23. Februar 2020 / 19:53 Uhr

VfL-Gala: Wolfsburg fertigt den 1. FSV Mainz 05 mit Kantersieg ab

VfL-Gala: Wolfsburg fertigt den 1. FSV Mainz 05 mit Kantersieg ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Renato Steffen (rechts) holt sich die Glückwünsche für seinen Treffer zum 2:0 für den VfL Wolfsburg ab.
Renato Steffen (rechts) holt sich die Glückwünsche für seinen Treffer zum 2:0 für den VfL Wolfsburg ab. © 2020 Getty Images
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Ganz zu Beginn des Heimspiels wurde der VfL Wolfsburg von Mainz 05 unter Druck gesetzt. Doch mit seinem Distanzschuss zum 1:0 brachte Brekalo die Wölfe in die Spur. Am Ende steht ein verdientes 4:0 für das Team von Oliver Glasner, das dadurch auf den siebten Platz gesprungen ist.

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Der VfL Wolfsburg ist in der Bundesliga wieder ein ernsthafter Europa-League-Kandidat. Die Niedersachsen gewannen am Sonntagabend auch in der Höhe verdient mit 4:0 (2:0) gegen Mainz 05 und verbesserten sich in der Tabelle an Freiburg und Hoffenheim vorbei auf Rang sieben. Zu ihrem sechsten Platz der Vorsaison fehlen den „Wölfen“ jetzt nur noch zwei Punkte.

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Renato Steffen trifft doppelt

Die Tore vor 21 058 Zuschauern schossen Josip Brekalo (21. Minute), zweimal Renato Steffen (45./68.) und Yannick Gerhardt (49.). Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner war zwar klar besser, aber zumindest die beiden Treffer der ersten Halbzeit hätten die zeitweise desolaten Gäste verhindern können.

Beim Distanzschuss von Brekalo sah Torwart Robin Zentner schlecht aus. Vor dem 2:0 misslangen gleich zwei Klärungsversuche auf groteske Weise. Erst fälschte der nur vom VfL ausgeliehene Jeffrey Bruma den Ball ab, danach störten sich Zentner und Moussa Niakhaté gegenseitig.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und 1. FSV Mainz 05

Wolfsburgs Josip Brekalo (links) und der Mainzer Ronael Pierre-Gabriel kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Wolfsburgs Josip Brekalo (links) und der Mainzer Ronael Pierre-Gabriel kämpfen um den Ball. ©

In der Konsequenz verpassten es die Mainzer nach zwei guten Auftritten gegen Schalke 04 (0:0) und Hertha BSC (3:1), sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Wolfsburg dagegen steckte sowohl die Belastungen der aktuellen Europa-League-Runde als auch eine lange Ausfallliste bemerkenswert gut weg.

Gleich zwei Torhüter auf der Bank

Denn nur drei Tage nach dem 2:1-Erfolg im Zwischenrunden-Hinspiel gegen Malmö FF musste der VfL am Sonntag die gesperrten Maximilian Arnold und Marin Pongracic sowie die verletzten William, Jerome Roussillon und Josuha Guilavogui ersetzen. Der Kader war so ausgedünnt, dass auf der Ersatzbank gleich zwei Torhüter, drei Spieler aus der zweiten Mannschaft sowie der zuletzt im Februar 2016 in der Bundesliga eingesetzte Belgier Ismail Azzaoui saßen.

Gefährlich wurde es für die „Wölfe“ aber nur in den ersten vier Minuten, als die Mainzer gleich sechs Eckbälle in ihren Strafraum schlugen. Danach dominierte fast nur noch Wolfsburg.

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<b>Koen Casteels:</b> Der Belgier im Wolfsburger Tor war in Augsburg wenig gefordert. Zunächst parierte er in der ersten Halbzeit einen Schuss von Juan Vargas im Nachfassen. Doch beim Ausgleich sah er nicht gut aus, der Kopfball von John Anthony Brooks rutschte ihm durch die Handschuhe. - Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Der Belgier im Wolfsburger Tor war in Augsburg wenig gefordert. Zunächst parierte er in der ersten Halbzeit einen Schuss von Juan Vargas im Nachfassen. Doch beim Ausgleich sah er nicht gut aus, der Kopfball von John Anthony Brooks rutschte ihm durch die Handschuhe. - Note: 4 ©

Anfangs war das noch gar nicht so einfach, weil die Gäste um den eigenen Strafraum herum fünf Abwehrspieler aufboten. Einem Plan schien das Mainzer Spiel aber nur in der eigenen Hälfte zu folgen. Denn sobald sie selbst den Ball hatten, fiel ihnen nicht mehr viel ein. Einen Tag vor Rosenmontag hatten da auch die eigenen Sondertrikots zur Fastnacht sowie zahlreiche verkleidete 05-Fans im Gästeblock keine inspirierende Wirkung.

Ginczek legt sehenswert vor

Die letzten Hoffnungen auf eine Wende zerstörte der in dieser Saison nur selten eingesetzte Gerhardt kurz nach der Pause. Und wie schon vor dem zweiten Tor leistete Daniel Ginczek eine sehenswerte Vorarbeit. Die Wolfsburger konnten sich fortan ein wenig für das Europa-League-Rückspiel am Donnerstag in Schweden schonen, ohne etwas von ihrer Dominanz einzubüßen. Nur einen Pfostenkopfball von Jean-Philippe Mateta (64.) ließen sie noch zu. Für den VfL war es das beste Heimspiel seit dem 2:1 gegen Mönchengladbach im Dezember.

dpa/Sebastian Stiekel