26. April 2022 / 08:02 Uhr

Spielabbruch in der Stadtliga: Partie zwischen MoGoNo und PaBo endet vorzeitig

Spielabbruch in der Stadtliga: Partie zwischen MoGoNo und PaBo endet vorzeitig

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Tim Fröhlich, hier in einem früheren Spiel, blieb nach einem Zweikampf liegen, musste ins Krankenhaus.
Tim Fröhlich, hier in einem früheren Spiel, blieb nach einem Zweikampf liegen, musste ins Krankenhaus. © Dirk Knofe
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80 Minuten lang war es ein normales Stadtliga-Spiel. Doch dann führte eine Zweikampf-Szene zu einem Notarzteinsatz und schließlich zum Abbruch der Begegnung zwischen der SG Motor Gohlis-Nord und dem SV Panitzsch-Borsdorf. Das Wichtigste für beide Teams: Dem verletzten Kicker geht es gut.

Leipzig. Es hatte keine 30 Sekunden gedauert, bis Robin Beckert und seine Teamkameraden des SV Panitzsch/Borsdorf entschieden hatten, das Sonnabendspiel in der Stadtliga bei der SG MoGoNo nach 80 Minuten und beim Stand von 0:0 abzubrechen. Eine halbe Stunde vorher war ein Gegenspieler nach einem Luftduell unglücklich auf dem Kopf von „PaBo“-Spieler Tim Fröhlich gelandet, der daraufhin mit starken Schmerzen liegenblieb.

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Beckert kümmerte sich auf dem Spielfeld um seinen Kollegen, bis der Rettungswagen nach etwa 25 Minuten auf den Rasen im Stadion des Friedens fuhr. „Währenddessen hat noch niemand über Weiterspielen oder Abbrechen nachgedacht“, berichtet Beckert. Als Fröhlich mitgenommen wurde, versammelte sich schließlich das Team des Stadtliga-Spitzenreiters. „Jeder durfte seine Meinung äußern. Wir waren uns einig: Sobald Bedenken aufkommen, sollten wir abbrechen.“ Nach den dramatischen Minuten war die Entscheidung für die Spieler eindeutig. Überzeugungsarbeit in Richtung MoGoNo musste nicht geleistet werden: Schon im Vorfeld überließ das Team von Trainer Michael Pfennig die Entscheidung den Gästen.

Wie die Partie gewertet wird, liegt nun beim Sportgericht. Wiederholungsspiel, die Restzeit nachholen oder das 0:0 werten – Pfennig habe keine Präferenz. „Uns ist das egal, wir sind für alles offen“, so der MoGoNo-Coach. Beckert bläst ins selbe Horn, wobei er zugibt: „Mit dem Ergebnis sind wir semi-zufrieden. Aber es war ein verdientes 0:0 und es wäre wohl auch nichts mehr passiert in den letzten Minuten.“

Viel wichtigere Nachrichten als die Wertung der Partie, kamen noch am selben Tag: Aus dem Krankenhaus meldete sich Fröhlich per Handy, am Abend wurde er mit einem Schädel-Hirn-Trauma wieder nach Hause entlassen.

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