15. Juli 2020 / 14:04 Uhr

Auf geht's! Zum Start der SPORTBUZZER-Challenge besiegt Brelingen den SV Resse

Auf geht's! Zum Start der SPORTBUZZER-Challenge besiegt Brelingen den SV Resse

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des 1. FC Brelingen und SV Resse haben bei der SPORTBUZZER-Challenge den Anfang gemacht.
Die Spieler des 1. FC Brelingen und SV Resse haben bei der SPORTBUZZER-Challenge den Anfang gemacht. © Christian Hanke
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Die SPORTBUZZER-Challenge bringt den Wettkampf zurück auf Hannovers Fußballplätze. 32 Mannschaften aus der Region sind dabei, das Final Four steigt am 30. August in Barsinghausen. Den Auftakt beim launigen kontaktlosen Kick hat der 1. FC Brelingen mit einem 3:2 im Derby gegen den SV Resse gemacht.

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„Mach den Ausgleich, sonst läufst du nach Resse!“ Alexander Fleischer ist für seine durch Mark und Bein gehende Stimme bekannt. Den Trainer des SV Resse kann niemand überhören. Solche Sprüche gehören bei der SPORTBUZZER-Challenge präsentiert vom Sporthotel Fuchsbachtal und dem Sportausrüster sportkluft.eu dazu.

Derbyzeit statt toter Hose

Schließlich geht es nach Monaten des Stillstandes endlich wieder um etwas. Und ein Derby ist es obendrein. Die Ligenzugehörigkeit spielt keine große Rolle, eher Technik und Fitness. Das hat der 1. FC Brelingen bei seinem 3:2-Heimsieg in der ersten Runde gegen den Nachbarn aus der Wedemark eindrucksvoll bewiesen.

Sportler lechzen nach Wettkampf, danach, sich mit anderen zu messen. Die Resser haben am 22. Februar im Test in Elze ihren letzten Wettbewerb erlebt. Die Brelinger testeten einen Tag später in Barsinghausen. Und seitdem? Stillstand. Tote Hose. Abwarten. Trainieren im luftleeren Raum, alleine und mit Abstand zu den Mitspielern.

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (1. Runde) zwischen dem 1. FC Brelingen und SV Resse

Brelinger und Resser messen sich bei der SPORTBUZZER-Challenge. Zur Galerie
Brelinger und Resser messen sich bei der SPORTBUZZER-Challenge. ©

Die SPORTBUZZER-Challenge kommt also wie gerufen, reißt die Fußballer aus dem tristen Alltag. Und wenn dann noch Lokalkolorit dazukommt, geht die Post ab. Sechs Spieler beider Mannschaften messen sich in fünf Wettkämpfen der etwas anderen Art. Alles passiert mit dem nötigen Abstand.

Für Resses Marven Bendel wird die zehn Zentimeter dicke Latte des Tores gefühlt von Versuch zu Versuch kleiner. Sein Gegner Simon Lott hat mit dem zweiten Schuss von der Strafraumkante das Gehäuse getroffen. Fleischers Androhung zeigt also keine Wirkung. Es bleibt bei einem Lattentreffer – 1:0 für den Gastgeber.

SPORTBUZZER-Challenge: 1. FC Brelingen - SV Resse

Die auf der Torlinie liegende Mülltonne treffen aus 16 Metern weder Robert Foitzik (Brelingen) noch Boi Conrad (Resse), also muss das gleichzeitige Hochhalten des Balles die Entscheidung bringen. Knapp eine Minute lang halten die beiden Konkurrenten den Ball in der Luft, dann unterläuft Conrad der entscheidende Fehler – 0:2.

Das folgende Pfostenrennen kann schon die Entscheidung bringen – doch auch hier werden Fleischers Nerven überstrapaziert. 1,875 Sekunden brauchen David Lott (Brelingen) und Tjark Axt (Resse), um von einem Pfosten zum anderen zu kommen. Beide sind für ihre Klubs auf der Außenbahn unterwegs, dürften zu schnellsten Flitzern zählen. In 30 Sekunden schaffen es beide 16-mal, wobei Lott der 17. Berührung näher ist. Also müssen die Kontrahenten erneut den Ball hochhalten, und diesmal geht dem Brelinger zuerst die Luft aus.

Mehr über die SPORTBUZZER-Challenge

Das Balljonglieren zu zweit ist hingegen eine kurze Angelegenheit. Nachdem Sebastian Limper und Niclas Mielke die Kontrolle über den Ball schon nach der sechsten Berührung verlieren, schießen Hinrich Gudehus und Marco Foitzik den Ball nach neun Wechseln in die Luft. 3:1 für die Brelinger.

Mit dem letzten Schuss kommt Leon Recking im abschließenden Weitschuss an den gegenüberliegenden Zaun und überholt damit den Versuch von Patrick Thies. Ergebniskosmetik.

Die Sportplätze der Nachbarn trennen Luftlinie gerade einmal sieben Kilometer. Nicht nur Resses Trainer schaut zu, auch die komplette Mannschaft. Direkt im Anschluss steht die nächste schweißtreibende Einheit auf dem Plan. Wenigstens wieder mit Kontakt. Die kurze Fahrt legen die Spieler im Auto zurück. Und Bendel darf dann doch noch mit.