17. August 2018 / 15:56 Uhr

Spiel gegen Luhansk: So schwierig wird es für Fans von RB Leipzig

Spiel gegen Luhansk: So schwierig wird es für Fans von RB Leipzig

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Die Reise zum Spiel nach Saporischschja ist für die Fans von RB Leipzig keine alltägliche Auswärtsfahrt
Die Reise zum Spiel nach Saporischschja ist für die Fans von RB Leipzig keine alltägliche Auswärtsfahrt. © dpa
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Anreisestrapazen, Reisewarnung durch das Auswärtige Amt und der Sobornyi-Prospekt im Spielort Saporischschja: die Fans von RB Leipzig erwartet in der Ukraine ein besonderes Abenteuer. 

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Leipzig/Luhansk. Das wird eine Herausforderung für die Fans von RB Leipzig. Ins rumänische Craiova am Donnerstag hatten am Ende sieben Schlachtenbummler die 1600 Kilometer lange Reise auf sich genommen. Die nächste Aufgabe dürfte wesentlich schwieriger werden. Luhansk aus der Ukraine spielt wegen den militärischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes nicht im heimischen Stadion, sondern trägt die Play-Off-Partie gegen RB Leipzig in der Europa League am 23. August in Saporischschja (russisch: Saporoschje) aus. Gespielt wird in der Slautytsch-Arena mit knapp 12.000 Plätzen.

Die Anreise hat es in sich. Direkt wird Saporischschja nämlich aus Deutschland nicht angeflogen. Verbindungen mit Umstieg in Kiew oder Istanbul dauern wegen langer Wartezeiten zwölf Stunden und mehr. Die bessere Variante ist deshalb: Von Berlin nach Dnipro (dem früheren Dnepropetrowsk) mit Zwischenstopp in Wien fliegen und den Rest mit einem Mietwagen zurücklegen. Dnipro ist gut 80 Kilometer von der Spielstätte entfernt. Beide Städte sind durch eine nationale Fernstraße, eine Art zweispurige Autobahn ohne Leitplanken, miteinander verbunden. Zwischen beiden Städten fahren aber auch Züge.

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Eine weitere Frage ist wegen der militärischen Auseinandersetzung mit Aufständischen die Frage nach der Sicherheit. Hier hilft das Auswärtige Amt weiter. Es warnt vor Reisen in die Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk. Saporischschja ist ein eigener Verwaltungsbezirk, grenzt zwar direkt an das Gebiet Donezk, wird aber nicht als problematisch eingestuft.

Dennoch warnt das Auswärtige Amt allgemein für die gesamte Ukraine: „Reisenden im gesamten Land wird dringend geraten, sich umsichtig zu verhalten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und die Reise- und Sicherheitshinweise genau zu beachten. Demonstrationen, Kundgebungsorte und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden werden“, so die Behörde in Berlin.

Für die Einreise in die Ukraine benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass. Bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen pro Halbjahr wird kein Visum benötigt. Das Auswärtige Amt weist außerdem auf eine weitere Besonderheit hin. Ausländer müssen bei der Einreise in die Ukraine eine finanzielle Absicherung für den gesamten Zeitraum des geplanten Aufenthaltes nachweisen.

Wer es dann einmal bis nach Saporischschja geschafft hat, darf sich über einige Besonderheiten freuen. In der Industriestadt werden noch immer Autos produziert. In der DDR war der „Saporoshez“ mit seinem Heckmotor bekannt und wegen seiner Rostanfälligkeit gefürchtet. Heute werden Wagen als Joint-Venture mit dem koreanischen Hersteller Daewoo montiert. Weiteres Alleinstellungsmerkmal: Der Sobornyi-Prospekt ist zwölf Kilometer lang und gilt als längste innerstädtische Straße Europas.

Die Spieler von RB Leipzig honorieren übrigens Reisestrapazen ihrer Anhänger. In Craiova schenkten die Profis ihren Schlachtenbummlern Trikots.

Weitere Informationen: HIER

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