12. Juni 2021 / 09:41 Uhr

Spiel(e) des Jahres für den TSV Havelse: Bekommt Zimmermann zum Abschied sein Happy End?

Spiel(e) des Jahres für den TSV Havelse: Bekommt Zimmermann zum Abschied sein Happy End?

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hat mit Havelse die historische Chance auf den Drittliga-Aufstieg: Trainer Jan Zimmermann.
Hat mit Havelse die historische Chance auf den Drittliga-Aufstieg: Trainer Jan Zimmermann. © CHRISTIAN HANKE
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Der TSV Havelse hat die große Chance auf die 3. Liga. Am Samstag (13 Uhr) will der Regionalligist im Relegationshinspiel beim 1. FC Schweinfurt 05 vorlegen. Für den scheidenden Trainer Jan Zimmermann sind die beiden ausstehenden Spiele die bisher wichtigsten seiner Laufbahn.

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Zwei Spiele ist der TSV Havelse noch vom großen Traum 3. Liga entfernt. Am Samstag (13 Uhr, live bei „Blickpunkt Sport“ im BR-Fernsehen) steigt das erste von zwei Relegationsspielen. Gegner und Gastgeber im Hinspiel ist der 1. FC Schweinfurt 05 aus der Regionalliga Bayern.

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Für Jan Zimmermann ist es gleichzeitig die Chance, mit einem riesigen Erfolg zu verabschieden. Einen „positiven Abschluss“ als Havelser Trainer, das wäre ganz nach dem Geschmack von "Zimbo". In den zweieinhalb Jahren seit seinem Amtsantritt hat der Fußballlehrer beim Garbsener Klub viel entwickelt und eine Topmannschaft geformt. Nach den Relegationsspielen ist Schluss, dann wird Zimmermann versuchen, bei Hannover 96 das zu erreichen, was ihm in Havelse gelungen ist.

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"Havelse gehört zu meiner Geschichte"

Aber: „Es geht nicht nur um mich, es geht um den Verein und um die Jungs, die sich das verdient haben. Und es ist egal, wie es ausgeht und wo ich als Trainer arbeiten werde: Havelse gehört zu meiner Geschichte. Und das wird auch immer so bleiben.“

Vor den beiden wichtigsten Spielen des TSV Havelse in dieser Saison setzt der Coach auf Bewährtes. „Wir sind ja mit unserer Art, Fußball zu spielen, bislang gut gefahren und dahin gekommen, wo wir jetzt stehen. Es gibt deshalb keinen Grund, etwas zu ändern“, sagt Zimmermann.

Havelse marschierte durch die Regionalliga

Mit breiter Brust werden die Havelser ins Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion einlaufen, Selbstvertrauen, das sich die Mannschaft durch starke Leistungen in der Regionalliga geholt hat. Bis zum Abbruch der Saison verlor der Spitzenreiter nur eine von neun Partien, lediglich sechsmal musste Torwart Norman Quindt den Ball aus dem Netz holen. „Die Mannschaft hat schon oft genug gezeigt, dass sie da ist, wenn es darauf ankommt“, sagt Zimmermann.

Der 41-Jährige hat in den vergangenen Tagen versucht, den Druck von seinen Spielern zu nehmen. „Ich hoffe, dass die Vorfreude und die Lust auf das Spiel bei den Jungs überwiegt. So ein Ereignis werden sie nicht allzu oft erleben, deshalb sollen sie das Ganze auch positiv und mutig angehen“, sagt Zimmermann.

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Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. Zur Galerie
Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. ©

Schweinfurt geht als Favorit ins Spiel

Eine Einstellung, mit der die Havelser in dieser Spielzeit schon zweimal gut gefahren sind. Beim Triumph im Finale des Niedersachsenpokals im August vergangenen Jahres spielte das Team beim 4:1-Erfolg gegen den BSV Rehden groß auf. Und auch in der ersten Runde des DFB-Pokals zeigten die Havelser bei der 1:5-Niederlage beim Bundesligisten Mainz eine bemerkenswert gute Vorstellung.

Als Favorit geht jedoch Gastgeber Schweinfurt ins Spiel. „Ein starker Gegner, der uns alles abverlangen wird. Die Mannschaft spielt zielstrebig und mutig nach vorne und hat auch gute Einzelspieler“, sagt Zimmermann. So richtig in Schwung kam das Team von FC-05-Trainer Tobias Strobl jedoch erst in den Play-offs um die Meisterschaft in der Bayern-Liga und der damit verbundenen Qualifikation für die Aufstiegsspiele gegen Havelse. Durch die Siege gegen Bayreuth (2:1, 4:0) und dem 2:0 über Aschaffenburg stand Schweinfurt nach drei von vier Partien als Gegner für das Zimmermann-Team fest. Bei Saisonabbruch der Bayern-Liga belegte Schweinfurt den vierten Platz, von 23 Spielen gingen sieben verloren.