08. Februar 2020 / 18:33 Uhr

Das Spitzenspiel Energie Cottbus gegen Lok Leipzig kennt keinen Sieger

Das Spitzenspiel Energie Cottbus gegen Lok Leipzig kennt keinen Sieger

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Paul Schinke erzielte das 2:0 für den 1. FC Lokomotive Leipzig.
Paul Schinke erzielte das 2:0 für den 1. FC Lokomotive Leipzig. © Thomas Gorlt
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Vor 9544 Zuschauern trennen sich Energie Cottbus und Lok Leipzig im aktuellen Regionalliga-Spitzenspiel 2:2. Schlussendlich haben sowohl das Gespür von Energies Trainer Abt als auch enorm nachlassende Leipziger das Remis zu verantworten.

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Cottbus. Vor 9544 Zuschauer*innen, darunter 2000 mitgereiste Leipziger, trennen sich Energie Cottbus und Lok Leipzig im Regionalliga-Spitzenspiel 2:2. In einer hitzigen Partie mit zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, entscheidet das Gespür von Energies Trainerdebütant Sebastian Abt, der zur Pause die richtigen Veränderungen vornimmt, aber auch die enorm nachlassenden Leipziger.

Wolfgang Wolf hält im Vorfeld sein Versprechen und verändert die Elf nach dem 0:0 gegen Viktoria Berlin nicht. Ob es an den richtigen Worte von Wolf, an den fünf Ex-Lausitzern, die bei Lok Leipzig in der Startformation stehen oder, wie Co-Trainer Nicky Adler erklärt: „Wir haben erfahrene Spieler, vielleicht hat sich der ein oder andere junge von Energie in die Hose gemacht zu Beginn“, am Altersunterschied liegt – die Gäste aus der Messestadt beginnen furios. Nach 90 Sekunden verpasst Sascha Pfeffer alleine vor dem Cottbuser Tor die frühe Führung. Doch David Urban springt acht Minuten später für ihn ein. Nach einem unabsichtlichen Schlag in Matthias Steinborns Gesicht gibt es Freistoß zentral vor dem Tor, Urbans flacher Vollspannschuss aus 17 Metern zischt unter der Mauer zum 0:1 ins Eck.

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Zwar liegen die blau-gelben Leipziger zur Pause mit 2:0 Toren vorn, doch die Cottbuser können das Regionalligaspiel durch eine Energieleistung in der zweiten Halbzeit noch ausgleichen. Zur Galerie
Zwar liegen die blau-gelben Leipziger zur Pause mit 2:0 Toren vorn, doch die Cottbuser können das Regionalligaspiel durch eine Energieleistung in der zweiten Halbzeit noch ausgleichen. © Thomas Gorlt
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Lok Leipzig lässt daraufhin nicht ab, ist präsenter am Boden und in der Luft, tut den Gastgebern im wahrsten Sinne des Wortes weh und ist dadurch griffiger in den direkten Duellen. Wie in der 19. Minute: einen langen Ball aus der Leipziger Hälfte kann Stürmer Djamal Ziane komplett frei in den Strafraum verlängern, Paul Schinke schüttelt den Gegner ab wie Kühe lästige Fliegen und erhöht den Abstand schlitzohrig auf zwei Buden.

In der temporeichen Partie schafft es Lok Leipzig, Energie die meiste Zeit von der eigenen Hälfte fernzuhalten. Energie Cottbus wird selten richtig gefährlich, nur Routinier und Kapitän Dimitar Rangelov blitzt immer wieder mit fußballerischer Finesse auf.

Der eiserne Taz kann begeistern

In der zweiten Hälfte dreht sich das Spiel jedoch um 180 Grad. Adler warnt bereits in der Pause am MDR-Mikrofon: „2:0 ist das schlimmste Halbzeitergebnis“, und soll damit Recht behalten. Trainer Abt bringt zunächst offensive Power und wechselt Neuzugang Dominik Pelivan sowie einen seiner drei Topscorer, den 21-jährigen Berkan Taz, für die letzten 45 Minuten ein. Und die Leihgabe von Bundesligist Union Berlin hat keine Startschwierigkeiten, begeistert das Publikum durch freche Dribblings und tritt in der 51. Minute zum Freistoß halblinke Position an. Der Standard findet seinen Stürmerkollegen Felix Brügmann, der zum Anschlusstreffer einköpft.

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Die Leipziger Gäste verlieren komplett den Faden, finden diesen auch nicht mehr wieder und werden von Abts Männern immer weiter hinten rein gedrückt. Dabei springt jedoch lange nichts Zählbares heraus. Erneut ist der 36-ährige Rangelov, immerhin 40-maliger bulgarischer Nationalspieler und deutscher Meister mit dem BVB, durch einen Lupfer und klugen Pässen auffällig. Lok hingegen versucht sich, zum Schlusspfiff zu retten, wechselt Neuzugang und Defensivexperte Niklas Brandt ein und mauert. Ohne Erfolg: In der 82. Minute trifft Brügmann nach Flanke von Joker Pelivan zum Doppelpack und Ausgleich. Damit bleiben die Lausitzer auf Platz zwei und Lok Leipzig zwei Punkte dahinter.

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