08. November 2019 / 06:31 Uhr

Spitzenreiter FC Schönberg will in Polz keine Federn lassen

Spitzenreiter FC Schönberg will in Polz keine Federn lassen

Steffen Oldörp
Ostsee-Zeitung
Schönbergs Stürmer Hannes Komoss (2.v.l.) gehört am Sonnabend wieder zum Aufgebot, wenn sein Team beim SV Blau-Weiß Polz antreten muss.
Schönbergs Stürmer Hannes Komoss (2.v.l.) gehört am Sonnabend wieder zum Aufgebot, wenn sein Team beim SV Blau-Weiß Polz antreten muss. © Foto: Jens Upahl
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Auch wenn das Team von Trainer Thomas Manthey am Sonnabend beim Tabellendreizehnten gastiert, warnt der Schönberger Coach, das Team von Blau Weiß Polz zu unterschätzen.

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Wer kann den FC Schönberg in der Fußball-Landesliga West in dieser Saison stoppen? Nach elf Spieltagen haben die Nordwestmecklenburger fünf Zähler Vorsprung auf den FSV Bentwisch. Morgen muss die Mannschaft von Trainer Thomas Manthey ab 13.30 Uhr beim SV Blau-Weiß Polz antreten. Die Gastgeber stehen mit drei Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen auf einem Abstiegsplatz (Rang 13). Vor allem zu Hause ist Polz schwach, hat in den bisherigen fünf Partien lediglich einen Zähler geholt und dabei zwölf Gegentreffer kassiert. Beim jüngsten Aufeinandertreffen im April gewann der FC Schönberg in Polz mit 3:0. Dennoch warnt Thomas Manthey: „Es ist sehr schwierig, auf dem Platz dort zu gewinnen.“

Polz ist aber alles andere als ein Angstgegner der Maurinestädter. Von den vergangenen zwölf Duellen gewannen die Grün-Weißen neun Partien, dreimal trennten sich beide Teams Unentschieden – bei einem Torverhältnis von 42:4. Alles andere als ein weiterer Sieg morgen wäre deshalb sicher eine Überraschung. Vor allem angesichts der Serie von sechs Siegen in Folge - inklusive Pokal - ohne Gegentor für den Tabellenführer der Landesliga West. Von einem Höhenflug will Sportchef Sven Wittfot aber nicht sprechen. Er sieht es „eher als Ergebnis harter Arbeit, die von den Jungs und dem Trainerteam abgeliefert wird“. Der aktuelle Stand sei schön, „allerdings auch nur eine Momentaufnahme“, warnt Schönbergs Sportchef regelmäßig vor allzu großer Euphorie.

Das sind die besten Torjäger auf Landesebene (Stand: nach dem 12. Spieltag):

<b>1. Platz</b>: Malte Pruchner (MSV Pampow II) - 17 Tore Zur Galerie
1. Platz: Malte Pruchner (MSV Pampow II) - 17 Tore ©
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Doch klar ist: Schönberg spielt bislang eine ganz starke Saison und dürfte von anderen Teams nur ganz schwer vom Aufstieg in die Verbandsliga abzubringen sein. Sowohl vorne (40 Tore) als auch hinten (drei Gegentreffer) sind die Nordwestmecklenburger mit Abstand Ligaspitze. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Bentwisch beträgt fünf Zähler, der auf den Drittplatzierten Doberaner FC schon zehn Punkte.

Zum Vergleich: Vor Jahresfrist stand Schönberg nach elf Spieltagen mit 23 Punkten (jetzt 30 Zähler) hinter der SG Dynamo Schwerin (24 Punkte) auf Platz zwei. Die Offensive war mit 38 Treffern (jetzt 40 Tore) ähnlich erfolgreich. Der große Unterschied ist die Defensive. In den ersten elf Partien der vergangenen Saison musste Torhüter Przemyslaw Szymura zehn Mal hinter sich greifen. Bislang haben die Grün-Weißen in elf Spielen erst drei Gegentreffer kassiert. „Ich finde es beeindruckend, wie fokussiert die Mannschaft aktuell ist und welchen Reifeprozess sie gerade im Defensivverhalten genommen hat“, lobt Sven Wittfot das Team.

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Hinzu kommt, dass in dieser Spielzeit in drei Partien (inklusive Pokal) auch nur ein Tor zum Sieg gereicht hat. In der ganzen vergangenen Saison gelang den Grün-Weißen das nur einmal – gegen den FC Anker Wismar II. „Eine gute Defensive ist mehr als die halbe Miete. Kassierst du kein Tor, kannst du schon mal nicht verlieren. Und vorne sind wir immer für einen Treffer gut“, weiß Wittfot um die Offensivqualitäten.

Dann ist da ja auch noch der breite Kader der Grün-Weißen. Selbst wenn, wie am vergangenen Sonntag gegen den Hagenower SV (3:0) mit Kapitän Eric Schameitke und den Torjägern Hannes Komoss und Marcel-Sven Meier drei der wichtigsten Spieler fehlen, gibt es keinen Leistungsabfall. „Die anderen Jungs sind toll in die Bresche gesprungen und haben gezeigt, dass sie zurecht zum Kader gehören und dass wir sehr ausgeglichen besetzt sind“, freut sich Wittfot, zusammen mit Trainer Manthey vor der Saison offensichtlich viele richtige Entscheidungen getroffen zu haben. Aus Sicht von Schönbergs Sportchef haben die Spieler „einfach Qualität“. Hinzu komme, dass sie eine „echte Mannschaft“ sind. „Klar gibt es immer mal wieder Spieler, die nicht ganz zufrieden sind, aber von der Mischung her passt es alles sehr gut in diesem Jahr“, mein Wittfot.

Personell sieht es morgen etwas besser aus als noch gegen Hagenow. Erik Schameitke hat seine Erkältung überstanden. Hannes Komoss hat sich laut Manthey ebenfalls fit gemeldet. Marcel-Sven Meier ist seit Mittwoch aus seinem Urlaub zurück.

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