23. Oktober 2019 / 17:21 Uhr

Spielabbruch und drei Rote Karten: Kreisliga-D-Jugendspiel landet vorm Sportgericht

Spielabbruch und drei Rote Karten: Kreisliga-D-Jugendspiel landet vorm Sportgericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild.
Rot: In dem D-Jugendspiel zwischen dem SV Brackstedt und dem TV Jahn Wolfsburg gab es drei Platzverweise.
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Das Kreisliga-D-Jugendspiel am Samstag zwischen dem SV Brackstedt und dem TV Jahn Wolfsburg, das nach drei Roten Karten abgebrochen worden war, landet vor dem Sportgericht.

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Schiedsrichter-Turnier in Knesebeck Zur Galerie
Schiedsrichter-Turnier in Knesebeck © Rita Temme
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Der Spielabbruch in dem Fußballspiel am Samstag zwischen dem SV Brackstedt und dem TV Jahn Wolfsburg in der D-Jugend Kreisliga landet vor dem Sportgericht. Das hat Martin Pfeil, der Jugendausschuss-Vorsitzende des NFV-Kreises Wolfsburg, auf SPORTBUZZER-Nachfrage bestätigt. Er sagt: „Wir im Juniorenausschuss hätten das gerne auf dem kleinen Dienstweg geregelt. Aber die Ansichten beider Vereine waren zu unterschiedlich.“

Was war in dem D-Jugend-Duell passiert? Zehn Minuten vor Spielende soll die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung am Platz eskaliert sein: Nach drei Roten Karten – eine davon gegen Brackstedt, die anderen beiden gegen den TV Jahn Wolfsburg – sollen erwachsene Zuschauer wutentbrannt den Platz betreten haben. Der Schiedsrichter hat daraufhin beschlossen, die Partie abzubrechen. Nun geht das Spiel also am grünen Tisch in die Verlängerung.

Der Sportgerichtsvorsitzende Christian Kaczmarek schätzt, dass es wohl in rund zwei Wochen zur Verhandlung komme – mehr konnte aber auch er noch nicht zu dem Fall sagen. Außer: „Dass so ein Jugendspiel vor dem Sportgericht landet, ist kein Einzelfall. Eine Besonderheit sind aber die drei Roten Karten. Aber das liegt alles im Ermessensspielraum des Schiedsrichters.“

Auch Pfeil sagt, dass schon E- und F-Jugendspiele vor dem Sportgericht hätten verhandelt werden müssen. „Es ist schade, dass in dieser Jugend und dieser Klasse solche Sachen vorgehen. Das muss einem schon zu denken geben. Und das sage ich nicht unbedingt als Jugendausschuss-Vorsitzender, sondern auch als Fan.“