01. Juli 2020 / 18:38 Uhr

Sport frei unter freiem Himmel

Sport frei unter freiem Himmel

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
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Spiele wie die Landesliga-Partie im November 2019 zwischen Brieselang und Premnitz sind ab sofort möglich. © Kevin Päplow
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Brandenburg erlaubt nun auch Wettkämpfe mit Zuschauern.

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Für Christian Eichelmann war der Mittwoch ein guter Tag. Der neue Trainer des Fußball-Landesligisten SV Grün-Weiss Brieselang kann nun endlich die Planungen für die Saisonvorbereitungen konkretisieren und Testspiele verbindlich vereinbaren. Denn der Fußball-Landesverband Brandenburg teilte mit, nach der Corona-Pause seien „Training und Wettkampf, also auch Freundschaftsspiele und Turniere, ab sofort in allen Ligen und im Freizeitbereich wieder möglich“. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport habe dem FLB auf eine Anfrage bestätigt: „Mannschafts- und andere Kontaktsportarten unter freiem Himmel sind nun auch für Erwachsene ohne Abstand möglich.“ Zuvor waren der Sport für Jugendliche bis 27 Jahre und der Trainingsbetrieb für Erwachsene freigegeben worden.

„Bisher stand ich zwischen Baum und Borke“, sagt der 37-jährige Eichelmann, der bis September Brieselangs Landesliga-Rivalen SC Oberhavel Velten trainierte. „Ich konnte nicht so richtig planen. Jetzt freue ich mich, dass ich ins Detail gehen kann.“ Offen sei nun nur noch, ob die Saison wie ursprünglich geplant startet. Eichelmann: „Ich gehe erstmal vom 15.  August aus.“

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Dann dürfen laut FLB auch Zuschauer zu den Spielen kommen: „Trainings- und Wettkampfbetrieb sind mit Zuschauern erlaubt. Eine zahlenmäßige Begrenzung ergibt sich lediglich aus der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelung und aus dem Verbot von Großveranstaltungen (mehr als 1000 Personen).“ Allerdings gelte auch auf Outdoor-Sportanlagen für Zuschauer das Abstandsgebot von 1,5 Meter.

Für die Sportler bleibt es abseits des Spielfeldes bei strengen Hygienevorschriften, so der FLB. In Duschen, Waschräumen und Umkleideräumen sei strikt das Abstandsgebot einzuhalten. Auch auf der Trainerbank und außerhalb des Spielfeldes muss Abstand gehalten werden. Nur die reine Sportausübung ist vom Abstandsgebot befreit.

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Darüber hinaus sei zu beachten, dass der Zutritt und der Aufenthalt von Personen gesteuert und beschränkt sein muss. Anwesenheitslisten seien nicht durch die Umgangsverordnung vorgeschrieben. Allerdings sind regelmäßig Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen, insbesondere, wenn Geräte gemeinsam genutzt werden. „Anderslautende kommunale und städtische Bestimmungen bzw. Entscheidungen des Rechtsträgers sind zu beachten. Der Betreiber kann jedoch eigenständig festlegen, welche strengeren Regeln gelten.“ Außerdem, so der FLB, sind Geräte- und Umkleideräume, WC- und Sanitäranlagen nutzbar. „Die Nutzung sanitärer Einrichtungen und Umkleiden erfolgt unter strikter Einhaltung der Abstandsregelung und regelmäßigen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen.“

Dagegen wartet der Amateur- und Jugendfußball in Berlin weiter auf den Re-Start. Auch in der neuen Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats wird weiterhin ausnahmslos nur kontaktloser Sport erlaubt. „Die BFV-Geschäftsführung befindet sich in intensiven Gesprächen mit den höchsten Stellen der Berliner Landespolitik“, teilte der Berliner Fußball-Verband (BFV) mit, „um eine möglichst zeitnahe Wiederaufnahme des regulären Trainings- und auch Wettkampfbetriebs umsetzen zu können“.