03. Dezember 2019 / 08:44 Uhr

Spitzenteam oder graue Maus: Wo liegen die Grenzen für den SC DHfK Leipzig?

Spitzenteam oder graue Maus: Wo liegen die Grenzen für den SC DHfK Leipzig?

LVZ
Leipziger Volkszeitung
DHfK-Coach André Haber kann aktuell sehr zufrieden sein mit seinen Jungs.
DHfK-Coach André Haber kann aktuell sehr zufrieden sein mit seinen Jungs. © Christian Modla
Anzeige

Die letzten Auftritte der Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig machen Mut. Gegen Spitzenteams wie die Rhein-Neckar Löwen und den THW Kiel unterlag man erst in der Schlussphase. Gegen Hannover und Melsungen gelangen überzeugende Siege. In der Tabelle stehen die Grün-Weißen blendend da.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Es sah zeitweise nach einer Demonstration aus, als die Erstliga-Handballer des SC DHfK Leipzig am Sonntag den TSV Hannover-Burgdorf nach allen Regeln der Kunst auseinander nahmen und zeitweise mit neun Toren Vorsprung führten. Erst in den letzten zehn Minuten knickte die Mannschaft von Trainer André Haber etwas ein, ohne aber ernsthaft den Sieg zu gefährden.

Mit 15 Partien liegt knapp die Hälfte der Saison hinter den Grün-Weißen. Sie haben 18 Zähler auf dem Konto, liegen auf Rang acht, der dritte Platz ist aber nur vier Punkte entfernt. Spitzenteam in Lauerstellung oder graue Maus im Mittelfeld – wie ist der SC DHfK aktuell einzuschätzen?

DURCHKLICKEN: Bilder zum Sieg gegen Hannover

Dank einer ganz starken Vorstellung besiegen die Handballer des SC DHfK Leipzig den TSV Hannover-Burgdorf. Zur Galerie
Dank einer ganz starken Vorstellung besiegen die Handballer des SC DHfK Leipzig den TSV Hannover-Burgdorf. © Christian Modla
Anzeige

„Wir haben ein paar Punkte liegen lassen"

„Wenn man die Ergebnisse anschaut und sieht, wie wir den Ball haben laufen lassen, können wir uns zu den Spitzenmannschaften zählen“, findet Rückraumspieler Philipp Weber. Die vergangenen fünf Partien allesamt gegen Topteams der Liga bestärken ihn. Zwar stehen statt möglicher zehn gerade vier Punkte zu Buche. Die Ergebnisse und vor allem die Auftritte geben Weber recht. Mit etwas mehr Glück wäre für die Leipziger auch bei den Ein-Tor-Niederlagen gegen Magdeburg, die Rhein-Neckar-Löwen und in Kiel etwas Zählbares drin gewesen.

Die interne Zielsetzung lautete vier Punkte aus diesen Begegnungen zu holen. Netter Nebeneffekt: Mit 143:140 ist das Torverhältnis sogar positiv. Linksaußen Lukas Binder haderte deshalb auch gar nicht mit den Verlusten gegen die Top-Teams. „Die Niederlagen gegen Friesenheim und Nordhorn haben gezeigt, was uns nach ganz oben noch fehlt“, legt er den Finger in eine noch nicht verheilte Wunde. Mit Erfolgen gegen die beiden Abstiegskandidaten wären die Leipziger auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

Mehr zum SC DHfK

„Die Tabelle lügt nicht. Unser Platz spiegelt sehr gut wider, wie wir bisher gespielt haben“, sagt der Coach. „Wir haben ein paar Punkte liegen lassen, die wir gerne mitgenommen hätten – haben aber auch einige außergewöhnliche Punkte eingefahren.“ Mit der aktuellen Punkteausbeute zeigt sich der Cheftrainer zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir mit den Topteams der Tabelle mithalten können – aber so wird letztlich eine Tabelle nicht gemacht. Sie entsteht durch die Stabilität einer Mannschaft“, so Haber weiter. Genau daran wolle der SC DHfK weiter arbeiten.

Mehrere Erfolgsfaktoren

Was ist gegenüber den Vorjahren also anders beim SC DHfK? André Haber hat aus seinem breiten Kader eine schwer auszurechnende Truppe geformt. Gegen Hannover trafen elf Spieler. Der Chefcoach kann für einzelne Spieler Ruhepausen einbauen, ohne dass die Leistungskraft des Teams verloren geht.

Auch das ist neu: Der SC DHfK verwandelt zuverlässig seine Strafwürfe. Lucas Krzikalla hat sich mit einer Quote von fast 87 Prozent zu einem der Topscorer der Liga von der Siebenmetermarke entwickelt. Topleute wie Uwe Gensheimer (80 Prozent) oder Hans Lindberg (gut 76 Prozent) können da nur staunen. Dazu kommt eine variable Abwehr mit den schellen Bastian Roscheck und Maximilian Janke oder den robusten Marko Mamic und Philipp Müller. Dahinter hat Torhüter Joel Birlehm sofort in der 1. Bundesliga gezündet.

Fünf Partien hat der SC DHfK in diesem Jahr noch vor sich und eine Siegesserie erscheint nicht ausgeschlossen. Philipp Weber würden solche Erfolge in die Karten spielen. Er spekuliert noch auf ein Ticket für die Europameisterschaft. „Ich hoffe, auf den Zug noch aufzuspringen“, sagt er. Neben dem 27-Jährigen dürfen sich auch Franz Semper und Luca Witzke Hoffnungen machen. Der erweiterte Kader muss bis zum 5. Dezember und das endgültige Aufgebot bis 8. Januar gemeldet werden.

Matthias Roth, Tilman Kortenhaus

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN