11. Juli 2019 / 15:41 Uhr

Spielausschuss des Fußballkreises Göttingen-Osterode verschiebt Ay Yildiz in 3. Kreisklasse Süd

Spielausschuss des Fußballkreises Göttingen-Osterode verschiebt Ay Yildiz in 3. Kreisklasse Süd

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Wer spielt wo? Der Fußballkreises hat die Staffeleinteilung festgelegt.
Wer spielt wo? Der Fußballkreises hat die Staffeleinteilung festgelegt. © imago images
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Der Spielausschuss des Fußballkreises Göttingen-Osterode hat die Staffeleinteilung von der Kreisliga bis zur 4. Kreisklasse endgültig festgelegt. Ay Yildiz SV Göttingen, deren Spiele nach einem tätlichen Angriff gegen einen Unparteiischen nicht mehr mit Schiedsrichtern besetzt werden, spielt danach in der 3. Kreisklasse Süd.

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Man habe sich bei der Einteilung nach Ab- und Nachmeldungen sowie „einigen vorgebrachten und umsetzbaren Wünschen“ gerichtet, teilte der Spielausschussvorsitzende Klaus Henkel mit. Zu den Teams, die Wünsche geäußert hatten, gehören die SG Landolfshausen/Seulingen III/Krebeck II und der TSV Waake-Bösinghausen, die in der vorläufigen Einteilung in der neu geschaffenen Nord-Staffel einsortiert waren und nun in der Staffel Mitte vor allem gegen Göttinger Teams spielen. „Das war berechtigt, denn unter anderem Spieler aus dem Bereich Alte Herren hätten weite Fahrten in den Harz auf sich nehmen müssen“, sagt Henkel.

Der Spielausschuss hatte zwischenzeitlich erwogen, doch wieder zum Modus mit vier Staffeln zurückzukehren, diese Idee aber wieder verworfen. „Das hätte dazu geführt, dass wir Staffeln mit acht oder neun Mannschaften gehabt hätten“, verdeutlicht Henkel. „Außerdem hätte es nichts gebracht, und wir hätten die Eichsfelder Teams teilen müssen, sodass wir das gleiche Theater gehabt hätten.“

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So gibt es eine Zehner-Staffel (Nord) und zwei Zwölfer-Staffeln. „Die Zehner-Staffel im Harz kommt uns auch deshalb entgegen, weil dort viele Plätze mit Beginn der kalten Jahreszeit schnell unbespielbar sind“, so Henkel. Problemverein Ay Yildiz wechselt im Vergleich mit dem vorläufigen Spielplan von der Mitte- in die Süd-Staffel. Erstens werde damit erreicht, dass beide Staffeln gleich stark sind, zweitens gehe man dadurch „Derbys mit anderen Mannschaften mit Migrationshintergrund“ aus dem Weg, erläutert der Spielausschussvorsitzende.

Spielausschuss schwebt runder Tisch vor

Wer nach der Prügelattacke und dem Beschluss der Schiedsrichter in Zukunft Ay Yildiz-Spiele pfeift und welche Teams überhaupt noch gegen Ay Yildiz antreten wollen, ist noch unklar. „Wir wollen mit dem Verband, mit Ay Yildiz und den zukünftigen Gegnern Kontakt aufnehmen“, berichtet Henkel, dem ein runder Tisch und ein Gespräch mit den Beteiligten vorschwebt: Ay Yildiz, Schiedsrichter, Spielausschuss und Kreisvorstand. Am Gespräch soll auch ein Mediator teilnehmen und vermitteln. Termin soll spätestens in zwei Wochen sein. „Dann muss das Thema durch sein“, unterstreicht der Spielausschussvorsitzende.

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