16. November 2021 / 15:59 Uhr

2G, 3G: Diese Regeln gelten jetzt im Amateurfußball

2G, 3G: Diese Regeln gelten jetzt im Amateurfußball

Jana Baumann
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Regeln für Sport im Freien unterscheiden sich von Land zu Land. Teilweise greifen ab einer bestimmten Zuschauerzahl strengere Vorgaben.
Die Regeln für Sport im Freien unterscheiden sich von Land zu Land. Teilweise greifen ab einer bestimmten Zuschauerzahl strengere Vorgaben. © Imago/Claus Bergmann; #GABFAF-Grafik
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In Sachsen greift wahrscheinlich zum Wochenende eine strenge 2G-Regel. Der Verband hat schon angekündigt, dann alle Spiele abzusagen. Ansonsten kann grundsätzlich noch überall (draußen) gespielt werden - wenn auch unter unterschiedlichen Bedingungen. Der #GABFAF-Überblick über die aktuellen Regeln in den Bundesländern.

Dieser Artikel ist Teil der Amateurfußball-Initiative #GABFAF. Weitere Informationen auf gabfaf.de

Die Corona-Zahlen steigen rasant, die Inzidenz ist seit Beginn der Pandemie auf einem Rekordhoch. Wie geht es jetzt mit dem Amateurfußball weiter? Die Regeln werden von den Bundesländern vorgegeben. Entsprechend gelten in den 21 DFB-Landesverbänden in den nächsten Tagen unterschiedliche Vorgaben. Möglicherweise gibt die Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag weiter Aufschluss. Wie viel Sport ist in diesem Kalenderjahr noch möglich? #GABFAF gibt einen aktuellen Überblick. Stand: 16. November 2021.

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In den meisten Fußball-Landesverbänden ist der Spielbetrieb im Freien ohne Einschränkungen möglich und kann ­fortgesetzt werden. Amateurfußballerinnen und Amateurfußballer müssen in diesem Fall nicht geimpft, genesen oder getestet sein. In einigen Bundesländern, namentlich Baden-Württemberg, Hessen und den ostdeutschen Ländern mit Ausnahme von Sachsen und Berlin, gilt dagegen die 3G-Regel. Dort müssen die Akteure, aber auch beispielsweise der Trainerstab sowie Schiris, geimpft, genesen oder getestet sein. Für nicht-immunisierte Personen reicht ein negativer Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausgenommen sind Kinder und minderjährige Schülerinnen und Schüler, die sowieso regelmäßigen getestet werden.

In Rheinland-Pfalz bestimmen die Landkreise ihre jeweilige Warnstufe. Im Erwachsenen-Spielbetrieb dürfen maximal 25 Nicht-Immunisierte bei Warnstufe 1, maximal zehn bei Warnstufe 2 und maximal fünf bei Warnstufe 3 am Spielgeschehen teilnehmen.

Im sächsischen Fußball-Verband gilt die 2G+10-Regel. Hier dürfen maximal zehn Personen, wie Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder andere Beteiligte, die nicht genesen oder geimpft sind, am Spiel teilnehmen. Einige Kreisverbände haben daraufhin den Spielbetrieb eingestellt. Anderswo lief er noch, aber ein Großteil der Spiele wurde abgesagt - auch auf Landesebene. „Der Aufwand für das letzte Wochenende war irre. Zu jedem Spiel und Turnier gab es im Vorfeld Mailkontakt. Dazu Kontakt zum Verband, zum Staffelleiter. Das ist rein im Ehrenamt und nur abends nebenbei nicht zu bewältigen“, so Vereinschef Stephan Schmidt von der SG Rotation 1950 gegenüber dem SPORTBUZZER.

Noch diese Woche könnte die nächste Stufe greifen, wodurch die Regeln nochmal verschärft werden. Der Sächsische Landesverband hat deshalb bereits angekündigt, in diesem Fall sämtliche Spiele abzusagen.

Wegen der dynamischen Lage können sich die Regeln auch kurzfristig wieder ändern.


