31. Juli 2020 / 08:50 Uhr

Gnadenlos: Havelse putzt bei SPORTBUZZER-Challenge den VfL Eintracht mit 5:0 weg

Gnadenlos: Havelse putzt bei SPORTBUZZER-Challenge den VfL Eintracht mit 5:0 weg

Curdt Blumenthal
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Des einen (Trainer-)Freud ist des anderen (Trainer-)Leid - aber: Stephen Kroll (links) vom VfL Eintracht und Havelses Jan Zimmermann haben beide Spaß.
Des einen (Trainer-)Freud ist des anderen (Trainer-)Leid - aber: Stephen Kroll (links) vom VfL Eintracht und Havelses Jan Zimmermann haben beide Spaß. © Christian Hanke
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David hat in der 1. Runde der SPORTBUZZER-Challenge gegen Goliath nichts zu melden gehabt. Regionalligist TSV Havelse setzte sich gegen den VfL Eintracht Hannover recht mühelos mit 5:0 durch. Für den Bezirksligisten gilt nach diesem Abenteuer nun wieder die volle Konzentration auf die Mission Klassenerhalt.

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Zumindest ha­ben wir gegen eines der stärksten Teams des Wettbewerbs verloren. So oder so ähnlich dürften die Gedanken der sechs Akteure des VfL Eintracht Hannover nach ihrem Auftritt im Wilhelm-Langrehr-Stadion ausgesehen haben. In der ersten Runde der SPORTBUZZER-Chal­lenge – präsentiert von sportkluft.eu und dem Sporthotel Fuchsbachtal – war gegen die Auswahl des TSV Havelse kein Kraut gewachsen. Der Regionalligist besiegte den VfL Eintracht mit 5:0 – Spaß hatten die Akteure aus dem Herzen Hannovers trotzdem.

Keine individuellen Trainingspläne

Nach sechs Trainingseinheiten – ohne Körperkontakt – kam die Challenge für den Verein von der Hildesheimer Straße wie gerufen. Seinen Spielern hatte Trainer Stephen Kroll während des Corona-Lockdowns keine individuellen Trainingspläne aufgedrückt: „Ob das gut oder schlecht war, werden wir in der Saison sehen“, sagt er, „aber ich glaube, wir ha­ben eine relativ lange Vorbereitung und dass wir die Spieler in dieser Zeit wieder dahin bekommen werden, wo sie einmal waren.“

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (1. Runde) zwischen dem TSV Havelse und VfL Eintracht Hannover

Sven Lorek (links) und Jannes Schneider vom VfL Eintracht Hannover spielen sich den Ball per Kopf zu. Zur Galerie
Sven Lorek (links) und Jannes Schneider vom VfL Eintracht Hannover spielen sich den Ball per Kopf zu. ©

In sportlicher Hinsicht ha­ben sich die VfL-Ziele nicht geändert: Die Einträchtler wollen so früh wie möglich den Klassenerhalt in der Bezirksliga dingfest machen. So wie in der letztlich abgebrochenen vergangenen Saison. Im Jahr nach dem Aufstieg war der VfL auf einem guten Weg, die Liga auch unter regulären Bedingungen zu halten. Beendet wurde die Spielzeit schließlich mit 20 Punkten aus 18 Partien auf dem elften Platz.

Mit der Regionalliga-Mannschaft des TSV Havelse wartete nun allerdings ein gänzlich anderes Kaliber auf die ein wenig verspätet angereiste Kroll-Auswahl. Das zeigte das Team von Jan Zimmermann schon beim Lattenschießen, das der Trainer mit einem breiten Grinsen von der Seitenlinie aus verfolgte.

SPORTBUZZER-Challenge: TSV Havelse - VfL Eintracht Hannover

Ein Treffer von der Strafraumlinie reichte Havelses Innenverteidiger Jonas Sonnenberg für den Führungspunkt gegen den glücklosen Peter Jordan. Mittelfeldakteur Noah Plume legte im Stechen (Balljonglage) ge­gen Ole Teklenburg das 2:0 nach, nachdem beide zuvor die Mülltonne verfehlt hatten.

Dass in den weiteren Runden wohl keine Mannschaft gern auf den TSV Havelse treffen will, zeigte Julius Langfeld im Pfostenrennen. Im Kampf gegen die Uhr – beide Kontrahenten haben 30 Sekunden Zeit – stellte der Architekt mit 18 Berührungen einen neuen Rekord auf. Während Kontrahent Tony Rüger wie der Großteil 16 Kontakte und damit im Schnitt 1,875 Sekunden für die 7,5 Meter zwischen den Pfosten brauchte, reichten Langfeld gerade einmal 1,6 Sekunden – sensationell.

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Die Entscheidung war damit längst gefallen, die Havelser dachten allerdings nicht daran, nachzulassen. Tim-Alexander Meier und Torwart Antonio Brandt sorgten bei der Paar-Jonglage mit 110 Berührungen – Sven Lorek und Jannes Schneider gelangen nur 16 – für das 4:0. Beim abschließenden Weitschuss machte Stürmer Yannik Jaeschke im Duell mit Tim Holzapfel mit einem Versuch fast bis zur anderen Grundlinie den Sack zu.