17. Juli 2019 / 12:58 Uhr

Mühlenberger SV erwischt Sahnetag - Titelverteidiger HSC ist raus!

Mühlenberger SV erwischt Sahnetag - Titelverteidiger HSC ist raus!

Moritz Speer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Thorben Kierat (hinten) im Kopfballduell mit Mühlenbergs Kapitän Robert Sielski.
Mühlenbergs Kapitän Robert Sielski darf sich mit seinem Team auf die Finalrunde freuen. Dort wird der MSV aber stark ersatzgeschwächt antreten. © Dennis Michelmann
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Das ist ein Ding! Der HSC Hannover, letztes Jahr noch glorreicher Sieger der inoffiziellen Stadtmeisterschaft, wird nicht in der Finalrunde antreten. Stattdessen setzte sich der Mühlenberger SV in der Gruppe 6 der Top 18 des SPORTBUZZER-Cups durch. 

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Damit haben wohl die Wenigsten gerechnet: Der Titelverteidiger HSC Hannover ist in den Top 18 des Sportbuzzer-Cups überraschend gescheitert. In der Gruppe sechs setzte sich der Gastgeber Mühlenberger SV vor den SF Anderten und dem HSC durch.

Bilder aus der Gruppe 6 des Top 18 vom SPORTBUZZER-Cup 2019 beim Mühlenberger SV

Andertens Rene Ahrendt wird getroffen und schreit auf, Kevin Hasenclever ist der Übeltäter.  Zur Galerie
Andertens Rene Ahrendt wird getroffen und schreit auf, Kevin Hasenclever ist der Übeltäter.  ©
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HSC tritt mit Zweitbesetzung an

Der frischgebackene Regionalligist trat allerdings mit der zweiten Mannschaft in Mühlenberg an. „Wir teilen uns die Spiele mit der ersten Herren, die aktuell den Porta-Pokal in Ramlingen spielen“, sagt Trainer Hartmut Riegel. „Wenn wir weitergekommen wären, hätte die erste Mannschaft eventuell wieder übernommen – das spielt jetzt allerdings keine Rolle mehr.“

Und warum? Weil der Mühlenberger SV auf heimischen Rasen einen richtig starken Tag erwischte. Im ersten Spiel gegen die Sportfreunde aus Anderten dominierte der MSV nach Belieben – einzig die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig.

Andertens Ausgleich aus dem Nichts

In der 27. Minute gelang dennoch der hochverdiente Führungstreffer: Serijon Zahaj brachte den Ball nach einer tollen Einzelaktion von links in die Mitte, wo Robert Sielski richtig stand und eiskalt zur Führung vollstreckte.

In der Folgezeit waren die Mühlenberger drauf und dran, den Sack zuzumachen. Ein zweiter Treffer sprang allerdings nicht mehr heraus. Und so kam es, wie es im Fußball eben manchmal ist. Die Sportfreunde Anderten wagten sich das erste Mal so richtig vor das gegnerische Tor – und der Mut wurde prompt belohnt.

Mühlenbergs Keeper Gerald Starke holte Andertens Andreas Fech von den Beinen, Schiedsrichter Alexander Puchinger entschied zurecht auf Elfmeter. Kapitän Thomas Janzen ließ sich nicht zweimal bitten und traf souverän zum schmeichelhaften 1:1.

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Cichon lobt die Ballbesitzphasen

Trotz großer Überlegenheit musste sich der MSV im ersten Spiel also mit einem Punkt begnügen. Trainer Michael Cichon war mit der Leistung dennoch zufrieden: „Wir haben den Ball über lange Zeit vernünftig laufen lassen – darauf können wir aufbauen.“

Zu diesem Zeitpunkt stand das Weiterkommen dennoch auf der Kippe – zumal der Großteil der Zuschauer damit rechnete, dass der HSC Hannover die Sportfreunde im zweiten Spiel schlagen würde.

Berzau umkurvt Schimek - das reicht für die Final 6

Es kam allerdings anders: In einem schwachen Spiel gelang es keiner Mannschaft, den Ball über die Linie zu drücken. Die Partie endete torlos. Damit war klar, dass die Entscheidung in der Gruppe sechs im dritten und letzten Spiel fallen würde.

Harmloser HSC ist raus

Und in diesem machte der Mühlenberger SV da weiter, wo er gegen Anderten aufgehört hatte. Nach einem tollen Angriff war Michael Berzau plötzlich frei vor HSC-Keeper Sven Schimek. Mühlenbergs Nummer Drei blieb cool, umkurvte den Torwart und schob lässig zum 1:0 ein. In der Folgezeit ließen die Kräfte beim MSV allerdings nach und der HSC kam besser ins Spiel.

Jedoch gelang es der Mannschaft von Trainer Hartmut Riegel zu keiner Zeit, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Der Mühlenberger SV schaffte es, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten – und steht somit im Final 6 des Sportbuzzer-Cups.

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Mühlenbergs Henryk Koroll kühlt sich ab. Zur Galerie
Mühlenbergs Henryk Koroll kühlt sich ab. ©

"Wir haben für Samstag kaum eine Mannschaft"

Trotz des Weiterkommens war Trainer Michael Cichon mit dem Spiel gegen den HSC nicht zu 100 Prozent einverstanden. „Das war spielerisch nicht besonders schön, wir haben das Spiel über den Kampf gewonnen“, gibt er zu Protokoll. Gereicht hat es am Ende trotzdem.

Zum Finalturnier des Sportbuzzer-Cups fährt der MSV ohne große Ziele. Grund dafür ist vor allem die enge Personalsituation. „Wir haben für Samstag kaum eine Mannschaft – viele meiner Spieler sind krankgeschrieben oder im Urlaub“, sagt Cichon. Es wird wohl wieder über den Kampf gehen müssen.

HSC verabschiedet sich mit hängenden Köpfen

Beim HSC Hannover überwog nach dem Ausscheiden die Enttäuschung. „Wir haben uns in beiden Spielen enorm schwergetan, Torchancen zu kreieren“, erzählt Trainer Riegel. „Dann hast du auch keine Chance weiterzukommen.“ Eins ist jedenfalls jetzt schon klar: In diesem Jahr wird es einen neuen Sieger beim Sportbuzzer-Cup geben…

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