23. Januar 2022 / 15:33 Uhr

Viele Chancen, aber kein Treffer: 96 verpasst Heimsieg gegen Dresden

Viele Chancen, aber kein Treffer: 96 verpasst Heimsieg gegen Dresden

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Innenverteidiger Julian Börner (rechts) hält Dresdens Vaclav Drchal an der Schulter fest.
96-Innenverteidiger Julian Börner (rechts) hält Dresdens Vaclav Drchal an der Schulter fest. © 2022 Getty Images
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Die Ansätze waren da, aber das war insgesamt zu harmlos. Von Pokalgala und eiskalten Torabschlüssen war beim Heimspiel von Hannover 96 gegen Dynamo Dresden nicht viel zu sehen. Die Partie zwischen den Tabellennachbarn endete torlos.

Nach der Galavorstellung im DFB-Pokal hieß es am Sonntag wieder Ligaalltag für Hannover 96. Und dort taten sich die Roten schwer. Gegen Tabellennachbar Dynamo Dresden waren die Niedersachsen dem Sieg näher, vergaben jedoch Chance um Chance. Die Partie endete auch bedingt durch eine starke Leistung von SGD-Keeper Kevin Broll 0:0.

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Drei Änderungen

96-Trainer Christoph Dabrowski schickte eine im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen Gladbach auf drei Positionen veränderte Aufstellung in die Partie. Für Dominik Kaiser ist Mark Diemers in die Startelf gerückt. Auch Hendrik Weydandt musste zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen, für ihn begann Neuzugang Cedric Teuchert. Luka Krajnc ersetzte den kurzfristig ausgefallenen Marcel Franke.

Bilder zum Spiel der 2. Bundesliga zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden

Spieler von Dynamo Dresden wärmen sich vor dem Spiel in der HDI-Arena auf, dabei tragen sie Shirts in Erinnerung an den verstorbenen Hans-Jürgen Dixie Dörner. Zur Galerie
Spieler von Dynamo Dresden wärmen sich vor dem Spiel in der HDI-Arena auf, dabei tragen sie Shirts in Erinnerung an den verstorbenen Hans-Jürgen "Dixie" Dörner. ©

Verhaltener Start

Von dem Fehlen ihres Kapitäns recht unbeeindruckt sind die Gastgeber strukturiert in die Partie gestartet. So richtig zur Sache ging es in der ersten Viertelstunde allerdings nicht. Beide Mannschaften überzeugten mehr durch couragiertes Arbeiten gegen den Ball und engagierte Zweikampfführung als durch technische Raffinesse. Anfängliche Offensivbemühungen endeten in Fehlpässen.

Kein Problem für Zieler

Nach der ersten und völlig harmlosen Ecke der SGD (16.) bekamen die 500 geladenen VIP-Gäste in der HDI-Arena dann aber doch ein wenig mehr Aktionen zu sehen. In der 20. Minute musste sich Ron-Robert Zieler erstmals strecken. Der Abschluss von Julius Kade war jedoch kein Problem für den im Pokal so glänzend aufgelegten 96-Keeper - und wurde ohnehin nach einer vorausgegangenen Abseitsposition zurückgepfiffen.

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Wie sich kurz darauf erstmals herausstellte, sollte auch an diesem Nachmittag ein Torhüter im Mittelpunkt stehen. Dieses Mal jedoch auf der anderen Seite. Im weiteren Spielverlauf blieb Ron-Robert Zieler fast beschäftigungslos, sein Gegenüber Kevin Broll wurde dagegen zum Matchwinner. Als Linton Maina sich stark über den Flügel durchsetzte, war der Dresdener Keeper erstmals zur Stelle (21.).

Zähes Abtasten ohne Torgefahr

Die Partie war von nun an etwas lebhafter, aber mindestens genauso hektisch. 96 agierte zwar in Teilen geradliniger als Dresden, aber auch den Roten mangelte es an der nötigen Koordination im Angriff. Wenn der Ball mal gefährlich auf den Kasten der Dresdener gekommen ist, war auf Broll Verlass. Kein Team war wirklich besser und deshalb kamen in der Folge auch beide Mannschaften zu Chancen.

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Kerk und Teuchert glücklos

Auf eine aussichtsreiche Möglichkeit der Dresdener durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (35.) folgten zwei gute Aktionen von 96. Doch erst Teuchert und später auch Sebastian Kerk vergaben jeweils gute Chancen für die Roten (38., 41.). Es ging folglich torlos und ohne die richtig großen Highlights in die Pause.

Zerfahrenes Spiel auch im zweiten Durchgang

96 lief auch im zweiten Durchgang weiter an, aber traf das Tor der Gäste einfach nicht. In der 48. Minute war es wieder Cedric Teuchert, dessen Abschluss den Kasten der Dresdener verfehlte. Die Partie blieb zerfahren, von den Sachsen kam nach der Pause überhaupt nichts mehr. Statt Treffern gab es eher gelbe Karten. Erst kassierte Julian Börner eine Verwarnung (51.), ehe auch Dresdens Michael Akoto zu ellenbogenlastig zur Sache ging (54.).

Sinnbildlich für das Spielgeschehen war die 57. Minute: Teuchert setzte sich stark durch, 96 drang temporeich zum Strafraum der SGD vor. Mit etwas Glück landete der Ball zwar noch beim mitgelaufenen Sebastian Kerk, ehe Linton Maina ihn dann in seinen Gegenspieler drosch. Guter Ansatz, aber doch wieder vertändelt.

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Frische Offensivkräfte

Kurz darauf war Schluss für Maina und Teuchert. 25 Minuten vor dem Ende tauschte 96-Trainer Christoph Dabrowski die beiden in diesem Spiel glücklosen Offensivkräfte aus und brachte frischen Wind in die vorderste Front. Es blieb jedoch beim alten Muster und auch die eingewechselten Sebastian Stolze und Hendrik Weydandt fanden ihren Meister in Dresden-Keeper Broll oder trafen erst gar nicht das Tor.

Dusel kurz vor dem Schluss

Dann wurde es doch nochmal turbulent. Als Schiedsrichter Dr. Robert Kampka nach einem Foul an Maximilian Beier zunächst auf den Elfmeterpunkt gezeigt hat, folgte die Korrektur aus Köln. Michael Akoto hatte Beier zwar getroffen, das Foul ereignete sich jedoch außerhalb des Sechzehners (84.).

Akoto flog mit gelb-rot vom Platz und der fällige Freistoß sorgte für keine große Gefahr. Aus den letzten wenigen Minuten in Überzahl konnte Hannover dann nicht mehr genug machen. Die mangelnde Chancenverwertung vor dem gegnerischen Tor bleibt - zumindest in der Liga - das große Problem von 96.

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