22. Juli 2020 / 14:11 Uhr

Niederlage bei der SPORTBUZZER-Challenge, aber: Frielinger Reserve will hoch hinaus

Niederlage bei der SPORTBUZZER-Challenge, aber: Frielinger Reserve will hoch hinaus

Maximilian Bosse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Frielinger Kevin Sommerfeld (oben) und Florian Wendt haben Spaß bei der SPORTBUZZER-Challenge - und freuen sich auf die neue Saison.
Die Frielinger Kevin Sommerfeld (oben) und Florian Wendt haben Spaß bei der SPORTBUZZER-Challenge - und freuen sich auf die neue Saison. © Debbie Jayne Kinsey
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Viel ist für den SV Frielingen II in der 1. Runde der SPORTBUZZER-Challenge gegen den SV Dedensen II nicht zu holen gewesen. 1:4, das Aus. Das ändert aber nichts daran, dass das Team aus der 4. Kreisklasse heiß auf die neue Saison ist - zumal das letzte Spiel vom 3. November 2019 datiert.

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Es ist einfach nicht der Tag des SV Frielingen II gewesen. Auf heimischem Grund musste sich die Mannschaft aus der 4. Kreisklasse 1 bei der SPORTBUZZER-Challenge – präsentiert von sportkluft.eu und dem Sporthotel Fuchsbachtal – dem SV Dedensen II mit 1:4 geschlagen geben. "Schwamm drüber", dachten sich die sechs nominierten Akteure des Teams. Und machten tatsächlich direkt einen Haken hinter die Veranstaltung.

Pschunder verfolgt die Challenge in Hemd und Anzug

Spielertrainer Kai Reichhard bat direkt im Anschluss zum Training. Und unter seiner Leitung mache jede Einheit "extrem Bock und viel Spaß", schwärmt Torben Pschunder, der Vorsitzender des Vereins und Spieler zugleich ist. Er selbst konnte berufsbedingt übrigens nicht an der Challenge teilnehmen, es blieb Pschunder nichts anderes übrig, als das Geschehen in Hemd und Anzug von außen zu verfolgen. Aber anstatt sich über die Niederlage - dazu später mehr - zu ärgern, denkt der Bänker ohnehin viel lieber an die bevorstehende Saison.

Der Verein sei zwar schwer von der Corona-Pandemie getroffen worden, habe jedoch keine "bleibenden Schäden" davongetragen. Zu groß seien Verständnis und Solidarität der knapp 700 Mitglieder des Klubs. Austritte habe es in dieser schwierigen Zeit nicht gegeben, freut sich der 32-jährige Vorsitzende.

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (1. Runde) zwischen dem SV Frielingen und SV Dedensen

Spielleiter Max Bosse erklärt den Frielingern die Regeln. Zur Galerie
Spielleiter Max Bosse erklärt den Frielingern die Regeln. ©

"Vor allem der Umgang der Spartenleiter miteinander war super. Die Jungs sind alle weltklasse", lobt Pschunder, der seit über fünf Jahren das Amt des Vorsitzenden inne hat. „Ich weiß von vielen anderen Vereinen, dass die Zusammenarbeit dort nicht so gut funktioniert. So aber sind wir in regelmäßigen Zeitabständen dazu in der Lage, Investitionen zu tätigen“, sagt er und verweist auf die neue Bewässerungsanlage auf dem Rasenplatz und die LED-Technik in der Flutlichtanlage.

Nichtsdestotrotz ändere das aber nichts an der kniffligen Situation - vor allem in sportlicher Hinsicht. Das letzte Pflichtspiel bestritten die Frielinger am 3. November vergangenen Jahres. Nicht mal ein Testspiel hat die Zweitvertretung des SV seither absolviert. Kein Wunder, dass sie die Lockerungen herbeisehnte. "Wir trainieren seit Mitte Mai wieder zweimal in der Woche", sagt Coach Reichhard. Bis zu drei Stunden stehe sein Team bisweilen sogar auf dem Platz.

SPORTBUZZER-Challenge: SV Frielingen - SV Dedensen

Scheint jedenfalls ganz so, als hätten die Frielinger in der neuen Saison etwas vor. "Mit einem Altersdurchschnitt von ungefähr 30 Jahren haben wir ein super Mischverhältnis im Team", sagt Pschunder. "Wir haben uns in den letzten Spielzeiten als Mannschaft richtig gut gefunden." Ziel ist es, wie in der Vorsaison ganz oben mitzuspielen und, wenn möglich, sogar aufzusteigen - obwohl für die eingespielte Truppe dann Schluss sein könnte. Eine Variante ist nämlich, eine Ü32 zu gründen.

"Wir baggern noch an einem zweiten Rückkehrer"

Im Kern ist das Team beisammen geblieben, mit Maik Stephan gibt es sogar einen alten Bekannten als Neuzugang. "Und wir baggern noch an einem zweiten Rückkehrer. Da kann ich aber keinen Namen sagen", betont der Vorsitzende.

Kaum Fluktuation - das zeigt, wie zufrieden das Trainerteam mit der Vorsaison ist. "Wir haben sehr gut gespielt. Nur mit meiner eigenen Leistung war ich nicht immer zufrieden. Ich bin häufig nur als Joker eingewechselt worden", sagt Pschunder und schmunzelt. "Ich habe dann einfach dafür gesorgt, dass unsere Auswechselbank für die Zukunft etwas bequemer eingerichtet wurde."

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Einen komfortablen Start in die Challenge hatten seine Frielinger nicht: Nach einer hauchzarten Berührung des Querbalkens beim Lattenschießen durch Dennis Friesen und dem Mülltonnentreffer von Nils Klaua führte Dedensen schnell mit 2:0. In Thorsten Zimmermann hatten die Frielinger ihre letzte Hoffnung. Aber auch er konnte die Kohlen nicht aus dem Feuer holen, schlug einmal weniger an den Pfosten als sein Konkurrent Justin Albrecht, der den Dedenser Einzug ins Achtelfinale der SPORTBUZZER-Challenge damit bereits perfekt machte.

Und es kam noch dicker: Denn das Dedenser Brüder-Duo Dennis und Noah Steuber holte bei der Balljonglage mit 35 Kontakten auch den vierten Punkt. Kevin Sommerfeld und Fabian Christ waren mit ihren zwölf Kontakten chancenlos. Es war beinahe ein Tag zum Vergessen für die Frielinger. Immerhin sicherte Florian Wendt seinem Team mit einem Versuch beinahe über den gesamten Platz noch den Ehrenpunkt beim Weitschießen.