15. Oktober 2020 / 18:17 Uhr

Spiel mit der Vergangenheit: Phönix-Torhüter Schermer trifft auf Ex-Verein BSC Preußen

Spiel mit der Vergangenheit: Phönix-Torhüter Schermer trifft auf Ex-Verein BSC Preußen

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
Phönix-Torwart Niklas Schermer spielte früher beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow.
Phönix-Torwart Niklas Schermer spielte früher beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow. © Kevin Päplow
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Landesliga Süd: Am siebenten Spieltag kommt es für den 23-jährigen Schlussmann Niklas Schermer zu einem ganz besonderen Duell.

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Für Niklas Schermer ist die Partie am Sonnabendnachmittag in der Fußball-Landesliga Süd gegen den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow (15 Uhr) eine Begegnung mit besonderem Charakter. Zwei Jahre lang hütete der Keeper das Tor der Kreisoberligamannschaft vom BSC Preußen 07 II, trainierte im Landesligateam mit und stand auch bei einigen Testspielen zwischen den Pfosten. Seit Sommer 2019 ist der 23-Jährige nun als Schlussmann der Rückhalt bei der SG Phönix Wildau und freut sich darauf, gegen seinen ehemaligen Verein anzutreten – ein Spiel mit der Vergangenheit.

„Ich kenne eigentlich alle in Blankenfelde und bin vor allem Marijo Ferencak für das Torwarttraining und Trainer Mirko Schult für vieles dankbar. Er ermöglichte mir dort zum Beispiel mein Freiwilliges Soziales Jahr. Sowas vergisst man nicht“, sagt der ehemalige Preuße. „Generell lebt die Familie Schult diesen Verein. Ohne Mirko wäre der BSC Preußen 07 aber nicht da, wo er jetzt ist.“

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Nun geht es gegen den Ex-Verein und Tabellennachbarn BSC 07, der wie die SG Phönix (Rang sieben) auf erfolgreiche Wochen zurückblicken kann. Wildau erkämpfte zehn Zähler in den fünf Spielen zuvor, Blankenfelde-Mahlow (6.) neun Pluspunkte. Zuletzt siegte Phönix beim FV Blau Weiß 90 Briesen mit 3:1.

Dass es für die Wildauer Mannschaft nach der Quarantäne einiger Akteure im August, die aufgrund von Corona-Infektionen galt, so gut läuft, hätte Torwart Schermer nicht erwartet. „Es war eine unangenehme Geschichte. Das kann heute immer noch passieren“, erklärt der Student im Sportmanagementbereich. „Wir als Phönix haben aber das Beste daraus gemacht.“

Und wie die Elf um Trainer Michael Werner das gemacht hat: Nach dem positiven Lauf entfernten sich die Wildauer aus der Abstiegszone. „Diese Siege sind Puffer für die kommenden schweren Partien. Wir können gegen Blankenfelde, Großziethen und Senftenberg befreit aufspielen und wollen Ärger machen“, sagt Schermer vor dem Aufeinandertreffen mit drei Vertretungen, die sich im oberen Teil der Tabelle einsortiert haben. Großziethen ist derzeit Vierter, der FSV „Glückauf“ aus dem Süden des Landes Brandenburg liegt auf Position fünf.

Mirko Schult: "Darauf liegt nicht der Fokus"

Den Anfang des „Aufmuckens“ will der Mann, der sich lieber Leistungen vieler Torhüter im Amateurbereich zum Vorbild nimmt als einen prominenten Keeper, am kommenden Samstag machen. „Wir wissen um die Qualität des BSC, doch wir sind gut drauf und als Team geschlossen. Die drei Punkte wollen wir in Wildau behalten“, fokussiert sich der ehrgeizige Torwart und fügt an, dass er sich riesig auf das Wiedersehen mit den ehemaligen Kollegen freue und ein Sprüchefeuerwerk nicht ausbleibe.

Mirko Schult, der Trainer des BSC Preußen, sieht der Partie eher pragmatisch entgegen: „Klar kennen sich viele Spieler aus vergangenen Duellen oder haben auch schon mal in der Jugend in einer Mannschaft gespielt, aber darauf liegt nicht der Fokus, sondern darauf, möglichst drei Punkt mitzunehmen aus Wildau.“

BSC feierte fünf Siege, Wildau gewann vier Spiele


In den vergangenen Jahren trafen Wildau und der BSC Preußen regelmäßig aufeinander – das Internet-Portal fussball.de weist zehn Begegnungen aus. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen. Blankenfelde-Mahlow konnte fünf Partien für sich entscheiden, Wildau fuhr vier Siege gegen den Lokalrivalen aus der Dahme-Fläming-Region ein. Eine Partie endete unentschieden. Auch die Bilanz beider Teams in der laufenden Saison zeigt einige Parallelen auf. Wildau erkämpfte in sechs Partien elf Zähler, Blankenfelde-Mahlow holte zwölf Punkte. Zu einem Top-Duell der Landesliga Süd am Wochenende kommt es in Senftenberg: Dort empfängt der FSV „Glückauf“ (5.) die eine Position besser postierte SG Großziethen.  Die Partie wird am Sonnabendnachmittag um 15.15 Uhr in der Elsterkampfbahn Brieske angepfiffen.