06. September 2021 / 14:20 Uhr

Spielabbruch in der WM-Quali zwischen Brasilien und Argentinien: FIFA kündigt Entscheidung an 

Spielabbruch in der WM-Quali zwischen Brasilien und Argentinien: FIFA kündigt Entscheidung an 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien wurde nach sechs Minuten abgebrochen.
Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien wurde nach sechs Minuten abgebrochen. © Getty (Montage)
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Nach dem Corona-Wirbel rund um das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien hat die FIFA reagiert und eine baldige Entscheidung angekündigt. Der Weltverband teilte zudem sein Bedauern über den Spielabbruch mit.

Nach sechs Minuten war das Top-Spiel in der WM-Qualifikation zwischen Brasilien und Argentinien schon wieder vorbei. In einer Hauruck-Aktion hatte Brasiliens Gesundheitsbehörde Anvisa die Partie am Sonntagabend (Ortszeit) wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen unterbrochen. Bilder von dem beispiellosen Vorfall am Sonntag, bei dem mehrere Spieler der argentinischen Nationalmannschaft wenige Minuten nach Anpfiff vom Feld geholt wurden, gingen um die Welt. Die FIFA reagierte nun auf den Vorfall. "Die FIFA bedauert die Szenen vor der Aussetzung des Spiels zwischen Brasilien und Argentinien", heißt es in einer Mitteilung.

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Der Abbruch des Spiels habe "Millionen von Fans" daran gehindert, ein Duell "zwischen zwei der wichtigsten Fußball-Nationen der Welt" zu verfolgen. Weitere Angaben bezüglich der Spielwertung oder einer möglichen Neuansetzung wurden zunächst nicht genannt. Der Verband erklärte zur weiteren Vorgehensweise: "Die ersten offiziellen Spielberichte wurden an die FIFA gesendet. Diese Informationen werden von den zuständigen Disziplinarinstanzen analysiert, zu gegebener Zeit wird eine Entscheidung getroffen."

Sechs Minuten nach dem Anpfiff der Partie in São Paulo waren Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde auf den Platz gegangen und hatten die für englische Klubs spielenden Argentinier Emiliano Martínez, Cristian Romero und Giovanni Lo Celso vom Feld geholt. Danach verließen auch die anderen argentinischen Spieler den Platz, während die Brasilianer blieben - sie legten später ersatzweise eine Trainingseinheit ein. Vor dem Stadion wartete die Bundespolizei, um Argentiniens Mannschaft zu begleiten. Der Bus mit dem Team fuhr erst nach Stunden ab.

Zum Hintergrund: Die englischen Premier-League-Klubs hatten sich geweigert, Spieler für Begegnungen in Ländern abzustellen, die auf der sogenannten Roten Corona-Liste der britischen Regierung stehen, viele davon in Südamerika und Afrika. Brasilien musste deswegen auf neun Profis von der Insel verzichten. Dagegen flog Argentinien sein Quartett aus England zur WM-Quali ein - und ging davon aus, in allen drei WM-Qualifikationsspielen auf sie bauen zu können. Aus Sicht der Gesundheitsbehörde stellte dies jedoch "ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko" dar.

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