14. April 2019 / 18:38 Uhr

Spiel in Freiburg gedreht: Turbine Potsdam erobert den 3. Platz zurück

Spiel in Freiburg gedreht: Turbine Potsdam erobert den 3. Platz zurück

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Viktoria Schwalm (M.) im Zweikampf mit Freiburgs Kapitänin Anja Maike Hegenauer.
Viktoria Schwalm (M.) im Zweikampf mit Freiburgs Kapitänin Anja Maike Hegenauer. © Saskia Nafe
Anzeige

Zwei Elfmeter und ein Jokertor: Turbine-Coach Matthias Rudolph hatte beim 2:1-Sieg beim SC Freiburg mit der Einwechslung von Lara Prasnikar ein glückliches Händchen. Lisa Schmitz wieder zwischen den Pfosten.

Anzeige
Anzeige

Matthias Rudolph hatte ein glückliches Händchen: Im Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg wechselte der Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag in der 81. Minute Lara Prasnikar für Bianca Schmidt ein. Und die junge Slowenin traf nur vier Minuten später zum 2:1-Erfolg der Potsdamerinnen im Breisgau. Damit haben sich die Turbinen den 3. Platz von der SGS Essen (2:2 bei Bayern München) zurückerobert.

„Wir wussten, dass wir in Freiburg gewinnen müssen, wenn wir Dritter werden wollen“, sagte Rudolph, dessen Elf dann durch Bianca Schmidt auch beinahe in Führung gegangen wäre, doch Schiedsrichterin Mirka Derlin hatte ein Foul an SC-Torfrau Merle Frohms erkannt. „Aus unserer Sicht hätte der Treffer zählen müssen“, so Rudolph.

Der setzte im Turbine-Tor wieder auf Lisa Schmitz, die sich unter anderen mit Frohms ja noch um ein WM-Ticket streitet. Auch deshalb habe sie diesmal den Vorzug vor Vanessa Fischer bekommen. „Lisa hat gut trainiert und dann auch echt gut gehalten“, lobte der Coach. Noch so ein Glücksgriff: Denn die 26-jährige Torfrau hielt ihre Elf mit starken Paraden im Spiel. „Wir gehen schon etwas glücklich mit 0:0 in die Pause“, so Rudolph, „Freiburg war spielbestimmend.“

Die Trikots von Turbine Potsdam seit 2005

<b>Saison 2005/06 (Heimtrikot)</b> Klassisch: Im blauen Jersey mit weißen Akzenten an der Seite jubeln Ariane Hingst (l.) und die Torschützin zum 1:0, Conny Pohlers (r.), am 14. Mai 2006 beim Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt. Am Ende der Saison sprang das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg für die Turbinen heraus. Zu erwähnen sei die Tordifferenz von 115:13. Allein Conny Pohlers konnte sich mit 36 Toren zur besten Torschützin der Bundesliga krönen. Zur Galerie
Saison 2005/06 (Heimtrikot) Klassisch: Im blauen Jersey mit weißen Akzenten an der Seite jubeln Ariane Hingst (l.) und die Torschützin zum 1:0, Conny Pohlers (r.), am 14. Mai 2006 beim Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt. Am Ende der Saison sprang das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg für die Turbinen heraus. Zu erwähnen sei die Tordifferenz von 115:13. Allein Conny Pohlers konnte sich mit 36 Toren zur besten Torschützin der Bundesliga krönen. ©
Anzeige

Zwar bekam Turbine die Sportclub-Frauen nach dem Seitenwechsel besser in den Griff, durch eine der wenigen Offensivszenen ging Freiburg aber in Führung. Nach Foulspiel von Felicitas Rauch zeigte Mirka Derlin auf den Punkt, Sharon Beck verwandelte (57.). Drei Minuten später konnte Anna Gasper auf der anderen Seiten nur regelwidrig gestoppt werden und Felicitas Rauch traf ebenfalls per Strafstoß zum Ausgleich (60.). „Beides waren klare Elfmeter, da gab es keine Diskussionen“, kommentierte Matthias Rudolph. „Meine Mannschaft hat dann eine gute Moral gezeigt, wir haben weiter nach vorne gespielt“, freute sich der Potsdamer Trainer.

Mehr zu Turbine

Turbine drängte die Freiburgerinnen, die nach der Saison neben Trainer Jens Scheuer auch Nationalspielerin Giulia Gwinn zum FC Bayern ziehen lassen müssen, immer weiter in die eigene Hälfte. Und der mutige Auftritt wurde belohnt – denn Rudolph hatte ja an diesem Tag sein glückliches Händchen. Joker Lara Prasnikar bekam den Ball mit dem Rücken zum Tor und erzielte dennoch das 2:1 (85.). „Ein taktischer Fehler von Freiburg“, so Rudolph, der aber auch betonte: „Das hat Lara technisch richtig gut gemacht. Und natürlich freut man sich für die Spielerinnen, die reinkommen und sich dann auch belohnen.“

Der Jubel im Mannschaftsbus (Rudolph: "Wir haben das Spiel im Livestream verfolgt") dürfte danach groß gewesen sein, als die Nachricht vom späten Münchener Ausgleich gegen Essen die Turbinen erreichte. Durch das Remis konnte Potsdam an der SGS vorbeiziehen – und will den Bronzerang nun nicht mehr hergeben. „Wir wollen unbedingt Dritter werden“, gibt Matthias Rudolph das Ziel für die letzten vier Saisonspiele in der Bundesliga aus.

ANZEIGE: 50% auf dein Präsentations-Trainingsanzug! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt