Eulen diese Partie langsam machen würden, stand zu erwarten. Es gehört zu ihrer Taktik im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga. Aber dass es schon im Vorfeld der Begegnung am Donnerstag ein solches Geduldsspiel geben könnte, damit hatten die Recken nicht gerechnet. Wegen mehrerer Corona-Fälle beim TBV Lemgo-Lippe, der am Sonntag mit 25:24 in Ludwigshafen gesiegt hatte, steht das Heimspiel der TSV Hannover-Burgdorf gegen die Eulen (19 Uhr, ZAG-Arena) auf der Kippe.

Anzeige

Am Mittwoch am späten Nachmittag kam die Information, dass die Eulen wohl nach Hannover ausfliegen dürfen, ihre Tests waren offensichtlich alle negativ. Für den Donnerstag hat das Gesundheitsamt jedoch Nachtests angesetzt. Erst wenn auch diese ohne Befund bleiben sollten, machen sich die Ludwigshafener auf die Reise. Eigentlich wollten sie schon am Mittwoch fahren, trainiert haben sie jedenfalls vorsorglich schon nicht mehr. Gut möglich also, dass es eine kurzfristige Absage gibt. Mittwoch lagen obendrein auch noch nicht die Resultate der Recken vor.

Mehr Berichte über die Recken

Positive Corona-Tests bei Lemgoer Spielern

Bereits am Montag war ein Lemgoer Spieler positiv getestet worden. Nachtests am Dienstag ergaben dann weitere Fälle. Das Training wurde sofort ausgesetzt, und Lemgo ist vorerst raus: Die beiden nächsten Partien am Sonntag gegen Frisch Auf Göppingen sowie am 1. April bei TuSEM Essen sind abgesagt worden, die Mannschaft ist in häuslicher Isolation.

Ganz normal trainiert haben unterdessen die Re­cken, vormittags in der Swiss-Life-Hall. „Die Situation ist natürlich unglücklich. Aber wir müssen abwarten“, sagte Trainer Carlos Ortega noch am Mittag. Dann zog sich das Ganze gefühlt immer mehr in die Länge – wie eine unberechtigte Zeitstrafe.

„Es geht darum herauszufinden, warum die Abwehr im Moment stabiler ist als der Angriff“

Nach der Olympia-Qualifikation hatten die Recken zwei schwere Spiele binnen drei Tagen, sie verloren gegen Magdeburg und in Göppingen. „Deshalb ist dieses Spiel gegen die Eulen noch wichtiger, diese zwei Punkte müssen wir behalten“, so Ortega, „nach unten wollen wir nicht schauen. Wir müssen nach oben.“ Der Druck auf Hannover ist nicht eben klein. Was Ortega zuletzt gefallen hatte, waren drei ganz gute Halbzeiten, ehe in Göppingen eine desolate zweite Hälfte folgte. „Das darf nicht passieren, es gibt eigentlich keine Erklärung dafür“, räumte der Coach ein, „es geht darum herauszufinden, warum die Abwehr im Moment stabiler ist als der Angriff.“

Für Rückraumspieler Hannes Feise geht es „um positive Aggressivität und zu zeigen, dass wir es können“. Es sei nicht alles schlecht gewesen, obwohl die Resultate nicht gestimmt haben: „Wir müssen das Gute jetzt noch besser machen.“

Bilder vom Handball-Spiel der 1. Bundesliga zwischen FRISCH AUF! Göppingen und der TSV Hannover-Burgdorf

Jannes Krone sieht sich mit gleich drei Göppingern konfrontiert. Zur Galerie
Jannes Krone sieht sich mit gleich drei Göppingern konfrontiert. ©

Bis auf Hansen: Recken haben alle Spieler dabei

Positiv für die Recken: Sollte das Spiel angepfiffen werden, sind bis auf Rechtsaußen Johan Hansen (noch vorsichtshalber in Quarantäne nach der EM-Qualifikation) alle Spieler dabei.

Läuft alles wie geplant, kann die TSV auch an Ostern ran: Da die von der Politik ins Spiel gebrachte Zwangspause für Profis an Ostern nun doch vom Tisch ist, kann die Partie in Minden am 4. April, Ostersamstag, um 16 Uhr gegen GWD ausgetragen wer­den.