13. August 2020 / 07:44 Uhr

Alle Achtung: Mutige Dedenser fordern TSV Havelse bei der SPORTBUZZER-Challenge

Alle Achtung: Mutige Dedenser fordern TSV Havelse bei der SPORTBUZZER-Challenge

Maximilian Bosse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dedensens Dennis Friesen ärgert mit seinem Lattentreffer den großen Nachbarn.
Dedensens Dennis Friesen ärgert mit seinem Lattentreffer den großen Nachbarn. © Debbie Jayne Kinsey
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Den Schock, im Achtelfinale der SPORTBUZZER-Challenge gegen einen Regionalligisten antreten zu müssen, hat die Reserve des SV Dedensen schnell verdaut. Das Team aus der 3. Kreisklasse hatte beim TSV Havelse nichts zu verlieren und ging sogar in Führung. Am Ende stand jedoch das erwartete Aus. Egal!

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Eigentlich war es eine gute Leistung der Zweitvertretung des SV Dedensen. Dass das Ergebnis bei der SPORTBUZZER-Challenge – präsentiert von sportkluft.eu und dem Sporthotel Fuchsbachtal – letztendlich derart hoch ausgefallen ist, ist wohl eher auf die starken Einzelspieler des TSV Havelse zurückzuführen. Nicht umsonst trennen die beiden Teams ganze sechs Ligen.

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„Zuerst waren die Jungs geschockt, dass sie gegen den Regionalligisten ran müssen. Ich habe ihnen dann gesagt, dass noch nichts entschieden ist und genau in dem Modus alles möglich ist“, sagt Dirk Steuber, Trainer der Dedenser, die in der 3. Kreisklasse beheimatet sind. Für eine Sensation im Achtelfinale hat es dennoch nicht gereicht. Trotzdem: Mit der Einstellung will der SV Dedensen II auch in die nächste Spielzeit gehen.

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (Achtelfinale) zwischen dem TSV Havelse und SV Dedensen

Der Havelser Nikos Elfert gönnt sich nach seinem Pfostenlauf eine Verschnaufpause. Zur Galerie
Der Havelser Nikos Elfert gönnt sich nach seinem Pfostenlauf eine Verschnaufpause. ©

Nachdem die letzte Saison für die Dedenser nicht von Erfolg gekrönt war, will der Trainer in diesem Jahr einiges besser machen. Vor dem Abbruch der Spielzeit gewann der SV lediglich drei Spiele und beendete die Saison auf dem drittletzten Platz.

Personalprobleme sollen der Vergangenheit angehören

Dafür verantwortlich seien laut Steuber vor allem Personalprobleme gewesen. „Es war so zusammengewürfelt. Oft haben wir keine Mannschaft voll bekommen. Wir mussten uns dann von mehreren Altherrenspielern aushelfen lassen, die teilweise gar nicht mehr aktiv gespielt haben“, sagt der 48-Jährige. In diesem Jahr ist die Devise klar. Das interne Ziel sei, „im oberen Drittel mitzuspielen“.

Um diese hohen Ziele zu erreichen, hat der Coach sein Team einmal auf links gedreht und völlig neu aufgestellt. Neuzugänge sind Simon Klink (vorher SV Ahlem), Adnan Aldanany, Fabian Hildebrandt (beide TSV Berenbostel), Luca Bieder (TSV Kolenfeld), Stefan Balding und Curdt Blumenthal (beide vereinslos). Luca Hartmann sowie seine Söhne Dennis und Noah Steuber kommen aus der eigenen Jugend.

SPORTBUZZER-Challenge: TSV Havelse - SV Dedensen

Mit den neuen Spielern will der Übungsleiter den Kader deutlich verjüngen und gleichzeitig eine Einheit auf dem Platz schaffen. Für ihn steht „der Teamgeist an oberster Stelle. Die Jungs brennen auf die Saison.“

Besonders heiß soll es auch am kommenden Wochenende noch werden. Und ausgerechnet für diese Zeit hat der Coach ein Trainingslager für seine Mannschaft geplant. Möglich ist dies wegen der Coronakrise nur auf der heimischen Anlage. Auf dem Programm steht dabei unter anderem ein Testspiel gegen die SG Hachmühlen/Altenhagen. „Aktuell habe ich 22 Zusagen“, sagt Steuber – eine gute Beteiligung für die 3. Kreisklasse. Und spätestens nach dieser schweißtreibenden Einheit sollte das Team beruhigt in die neue Spielzeit starten können.

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Apropos schweißtreibend - das war auch die Challenge, ganz kurz sogar für die deutlich favorisierten Havelser. Denn beim Lattenschießen sorgte Dedensens Dennis Friesen gegen Torwartroutinier Alexander Dlugaiczyk für die Führung des Außenseiters. Nachdem allerdings weder Norman Quindt (TSV) noch Nils Klaua (SV) die Tonne getroffen hatten, glich Quindt beim Entscheidungstengeln souverän zum 1:1 aus.

Beim Pfostenlauf lag der Havelser Nikos Elfert nach 35 Sekunden mit 19:18 Berührungen gegen Justin Albrecht vorn. Den Sieg perfekt machten die Havelser Jannis Neugebauer und Antonio Brandt mit 91 Kontakten bei der Balljonglage zu zweit. Steuber und Aldanany (61) schlugen sich aber ebenfalls achtbar. Im Weitschießen sorgte Tobias Fölster gegen Dustin Kiefer für den Punkt zum 4:1.