13. Februar 2020 / 14:57 Uhr

Spitzenreiter TuS Pegau startet frühzeitig in die Rückrunde

Spitzenreiter TuS Pegau startet frühzeitig in die Rückrunde

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
In der Kreisliga A-West rollt bald wieder der Ball. © dpa
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Vor dem offiziellen Start der Kreisliga A-West in die Rückrunde gibt es schon mal vier Spiele, verursacht durch drei vorverlegte Spiele und ein Nachzuholendes.

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Eine Woche vor dem eigentlichen Wiederbeginn startet die Fußball-Kreisliga A-West der Männer bereits vorzeitig in ihre Punktekämpfe – mit drei vom 14. Spieltag vorgezogenen Begegnungen (die Karnevalsumzüge lassen grüßen) und einem nachzuholenden Derby aus Runde 12. Hinsichtlich der Platzverhältnisse und folglich der Austragung der einzelnen Duelle verbreiten die Verantwortlichen der Gastgeber durchweg Optimismus.

Spitzenreiter TuS Pegau allerdings geht allen Eventualitäten aus dem Weg und weicht für das Match gegen den FSV Brandis (8.) am Sonntag um 14 Uhr auf den Groitzscher Kunstrasen aus. Pegaus Trainer Uwe Trautmann - dessen Mannschaft zu Hause noch ohne Punktverlust ist - bedankt sich beim Nachbarn, denn „bei und wäre es wahrscheinlich noch nicht gegangen und ehe wir etwas kaputt machen …. Mit unserem bisherigen Abschneiden bin ich einverstanden. Alles andere wäre Jammern auf hohem Niveau, wenngleich es immer Verbesserungspotenzial gibt. Aber manchmal springt das Pferd eben nur so hoch, wie es muss. Wir haben ein Ziel, dem wir alles unterordnen. Effektivität bleibt das Wichtigste, für Schönspielerei gibt es bekanntlich keine Zähler.“ Immerhin haben die Elsterstädter beim Torverhältnis vorn (40) wie hinten (9) den besten Wert. Eine Neuigkeit in Sachen Personal: Der von Borna II/Eula an die Elster gewechselte Mussa Husseini ist erst ab Juni spielberechtigt, weil der abgebende Verein seine Zustimmung verweigert hat.

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Der Auftaktgegner aus dem Muldental - bei dem TuS im August mit 2:1 gewann - reist mit nur einem Auswärtspunkt an die Schletterstraße. Dennoch schwebt dem FSV weiterhin ein einstelliger Tabellenrang zwischen 5 und 8 vor. Welchen das Team von Coach Henry Putz mit einer besseren Chancen-Verwertung, mehr Zählern in fremden Gefilden, einer unverändert erfolgreichen Heimbilanz und weniger gelben Karten erreichen möchte. Der nach einer Auszeit zurück gekehrte Raik Kögler sowie die A-Jugendlichen Tom Hinsdorf, Alexander Krause und Robert Hellriegel erweitern die personellen Alternativen. Nick Haferkorn (Umzug nach Leipzig) und Moritz Bühl (Studium) stehen nicht mehr im Aufgebot.

Träger der roten Laterner ist klarer Außenseiter

Bereits am Samstag um 14 Uhr steigt das mit vielen Emotionen verbundene Nachbarschafts-Duell zwischen der SG Gnandstein (3.) und Schlusslicht TSV Kohren-Sahlis (14.). Zuletzt stand man sich im März 2014 beim 2:1 an gleicher Stelle gegenüber. SG-Teammanager Frank Lederer kann wegen seines Skiurlaubs zwar nicht selbst vor Ort sein, gönnt aber den anderen Beteiligten die Vorfreude: „Der Rasen ist so weit in Ordnung, wir wollen unbedingt spielen, alle sind heiß. Mit der momentanen Tabellensituation sind wir durchaus einverstanden, weitergehende Ambitionen hegen wir nicht ernsthaft. Wir fühlen uns in der Liga pudelwohl, wollen weiter ordentlichen Fußball bieten, uns Erfolgserlebnisse verschaffen und vorn dabei bleiben.“ Personelle Veränderungen hat es bei den Burgherren in der Winterpause keine gegeben.

