26. Juli 2021 / 19:47 Uhr

Spontaner Test: Dynamo Dresden besiegt SC Freital mit 5:1

Spontaner Test: Dynamo Dresden besiegt SC Freital mit 5:1

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Rico Tänzer (links) Freital, Jongmin Seo (rechts) Dynamo.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (r.) beobachtet von der Bank aus, wie Jong-min Seo (M.) Freitals Rico Tänzer den Ball abluchsen will. © Steffen Manig
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Der Landesligist bietet der B-Elf der Schwarz-Gelben phasenweise ordentlich Paroli. Das Ergebnis ist am Ende dennoch eindeutig, weil fünf verschiedene Schützen für die SGD einnetzen.

Dresden. Die Ansetzung kam überraschend, das Ergebnis nicht: Dynamo Dresden hat in einem kurzfristig bekanntgegebenen Testspiel am Montagabend gegen den Landesligisten SC Freital mit 5:1 gewonnen. Mit einer Mannschaft aus Ersatz- und Ergänzungsspielern dominierte der Zweitligist zwar das Geschehen, doch der ambitionierte Sechsligist, der erst in einem Entscheidungsspiel den Oberliga-Aufstieg verpasst hatte, bot ordentlich Paroli.

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Freital wenig beeindruckt

Die Partie im Trainingszentrum am Messering wurde um 18 Uhr angepfiffen, als die Gewitterwolken abgezogen und die Temperaturen etwas kühler waren. Die Schwarz-Gelben hatten jedoch sofort Betriebstemperatur erreicht. Gleich der erste Vorstoß war von Erfolg gekrönt, weil Jong-min Seo gesehen hatte, dass Schlussmann Christopher Hauswald zu weit vorm Freitaler Tor stand. Der Heber des Südkoreaners aus 20 Metern senkte sich zum frühen 1:0 in die Maschen (2.).

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Test-Sieg von Dynamo gegen Freital

Die SG Dynamo Dresden lässt sich nicht lumpen und gewinnt den Test gegen Sachsenligist SC Freital standesgemäß mit 5:1. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden lässt sich nicht lumpen und gewinnt den Test gegen Sachsenligist SC Freital standesgemäß mit 5:1. ©

Auch der zweite Treffer ließ nicht lange auf sich warten: Bei einer schönen Kombination ging es den Gästen wohl zu schnell. Philipp Hosiner schloss direkt ab und stellte auf 2:0 (5.). Auch eine nominell zweite Reihe bei einem Zweitligisten lässt sich sehen. Vor allem die Angriffsreihe mit Hosiner, der in der Vorsaison mit zehn Drittligatreffern zum Aufstieg beigetragen hatte, sowie mit Pascal Sohm und Luka Stor hatte es in sich.

Die Freitaler, die sich aktuell mitten in der Saisonvorbereitung befinden und am 8. August mit einem Sachsenpokalspiel gegen Crostwitz starten, zeigten sich dennoch wenig beeindruckt und tauchten hin und wieder vorm Dresdner Tor auf. Dann kamen sie zum Anschluss – auf ungewöhnliche Weise. Sandro Schulze verwandelte einen Eckball direkt (14.), Oliver Genausch im Zentrum war nicht mehr dran. Da sahen weder die Dresdner Verteidigung, noch Schlussmann Anton Mitrjuschkin gut aus.

Mitrjuschkin mit Reflex

Doch es dauerte nicht lange, da stellten die Hausherren den alten Abstand wieder her. Luka Stor netzte nach Vorlage von Hosiner zum 3:1 ein (21.). Doch die Weißeritztaler erwiesen sich weiter als unbequemer Sparringspartner. Das musste auch Paul Will erfahren, der Mitte des ersten Durchgangs von einem Freitaler getroffen wurde. „Scheiß Grätsche“, fluchte Trainer Alexander Schmidt in Sorge um seinen Profi an der Linie. Für Will ging es noch ein paar Minuten weiter, in der 31. Minute kam dann Diawusie für ihn ins Spiel.

Zur Pause gab es Applaus für die Dresdner von den etwas mehr als 100 Zuschauern, die das Geschehen auf dem Gelände direkt am Spielfeldrand verfolgen durften. Fast hätten sie zu Beginn der zweiten Halbzeit den erneuten Freitaler Anschlusstreffer gesehen, doch Mitrjuschkin hatte etwas dagegen. Dynamos russischer Torwart klärte mit gutem Reflex gegen den allein auf ihn zugelaufenen Philip Weidauer (48.).


„Golle“ steht goldrichtig

Stattdessen baute Dynamo seine Führung weiter aus. Pascal Sohm traf nach Seos Vorarbeit zum 4:1 (53.). Mangels weiterer Wechselspieler – die Profis, die am Sonnabend Ingolstadt mit 3:0 schlugen, hatten unmittelbar vor dem Test selbst trainiert und bis auf Auswechselkeeper Eric Herrmann saß niemand auf der Bank – hatte Schmidt zwischenzeitlich lediglich einige Positionen neu verteilt, später stellte er auch von der Vierer- auf eine Dreierkette um.

Damit mussten sich seine Mannen erst mal zurechtfinden. Gut aus ihrer Sicht, dass es nur ein Test war. Vor allem, als Mitrjuschkin sich nach einem Rückpass beim Abschlag zu viel Zeit ließ und den dazwischengesprinteten Weidauer im Strafraum umsenste. Was unter Pflichtspielbedingungen noch eine dunkelgelbe Karte zur Folge gehabt hätte, endete hier mit einem Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Jens Klemm. Doch Mitrjuschkin machte seinen Fehler wieder gut, lenkte den Strafstoß von Ex-Dynamo Robin Fluß unter Mithilfe des Außenpfostens neben seinen Kasten (68.).

Fast hätte Hosiner noch seinen zweiten Treffer des Abends absolviert, bei seinem schönen Schuss (79.) hatte Simon Gollnack jedoch dem Keeper in Abseitsposition die Sicht genommen – das Tor fand keine Anerkennung. Kurz darauf stand „Golle“ dann aber goldrichtig, als er völlig freistehend eine Stor-Flanke per Kopfball zum 5:1-Endstand verwertete (84.).

Dynamo-Aufstellung: Mitrjuschkin – Gollnack, Akoto, Aidonis, Kühn – Kulke, Will (31. Diawusie), Seo – Hosiner, Sohm, Stor