23. Februar 2021 / 15:23 Uhr

Spiel des Jahres: Beim SSC Palmberg Schwerin steigt die Spannung

Spiel des Jahres: Beim SSC Palmberg Schwerin steigt die Spannung

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Am Sonntag treffen in der Mannheimer SAP Arena der SSC Palmberg Schwerin – im Bild der Block mit Taylor Agost, Lauren Barfield sowie Gréta Szakmáry (v.l.) – und der SC Potsdam aufeinander. 
Am Sonntag treffen in der Mannheimer SAP Arena der SSC Palmberg Schwerin – im Bild der Block mit Taylor Agost, Lauren Barfield sowie Gréta Szakmáry (v.l.) – und der SC Potsdam aufeinander. © Dietmar Albrecht
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Am kommenden Sonntag stehen sich in Mannheim der SSC Palmberg Schwerin und der SC Potsdam im Volleyball-Pokalfinale gegenüber. Während die Mecklenburgerinnen ihren sechsten nationalen Pokal einheimsen wollen, streben die Gegnerinnen ihre Titelpremiere an.

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Bis zum Finale am Sonntag bleiben zwar noch ein paar Tage Zeit. Doch bei Anna Pogany ist die Vorfreude auf das Pokal-Endspiel schon jetzt riesengroß. „Es geht um einen wichtigen Titel“, begründet die Profi-Volleyballerin. Und den will die 26-jährige Libera vom SSC Palmberg Schwerin gemeinsam mit ihrem Team im Duell mit dem SC Potsdam erobern – es wäre der zweite Pokal-Triumph in der Karriere der Nationalspielerin und der siebte für den SSC. Der bislang letzte Sieg im Pokal-Wettbewerb gelang dem SSC 2019 gegen Stuttgart.

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„Das wird ein sehr spannendes Endspiel, denn es stehen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber“, urteilt SSC-Trainer Felix Koslowski. Den SC Potsdam hat seine Mannschaft in dieser Saison in der Bundesliga zwar zweimal bezwungen. Vor vierzehn Tagen bedurfte es aber einer außergewöhnlichen Steigerung des SSC, um den 0:2-Rückstand auszubügeln und das Spiel wie im Herbst mit 3:2 für sich zu entscheiden.

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„Wir sind auf einem guten Weg, körperlich und psychisch“, berichtet der SSC-Coach, dessen Mannschaft in der Liga sechs der zurückliegenden sieben Spiele für sich entschieden hat. In Mannheim werde es am Sonntag vor allem darum gehen, seine Nerven im Griff zu behalten. Und darum, ein paar Fehler weniger als der Gegner zu machen, glauben Koslowski und sein Potsdamer Kollege Guillermo Naranjo Hernández. Dem Spanier gelang der Pokalsieg zweimal: 2015 und 2017 mit Allianz MTV Stuttgart.

Felix Koslowski spricht über jede einzelne Spielerin seines Team. Dabei kommen nicht nur sportliche Stärken, sondern auch Gesangs-, Koch- und Backkünste zur Sprache.

Lauren Barfield (USA/30), 1,93 Meter, Mittelblock: Lauren ist seit Jahren eine Konstante und wird in der kommenden Saison im Angriff größere Akzente setzen. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie sich entschieden hat, ein weiteres Jahr bei uns zu bleiben. Sie ist ein echter Teamplayer, kocht und backt auch mal gern für alle – auf Sterne-Niveau. Zur Galerie
Lauren Barfield (USA/30), 1,93 Meter, Mittelblock: "Lauren ist seit Jahren eine Konstante und wird in der kommenden Saison im Angriff größere Akzente setzen. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie sich entschieden hat, ein weiteres Jahr bei uns zu bleiben. Sie ist ein echter Teamplayer, kocht und backt auch mal gern für alle – auf Sterne-Niveau." ©

Die Potsdamerinnen haben den Pokal noch kein einziges Mal gewonnen. Dass sie das Finale erreichten, war eine Überraschung. Im Halbfinale schalteten die Brandenburgerinnen Stuttgart mit 3:1 aus.


Das Pokal-Finale – unter normalen Bedingungen ist es d a s Volleyball-Ereignis des Jahres in Deutschland. Wenn sich in der gewaltigen Mannheimer SAP-Arena die Finalisten bei Männern und Frauen die Bälle um die Ohren schmetterten, waren in den vergangenen Jahren regelmäßig 10 000 Zuschauer und mehr live dabei. Am Sonntag werden die Ränge der Arena verwaist bleiben. Zu sehen ist das Sport-Spektakel im Fernsehen. Sport1 überträgt das Endspiel der Frauen und Männer (United Volleys Frankfurt – Netzhoppers Königs Wusterhausen) ab 14.15 Uhr live und in voller Länge.