27. Februar 2021 / 19:13 Uhr

Spielanalyse statt Klartext: Mustafi weicht Fragen nach angeblicher Spieler-Revolte bei Schalke aus

Spielanalyse statt Klartext: Mustafi weicht Fragen nach angeblicher Spieler-Revolte bei Schalke aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Shkodran Mustafi setzte in der Debatte um eine angebliche Spieler-Revole gegen Schalke-Trainer Christian Gross lieber auf Spielanalyse.
Shkodran Mustafi setzte in der Debatte um eine angebliche Spieler-Revole gegen Schalke-Trainer Christian Gross lieber auf Spielanalyse. © IMAGO/Avanti/dpa/Montage
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Schalke 04 taumelt weiter in Richtung Abstieg. Der Tabellen-Letzte der Bundesliga hat gegen den VfB Stuttgart eine Abreibung kassiert und mit 1:5 verloren. Das beherrschende Thema war allerdings eine angebliche Spieler-Revolte gegen S04-Trainer Christian Gross. Mit Ex-Nationalspieler Skhodran Mustafi und Torwart Michael Langer meldeten sich nun zwei Spieler zu Wort.

Die Lage beim FC Schalke 04 wird immer unruhiger. Auch nach dem 23. Spieltag wird der Abstand auf den Relegationsplatz weiterhin neun Punkte betragen. Der Abstieg rückt nach der sang- und klanglosen 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart immer näher. Nun scheint es nicht nur auf dem Platz, sondern auch innerhalb des Teams eine weitere Krise zu geben. Laut übereinstimmenden Medienberichten vor dem Bundesliga-Spiel in Stuttgart sollen einige Spieler intern die Ablösung von Trainer Christian Gross gefordert haben. Nach der Partie meldeten sich mit Ex-Nationalspieler und Winter-Zugang Shkodran Mustafi und Keeper Michael Langer bei Sky zwei Profis zu Wort.

Denn während Langer den 66 Jahre alten Chefcoach, der erst kurz vor Jahreswechsel als Nachfolger von Manuel Baum installiert wurde, verteidigte, blieb Mustafi in seinen Aussagen vage und wollte sich zu etwaigen Vorkommnissen rund um die Trainer-Debatte nicht so recht äußern. "Im Endeffekt sind wir Spieler diejenigen, die auf den Platz gehen", sagte der Innenverteidiger, der zu den Mit-Initiatoren der angeblichen Revolte gehören soll, und begab sich schnell in die Spielanalyse: "Schon in der ersten Halbzeit hatte ich nicht das Gefühl, dass uns Stuttgart zu große Probleme bereitet, in dem sie Zauberfußball gespielt haben." Seine Schalker hätten nach eigener Aussage unter anderem "mehr geben" und "mehr laufen" können. Das Spiel sei seiner Meinung nach keines gewesen, "wo man mit 1:5 verliert": "Da muss sich jeder Spieler an die Nase packen."

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Dem stimmte Langer, der den verletzten Stammkeeper Ralf Fährmann ersetzt, zu: "Wenn wir so verteidigen wie heute, ist der Trainer die ärmste Sau", kritisierte Langer seiner Vorderleute. Jeder Spieler solle sich selbst hinterfragen, was er selbst ändern könnte. Mit dem Trainer habe er selbst keine Probleme. "Grundsätzlich schätzen wir den Trainer", so der 36-Jährige, laut dem Gross immer noch über "Autorität" verfüge.

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Trainer Gross selbst fühlt sich nach eigenen Worten nach den jüngsten Berichten nicht von seinen Spielern im Stich gelassen. "Nein, das fühle ich mich nicht", sagte der Schweizer nach dem 1:5 in Stuttgart und angeblichen Forderungen von Spielern nach seiner Ablösung. "Ich denke, dass, wenn Konflikte da sind, dass man sie selbstverständlich ansprechen muss, aber auf die richtige Art", sagte Gross. Er könne das, was in den Medien steht, "nicht unbedingt nachvollziehen". Zuvor dementierte der Verein selbst, dass es zu einer Spieler-Revolte gekommen sei.

Mustafi will sich voll auf das Sportliche konzentrieren: "Für mich persönlich ist das wichtig, Fußball zu spielen. Auf den Platz gehen, gewinnen und Fußball zu spielen. Das ist das was in meiner Hand liegt." Der Weltmeister von 2014 werde "bis zum letzten Spiel alles da lassen, was es auf dem Platz zu lassen gibt".