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Die Regeln der Bundesländer im Detail

Württembergischer, Badischer und Südbadischer Fußballverband: Der Trainingsbetrieb des Amateurfußballs im Freien sieht die 3G-Regel vor. Genesene, vollständig Geimpfte und getestete Personen haben Zutritt. Hierbei reicht ein negativer Antigen-Schnelltest.

Während des Trainingsbetriebs in Innenräumen gilt für Spieler und Spielerinnen die 3G+ Regelung. Dabei sollten sie geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR-Test vorweisen können.

Für den Spielbetrieb im Freien und in Innenräumen gilt weiterhin die 3G-Regelung. Vertragsspieler und Beschäftigte wie Trainer, Schiedsrichter und Teamoffizielle sind sowohl im Trainings-, als auch beim Spielbetrieb in die 3G-Regel eingeschlossen. Bei nicht-immunisierten Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahre ist immer ein negativer Antigen-Schnelltest ausreichend.

Der Württembergische Fußballverband hat vor dem Hintergrund der Infektionsentwicklung die Verbands-Hallenmeisterschaften im Winter abgesagt. Auch die Bezirks-Hallenwettbewerbe wurden abgesagt. In der Halle könnte mit der Alarmstufe bald die 2G-Regelung gelten.

Hessischer Fußball-Verband: In Hallen und anderen Innenräumen von Sportanlagen gilt die 3G+-Regel für den Trainings- und Spielbetrieb. Nicht-immunisierte Erwachsene müssen einen negativen PCR-Test vorlegen. Bei Kindern und Jugendlichen genügt das Testheft der Schule als Nachweis. Ob der PCR-Test auch für Schiedsrichter, Trainer und Betreuungspersonal notwendig ist, klärt der Verband noch. Im Freien gilt 3G.

„Die 3G+-Regel hat massive Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb in den Hallen. Vereine müssen streng den Zugang kontrollieren und entsprechende Nachweise verlangen. Unser Spielbetrieb ist aber noch nicht gefährdet“, heißt es von Stefan Reuß, Präsident des hessischen Fußballverbandes.

Bayerischer Fußball-Verband: Für Amateurfußballer im Freien gilt in Bayern bei bis zu 1.000 Zuschauern keine 3G-, 2G- oder 2G plus-Regel, auch dann nicht, wenn Duschen, Umkleiden oder/und Toiletten im Innenbereich genutzt werden. In geschlossenen Räumlichkeiten gilt für Spieler und Besucher 2G. Nur Geimpfte und Genesene haben Zugang. Genauso wie Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht beendet haben. Minderjährige Schüler über 12 Jahre, die regelmäßig an Schulen getestet werden, können übergangsweise bis 31. Dezember 2021 zu 2G zugelassen werden, um sich in dieser Zeit impfen zu lassen. Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige, die weder geimpft noch genesen sind, müssen an mindestens zwei Tagen pro Woche PCR-Tests absolvieren.

Südwestdeutscher Fußballverband und der Fußballverband Rheinland: Im Amateurfußball gelten für den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Außenbereich keine Einschränkungen. Lediglich bei Veranstaltungen im Freien, bei denen Zuschauer und Teilnehmer feste Plätze einnehmen und der Zutritt auf Basis einer Einlasskontrolle erfolgt, gilt die Testpflicht. Hierbei ausgenommen sind Geimpfte und Genesene sowie Kinder und Schüler.

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Seit dem 12.09.2021 gibt es in Rheinland-Pfalz drei unterschiedliche Warnstufen. Diese werden durch die Landkreise des Spielorts bestimmt. Im Erwachsenen-Spielbetrieb dürfen maximal 25 Nicht-Immunisierte bei Warnstufe 1, maximal zehn bei Warnstufe 2 und maximal fünf bei Warnstufe 3 am Spielgeschehen teilnehmen. Es gilt die Testpflicht. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, wie Umkleiden, Duschen oder Toiletten ist für alle Teilnehmer am Sportbetrieb gestattet.

Saarländischer Fußballverband: Der Amateurfußball im Außenbereich ist ohne Einschränkungen erlaubt. Sport im Innenbereich ist bei Vorlage eines 3G-Nachweises erlaubt. Ausgenommen von der Regel sind Kinder und Schüler.

