16. Juli 2020 / 14:37 Uhr

Ungewohntes Erlebnis, aber: Bei der SPORTBUZZER-Challenge jubelt auch der Verlierer

Ungewohntes Erlebnis, aber: Bei der SPORTBUZZER-Challenge jubelt auch der Verlierer

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Fußballerinnen von Hannover 96 II haben sichtlich Spaß bei der SPORTBUZZER-Challenge.
Die Fußballerinnen von Hannover 96 II haben sichtlich Spaß bei der SPORTBUZZER-Challenge. © Debbie Jayne Kinsey
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Die Fußballerinnen von Hannover 96 II kennen das Gefühl zu verlieren kaum noch. Bei der SPORTBUZZER-Challenge zogen sie gegen die Männer der SG Blaues Wunder deren neue Trainerin Ann-Kathrin Jansen zwar knapp den Kürzeren, hatten beim Duell der 1. Runde aber dennoch jede Menge Spaß.

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Der zweite Verein im Achtelfinale der SPORTBUZZER-Challenge präsentiert von Sportkluft.eu und dem Sporthotel Fuchsbachtal ist die SG Blaues Wunder. Beim Debüt in Kleefeld kam der Bezirksligist mit einem blauen Auge davon, für die Frauen-Reserve von Hannover 96 war die Rückkehr in den Wettkampf hingegen jäh beendet. Doch wie ist es den Spielerinnen, die zuletzt dreimal in Folge aufgestiegen sind, eigentlich in der Corona-Pause ergangen?

"... aber dann kam Corona"

Im Fahrwasser der ersten Mannschaft war das Team von Trainer Martin Drießlein zuletzt mit drei Meisterschaften in Folge in die Oberliga marschiert. Die letzte Niederlage datiert vom 25. November 2018. Ausgerechnet im letzten Landesliga-Spiel vor der Zwangspause setzte es den ersten Punktverlust (1:1 in Rodenberg). „Wir hätten gern die perfekte Saison gespielt, aber dann kam Corona“, sagt Drießlein.

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (1. Runde) zwischen der SG Blaues Wunder und den Frauen von Hannover 96 II

Laura Bobbert freut sich über den Sieg beim Ballhochhalten. Zur Galerie
Laura Bobbert freut sich über den Sieg beim Ballhochhalten. ©

Das Aushängeschild des Vereins will in naher Zukunft an die Zweitligatür klopfen, die Reserve ist ein wichtiger Baustein im Ausbildungsbetrieb. Mit Marina Filipoviv, Annika Bo­de, Luisa Brand, Dania Beuth, Camie Ostermeyer, Greta Krüger und Selin Topatar haben sieben Spielerinnen 96 verlassen.

Eine 25-Jährige "zieht den Schnitt ganz schön hoch"

19,1 Jahre beträgt das Durchschnittsalter des 23-köpfigen Teams – nicht zuletzt, weil mit Lena Ahl, Anna-Lena Penshorn, Melina Prystawek, Antonia Farr, Marlene Firlus, Caya Klingfurt, Melis Samast und Jona Wolter acht U17-Juniorinnen aufrücken. Und Paulina Kreye (eigene erste Mannschaft) ist mit ihren 21 Jahren auch nicht viel älter. Die 25-jährige Inkan Mania „zieht den Schnitt ganz schön hoch“, scherzt Drießlein.

Die Zwangspause haben sie sinnvoll genutzt, „um den Zusammenhalt zu fördern und sich nicht aus den Augen zu verlieren“. Zweimal in der Woche haben sie mit ihren Fitness- und Athletiktrainern geschwitzt, inklusive der acht Zu- sowie der sieben Abgänge.

SPORTBUZZER-Challenge: SG Blaues Wunder - Hannover 96 II Frauen

Hinzu kamen Fußballgolf in Soltau und einmal in der Woche ein Treffen im virtuellen Raum mit unterschiedlichen Aufgaben der Trainer. Darunter nicht nur ein Wettlauf auf Zeit. „Bastelt aus drei Blatt Papier einen Ball und haltet ihn hoch“, berichtet Drießlein, „man muss sich etwas einfallen lassen, immer nur Athletik ist auch langweilig.“

Die Meisterfeier steht im Übrigen noch aus – der Verein hat die 96-Reserve in die Vereinsgaststätte „Stamme 96“ eingeladen. Zuletzt haben die Spielerinnen zwei Wochen pausiert, am Montag fällt der offizielle Startschuss für die Vorbereitung. „Ich denke, wir werden uns schon bald daran gewöhnen müssen, auch mal ein Spiel zu verlieren“, sagt Drießlein. Die SPORTBUZZER-Challenge jedenfalls haben sie erhobenen Hauptes verlassen.

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Apropos: Beim Latten- und Mülltonnenschießen bekleckerten sich weder das Wunder noch die 96-Frauen mit Ruhm. In beiden Challenges muss das Balljonglieren die Entscheidung bringen. Den Wunderanern klebte das Pech weiter an den Schuhen. Der neuen Trainerin Ann-Kathrin Jansen im Duell mit Laura Bobbert und Dominik Lindemann gegen Laura Schmidt fällt der Ball schon nach dem zweiten Kontakt herunter.

Das Wunder rettet sich in die nächste Runde

Die Roten führten mit 2:0, hatten die Überraschung auf dem Fuß. Doch dann kamen die Challenges, bei denen eher die Männer im Vorteil sind. Robin Jansen legte beim Pfostenrennen 16 Versuche vor, zwei mehr als Annalena Penshorn. Und beim Hochhalten zu zweit sorgten Sascha Krüger und Gianluca Ingaliso mit starken 92 Versuchen für eine Marke, gegen die Emma Firlus und Aliki Georgia (neun Versuche) nicht ankamen. Genau wie Michelle Kilian beim Weitschuss gegen Fabio Pabsdorf. Womit das Wunder den Sieg gerade noch so rettete...