06. November 2021 / 15:41 Uhr

Verpatzte erste Hälfte und später Ausgleich: 96 rettet einen Punkt in Düsseldorf

Verpatzte erste Hälfte und später Ausgleich: 96 rettet einen Punkt in Düsseldorf

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Düsseldorfer Christoph Klarer (rechts) und der Hannoveraner Maximilian Beier kämpfen um den Ball.
Der Düsseldorfer Christoph Klarer (rechts) und der Hannoveraner Maximilian Beier kämpfen um den Ball. © Roland Weihrauch/dpa
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Bei Fortuna Düsseldorf ist Hannover 96 nur knapp einer Niederlage entgangen. Nach einer turbulenten Nachspielzeit und einem späten Treffer von Florent Muslija endete die Partie in der Merkur Spiel-Arena 1:1-Unentschieden. Unerklärlich bleiben jedoch die Leistungsschwankungen der Roten.

Es waren wieder einmal zwei unterschiedliche Halbzeiten, die Hannover 96 am Samstagnachmittag gezeigt hat. Nach einem komplett verkorksten Start lagen die Niedersachsen bereits nach fünf Minuten zurück. Im zweiten Durchgang zeigten die Roten dann eine deutlich bessere Leistung und Florent Muslija erzielte den späten 1:1-Ausgleich.

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Zwei Änderungen in der Startelf

Trainer Jan Zimmermann schickte gegen die Fortuna eine im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Erzgebirge Aue auf zwei Positionen veränderte Startelf ins Rennen. Luka Krajnc vertrat den verletzten Julian Börner (Muskelverletzung) und für den zuletzt formschwachen Linton Maina begann Sebastian Ernst.

Bilder zum Spiel der 2. Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96

Der Düsseldorfer Marcel Sobottka (rechts) und der Hannoveraner Dominik Kaiser kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Der Düsseldorfer Marcel Sobottka (rechts) und der Hannoveraner Dominik Kaiser kämpfen um den Ball. ©

Verpatzter Start von 96

Bereits nach sechs Sekunden näherten sich die Niedersachsen erstmals dem gegnerischen Tor an. Die Abschlüsse von Sebastian Kerk waren jedoch harmlos. Der erste Treffer fiel dann aber ganz schnell. In Minute fünf köpfte Christoph Klarer nach einer Ecke die Führung für Düsseldorf. Ex-Fortune Luka Krajnc hatte sich zuvor verschätzt und sah dem Ball nur noch hinterher. Eine ganz kalte Dusche für Hannover.

Düsseldorf blieb weiter sehr präsent und griffig in den Zweikämpfen, 96 wurde von dem angriffslustigen Spiel der Gastgeber überrannt. Überschattet wurde die ereignisreiche Anfangsphase von einer schweren Verletzung. Nach einem heftigen Zusammenprall mit Sebastian Ernst musste Ex-96er Andre Hoffmann vom Platz getragen werden (15.).

Zu viele Fehler

Bei den Roten reihte sich auch in der Folge ein Fehler an den anderen. Besonders wackelig war die linke Defensivseite um Niklas Hult, dessen Schwächen unter anderem der starke Felix Klaus immer wieder ausnutzte. In der 17. Minute war es dann erneut Nebenmann Luka Krajnc, der nicht gut aussah und maßgeblich an der Entstehung der nächsten guten Düsseldorfer Chance beteiligt war.

Aus dem Spiel heraus kamen die Roten überhaupt nicht gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Eine clevere Aktion brachte dann immerhin die erste und beste 96-Gelegenheit in Durchgang eins. Dominik Kaiser tat bei einem Freistoß so, als würde er sich den Ball zurechtlegen. Sebastian Kerk lief an, führte schnell aus und fand Gael Ondoua völlig freistehend am Strafraumeck. Der Abschluss landete jedoch weit über dem Tor (24.).


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Weydandt soll frische Impulse bringen

Nach rund einer halben Stunde berappelte sich 96 zwar etwas, doch die Leistung in Halbzeit eins war über weite Strecken wieder einmal enttäuschend. Dann reagierte Trainer Jan Zimmermann auf die Harmlosigkeit in der Offensive und brachte Hendrik Weydandt für den unauffälligen Sebastian Stolze (46.).

Und Hannover wurde besser. Angefeuert von den rund 700 mitgereisten Fans wirkten die Roten im zweiten Durchgang präsenter. Doch auch Düsseldorf spielte munter weiter und beide Teams kamen zu Chancen. Erst vergab Sebastian Kerk auf der einen Seite (53.), ehe Khaled Narey den Ball komplett freistehend über das Tor von Martin Hansen drosch (55.).

Muslija belohnt 96

Es entwickelte sich ein zunehmend offeneres Spiel und man stellte sich wieder einmal die Frage, warum 96 nicht von Beginn an so auftreten kann. Die späte, aber ganz wichtige Belohnung gab es dann kurz vor dem Schlusspfiff. Mit einem traumhaften Schlenzer erzielte Florent Muslija den Ausgleich (90.+2).

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Aufregung in der Nachspielzeit

Das Spiel war nach dem Treffer allerdings noch nicht vorbei: Nur wenige Sekunden später schoss Piotrowski dem eingewechselten Valmir Sulejmani im 96-Strafraum an die Hand (90.+3). VAR Patrick Alt griff ein und schickte Schiedsrichter Robert Kampka an den Bildschirm. Dieser entschied jedoch nicht auf Elfmeter und es blieb beim 1:1.