04. Januar 2021 / 13:54 Uhr

Spielerpass aus Papier hat in Brandenburg bald ausgedient

Spielerpass aus Papier hat in Brandenburg bald ausgedient

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Im DFBnet geben die Vereine üblicherweise vor Spielbeginn die Aufstellungen ein. Der Schiedsrichter ergänzt nach Abpfiff den Spielbericht. 
Auch die Spielberechtigungen werden bald komplett im DFBnet hinterlegt. © Brandhorst
Anzeige

Fußball-Landesverband Brandenburg: Der FLB will die elektronische Spielberechtigung ab Juli 2021 flächendeckend einführen. In der Winter-Transferphase agieren die Clubs bislang verhalten.

Anzeige

Der Brandenburger Amateurfußball wird im kommenden Sommer wieder ein bisschen digitaler. Denn dann haben die klassischen Spielerpässe aus Papier endgültig ausgedient. Ab dem 1. Juli 2021 würden Druck und Versand von Spielerpässen entfallen, teilte der Fußball-Landesverband (FLB) jetzt mit.

Anzeige

Oliver Giese aus der Passstelle des Verbandes in Cottbus erläutert: „Die Spielberechtigung wird dann ausschließlich über das elektronische DFBnet nachgewiesen. Dafür ist das Hochladen eines aktuellen Spielerfotos Pflicht. Die Pässe aus Papier müssen dann nicht mehr mitgeführt werden.“ Dies sei in den Landesspielklassen ohnehin schon Praxis, werde nun auch auf die Fußballkreise verbindlich ausgerollt. Was Vereine mit den dann wertlosen Spielerpässen anfangen sollen, sei noch nicht abschließen besprochen, so Giese. „Sie könnten archiviert werden.“ Der Papier-Spielbericht war in Brandenburg bereits ab der Saison 2009/2010 schrittweise durch den elektronischen Spielbericht abgelöst worden, allerdings war das Mitführen und bei Bedarf Vorzeigen der Spielerpässe weiterhin obligatorisch – damit ist bald Schluss. Das die Technik nicht unfehlbar ist, wurde zu Saisonbeginn deutlich, als es wegen Serverproblemen zu Störungen des Systems kam.

Mehr Brandenburger Fußball

Vom 1. Januar bis zum 1. Februar hat in Brandenburg wieder das Transferfenster – die sogenannte „Wechselperiode II“ – für Fußballer geöffnet. Wie im Sommer ist zu beachten, dass die Wartefrist für wechselwillige Spieler ohne Zustimmung ihres bisherigen Vereins um die Zeit der coronabedingen Saisonpause verlängert wird. „Aus den klassischen sechs Monaten werden also aktuell acht, eventuell sogar mehr“, erklärt Giese, der insgesamt eine eher verhaltene Wechselphase erwartet. „Es wird sich wegen der großen Unsicherheit, wann es überhaupt weitergeht, mit Sicherheit in Grenzen halten.“