Welche sich auch bei den Töpferstädtern in Grenzen hielten. Lediglich der nunmehr bei den Herren spielberechtigte 18-jährige Sam Lennard Kuner erweitert den Kader, der laut Trainer Matthias Sparmann aus beruflichen und krankheitsbedingten Gründen schmal bleibt. „Es ist ein ständiger Kampf, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen. Hauptsache wir stehen am Saisonende über dem Strich, was schwer genug wird. Doch von diesem Ziel weichen wir keinen Zentimeter ab.“ Der Träger der roten Laterne ist in Gnandstein allerdings klarer Außenseiter, hat gegen die SG 49 seit November 2003 (2:0-Auswärtssieg) nicht mehr gewonnen, in der Hinrunde mit acht Treffern die wenigsten in der Staffel erzielt und erst einen einzigen Zähler in fremden Gefilden ergattert.

Einige Sorgenfalten bei Eschenbaum


Ebenfalls am Samstag um 14 Uhr treffen Fortuna Neukirchen (5.) und der SV Groitzsch (9.) aufeinander. Die Einheimischen gehen als Favorit in dieses Match, haben das Hinspiel mit 4:1 für sich entschieden und sind gegen den kommenden Kontrahenten seit sechs Spielen ungeschlagen. Coach Andreas Scheibe ist optimistisch, dass seine Schützlinge in der zweiten Halbserie nicht so viele Punkte verschenken wie im Herbst: „Denn eine Platzierung auf dem Treppchen wollen wir nicht aus den Augen verlieren. Für ganz oben dürfte es eher nicht langen, da erscheint mir Pegau zu stark. Gegen die Groitzscher wollen wir unbedingt erfolgreich starten. Personelle Probleme gibt es keine, zumal die Zweite ja noch nicht spielt.“

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Dirk Eschenbaum hat als Trainer der Schusterstädter in dieser Beziehung dagegen einige Sorgenfalten: „Ich hätte schon gern ein paar Leute mehr zur Verfügung. Ausfälle wie Andy Wiesehügel (Schien und Wadenbeinbruch) tun da besonders weh. Und das Auftaktprogramm hat es richtig in sich – Neukirchen, Kitzscher, Gnandstein. Dennoch wollen wir am Schluss des Spieljahres im Bereich Rang 5 bis 7 ins Ziel kommen. Trotz des unglaublich schlechten Saisonstarts, als wir wahnsinnig viele Punkte eingebüßt haben.“

Thierbacher wollen in Otterwisch etwas Zählbares mitnehmen

Am Sonntag um 14 Uhr kreuzen schließlich der Otterwischer SV (4.) und der Thierbacher SV (6.) im Jahn-Sportpark die Klingen. Das 1:1-Unentschieden in der Hinrunde war damals die Punktspielpremiere, denn davor stand man sich nur in Test und Pokalspielen gegenüber. Die Hausherren müssen derzeit auf den erkrankten Coach Matthias Gast verzichten, welcher voraussichtlich bis Anfang März von Enrico Kessing vertreten wird. In den Vorbereitungsspielen gab es gegen höherklassige Konkurrenz beachtliche Ergebnisse, was Abteilungsleiter Lutz Grohme zuversichtlich stimmt: „Wir sind mit den bislang gezeigten Leistungen ohnehin weitestgehend zufrieden, als Absteiger ist man immer ein Gejagter. Zudem haben wir mit Ausnahme von drei Routiniers eine blutjunge Mannschaft, die noch entwicklungsfähig ist. Von unserer Seite aus kann es wieder los gehen. Nur den Platz ab kreiden müssen wir noch.“

Die Gäste aus dem Revier müssen im Moment beziehungsweise in Zukunft ohne einige führende Köpfe klar kommen. Das Trainergespann Steve Babucke/Holger Heil weilt zusammen mit dem ehemaligen Coach Mike Richter zur Zeit im Karibik-Urlaub und wird deshalb in Otterwisch fehlen. Demnach kehrt dass Trio in Kürze zurück nach Thierbach. Anders verhält sich die Sache bei Andreas Arbeit, denn der Leistungsträger hat den Verein aus persönlichen Gründen inzwischen in Richtung des Lokalrivalen FSV Kitzscher verlassen. Ungeachtet dessen bleibt TSV-Vorsitzender Jürgen Kleditzsch positiv gestimmt: „Bis jetzt haben wir uns wirklich anständig präsentiert. Die jungen Kerle machen schon mächtig Betrieb. Und in Otterwisch wollen wir auch etwas Zählbares mitnehmen.“