Fußball-Verband Mittelrhein, Fußballverband Niederrhein, Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen: Im Außenbereich bis 2.500 Personen, inklusive Zuschauer, gelten keine Einschränkungen für den Amateurfußball. Die Nutzung von Toiletten, Umkleiden und Innenräumen ist möglich. Im Außenbereich ab 2501 Personen ist der Zugang auf Immunisierte und Getestete beschränkt. Im Innenbereich ist der Zugang auf Immunisierte (geimpft oder genesen) und Getestete beschränkt. Getestete Personen gelten als solche, wenn sie ein negatives Ergebnis eines höchstens 24 Stunden alten Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests vorweisen können. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen keinen Testnachweis. Schüler wird der Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt.

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband: Außerhalb geschlossener Räume ist der Amateurfußball ohne Einschränkungen möglich. Es gelten zudem keine Obergrenzen für die Zahl von Sporttreibenden und Zuschauern. In Innenräumen gilt die 3G-Regel. Ein Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein. Kinder müssen keinen Test vorlegen. Auch minderjährige Schüler müssen sich aufgrund der regelmäßigen Schultestungen für den außerschulischen Sport nicht nochmal testen lassen.

Hamburger Fußball-Verband: In Hamburg besteht neben dem 3G-Zusatzmodell eine 2G-Option. Diese ermöglicht es Geimpften und Genesenen unter weniger strengen Regeln zusammenzukommen. Bei Sport im freien ist kein negativer Corona-Test erforderlich. In geschlossenen Räumen muss ein negativer Corona-Testnachweis vorgelegt werden. Ein Schnelltest darf höchstens 24 Stunden alt sein. Kinder und Schüler sind von der Testpflicht ausgenommen.

Bremer Fußball-Verband: In Bremen gilt derzeit die Warnstufe 0. Dadurch fällt die 3G-Regel weg. Ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie Hygienemaßnahmen und das Belüften von geschlossenen Räumen werden empfohlen. Es gibt keine Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen.

Niedersächsischer Fußballverband: Für den Spiel- und Trainingsbetrieb im Freien findet die 3G-Regel keine Anwendung. Auch Personen, die nicht genesen oder geimpft sind, können am Spielbetrieb teilnehmen. Innenräume dürfen nur von Personen genutzt werden, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet worden sind. Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gilt die 3G-Regel nicht.

Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern: In einigen Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern gilt ab Mittwoch die 2G-Regelung. Ab 18 Jahren ist Sport im Innenbereich nur noch möglich, wenn man genesen oder geimpft ist. Ansonsten gilt: Für Innenräume müssen sich erwachsene Amateurfußballer testen lassen. Im Außenbereich hat die 2G-Regelung zunächst keinen Einfluss. Ausgenommen sind Kinder und Schüler.

Fußballverband Sachsen-Anhalt: Amateurfußballer in Sachsen-Anhalt müssen im Innen- und Außenbereich die 3G-Regelung einhalten. Ausgenommen sind Kinder und Schüler.

Berliner Fußball-Verband: Fußball im freien ist ohne einen Impfnachweis oder einen Coronatest erlaubt. Für das Betreten von Funktionsgebäuden auf der Sportanlage gilt die 2G-Regelung. Amateurfußball in der Halle ist für Erwachsene nur mit 2G zulässig.

Fußball-Landesverband Brandenburg: In Brandenburg gilt für den Amateurfußball die 2G-Regelung in geschlossenen Räumen durch volljährig Sportausübende. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, die einen negativen Test vorweisen können. Die 2G-Regel trifft nicht auf das Fußballspielen im Freien zu, dort gibt es keine Einschränkungen.

Thüringer Fußball-Verband: In Thüringen gilt 3G im gesamten organisierten Sport.

Sächsischer Fußball-Verband: Aktuell dürfen maximal zehn Personen, wie Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder andere Beteiligte, die nicht genesen oder geimpft sind, am Spiel teilnehmen. Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres bleiben unberücksichtigt.