13. Juli 2019 / 20:13 Uhr

Ohne Gegentor: SF Anderten erspielen sich die Herausforderung gegen den HSC

Ohne Gegentor: SF Anderten erspielen sich die Herausforderung gegen den HSC

Ulrich Bock
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Andertens Joe Ong (von rechts) behauptet sich im Zweikampf mit Michael Blautzik vom Polizei-SV. Sein Teamkollege Jan-Hendrik Steuber schaut zu.
Andertens Joe Ong (von rechts) behauptet sich im Zweikampf mit Michael Blautzik vom Polizei-SV. Sein Teamkollege Jan-Hendrik Steuber schaut zu. © Debbie Jayne Kinsey
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Dass die Sportfreunde Anderten erst in der zurückliegenden Woche angefangen haben, mit dem Ball zu arbeiten, ist in der Vorrunde des SPORTBUZZER-Cups durchaus zu sehen gewesen. Aber sie kassierten gegen den Polizei-SV Hannover und den VfB Wülfel keinen Treffer - und sind mit zwei Siegen verdient weitergekommen.

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Die Sportfreunde Anderten haben beim SPORTBUZZER-Cup die Top 18 erreicht. Nicht mit Hurra-Fußball, aber ohne Gegentor – und das musst Du gegen einen Kreisliga-Rivalen wie den Polizei-SV Hannover und den aufstrebenden Gastgeber VfB Wülfel (1. Kreisklasse) auch erst einmal schaffen.

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Nun kommen ganz andere Kaliber

In der nächsten Runde warten nun mit Bezirksliga-Rückkehrer Mühlenberger SV und vor allem dem HSC allerdings ganz andere Kaliber auf die Mannschaft von Jan Laabs. „Wir müssen gucken, dass wir da irgendwie gut rauskommen“, sagte der Trainer besonders mit Blick auf die Aufgabe gegen den Regionalligisten.

Aber der Reihe nach: Den Auftakt in Wülfel machten die Gastgeber gegen den Polizei-SV. Johannes Helmbrecht hätte die die Gäste früh in Führung bringen können, schloss bei einem Konter nach einer gegnerischen Ecke jedoch zu ungenau ab (3.). Nach einer eher munteren Anfangsphase verflachte die Partie zusehends, die Zuschauer fanden Zeit sich über Regeländerungen zu unterhalten. Bisweilen mischte sich auch der Schiedsrichter-Assistent in die Diskussion ein. Heißt: Es ging allgemein recht entspannt zu.

Bilder aus der Vorrunde 6 vom SPORTBUZZER-Cup 2019 beim VfB Wülfel

Bilder aus der Vorrunde 6 vom SPORTBUZZER-Cup 2019 beim VfB Wülfel Zur Galerie
Bilder aus der Vorrunde 6 vom SPORTBUZZER-Cup 2019 beim VfB Wülfel ©

Gerade als der VfB wieder ein wenig stärker wurde, ging der PSV in Führung – und das auch noch kurz vor dem Abpfiff. Raoul Gabin Nguekou Mbouzeck tankte sich links beinahe an der Torauslinie durch, brachte den Ball in die Mitte, wo Moritz Casper nur noch danke sagen und einschieben musste. Oder andersherum (42.). Aber die Wülfeler hatten kurz vor knapp noch die passende Antwort parat, und zwar in Person von Dimitrios Alexoudis, der ebenfalls abstaubte (44.). Endstand: 1:1.

Neue Farben, wieder kein Sieg

Mit neuen Trikots – in Blau und Schwarz statt in Grün – machten die „Polizisten“ nach kurzer Verschnaufpause gegen die Anderter Sportfreunde weiter. Ohne Trainer und ersten Co-Trainer übrigens, die fehlten in Wülfel. Generell befindet sich die Erste des Polizei-SV in einem kleinen Umbruch. Es gab diverse Abgänge, dafür ist eine komplette Mannschaft neu zum Verein gestoßen. Jetzt muss das Team erst einmal finden, das war auch deutlich zu sehen.

Lange tat sich herzlich wenig, das änderte sich erst, als die Sportfreunde einen Handelfmeter zugesprochen bekamen. Hart, aber vertretbar, Thomas Janzen war es ohnehin egal. Andertens Kapitän versenkte den Ball kompromisslos zum 1:0 im linken Eck (24.). Andreas Fech (35.) und Artur Fech (37.) verpassten es zu erhöhen, es blieb bei diesem knappen Resultat.

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Dieses wiederum bedeutete ein kleines Finale – mit leichtem Vorteil für die Sportfreunde freilich. Während der Polizei-SV nun schon raus war, reichte Anderten im abschließenden Spiel gegen den VfB ein Remis, während die Wülfeler unbedingt gewinnen mussten, um weiterzukommen. Und das ließ sie Gas geben. In den ersten 30 Minuten kam ausschließlich die Mannschaft von Karsten Poerz zu ernstzunehmenden Abschlüssen, doch Luka Gutic und Co. zielten zu ungenau oder scheiterten an Lennart Ptock.

Führung im Ping-Pong-Stil

Vielleicht war der auch der Mann des Tages, Andertens Torhüter wirkte allgemein sehr sicher, sehr aufmerksam. „Wir sind froh, dass er regelmäßig zum Training und Spiel beide Arme mitbringt“, flachste Coach Laabs, angesprochen auf seinen Keeper, der die Null bis zum Ende hielt. Und weil Artur Fech mit einem Ping-Pong-Pfosten-Tor erfolgreich (36.) und Thorben Kierat nach einem Distanzknaller an die Latte zur Stelle war und abstaubte (45.), sprang sogar noch der zweite Sieg des Tages für die Sportfreunde heraus.

Die Trauer beim VfB hielt sich in Grenzen. „Alles gut. Das muss sich alles noch finden“, resümierte Poerz, dessen Team am 4. August wen im Kreispokal zu Gast hat? Richtig, die Sportfreunde aus Anderten. „Und in drei Wochen sieht das alles anders. Heute haben mir 14 Mann gefehlt.“

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