28. Mai 2019 / 11:34 Uhr

Die SPORTBUZZER-Fußballschule macht Halt beim TSV Wettmar: Da ist Musik drin!

Die SPORTBUZZER-Fußballschule macht Halt beim TSV Wettmar: Da ist Musik drin!

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Klare Ansagen: Die 33 Kinder versammeln sich um die drei Trainer, die die nächste Übung erklären.
Klare Ansagen: Die 33 Kinder versammeln sich um die drei Trainer, die die nächste Übung erklären. © Stephan Hartung
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Der Ball rollte schon vor dem offiziellen Beginn der SPORTBUZZER-Fußballschule beim TSV Wettmar - die 33 Kinder waren kaum zu bremsen. Das erfahrene Trainertrio brachte den Nachwuchs ordentlich zum Schwitzen, der Spaß kam aber natürlich auch nicht zu kurz.

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33 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen mit drei Trainern, und das alles an drei Tagen in Wettmar – wie man schon anhand der Zahlen sieht: Es passte einfach alles gut zusammen an diesem verlängerten Wochenende. Im Burgwedeler Ortsteil war die SPORTBUZZER-Fußballschule by Karsten Surmann zu Gast, auf dem großen Gelände des TSV Wettmar ging es im wahrsten Sinne des Wortes rund.

"Gut Ziel"

Noch vor dem offiziellen Beginn flitzen die Kinder bereits über den Platz, schnappen sich einen Ball und legen los. Und das alles übrigens mit Musik: Direkt neben der Sportanlage befindet sich der Schützenplatz. An diesem Wochenende feierte der örtliche Schützenverein sein Fest. Der Name des Vereins dürfte kein schlechtes Omen für die Kinder gewesen sein bei ihrem Bestreben, viele Bälle möglichst genau ins Tor zu zirkeln: Der Schützenverein Wettmar heißt „Gut Ziel“.

Doch bevor der Startschuss dann auch wirklich erfolgt, muss das Organisatorische geklärt werden. Die Kinder erhalten ihre Trikots und Hosen. Anschließend wird der Zeitplan besprochen – und die erste Schwierigkeit gebannt. Nach dem Plan von Surmann soll nämlich am Sonnabend nach der zweiten und letzten Einheit des Tages ein Grillabend stattfinden, mit Kindern und Eltern. Jedoch ist die Klubwirtin kurzfristig erkrankt. Kein Problem, einige Väter melden sich spontan als Grillmeister.

Bilder von der SPORTBUZZER-Fußballschule by Karsten Surmann beim TSV Wettmar

Bilder von der SPORTBUZZER-Fußballschule by Karsten Surmann beim TSV Wettmar Zur Galerie
Bilder von der SPORTBUZZER-Fußballschule by Karsten Surmann beim TSV Wettmar ©

Dann beginnt das volle Programm mit vier Einheiten an drei Tagen. Surmann verspricht vorher noch, „dass die Kinder viel schwitzen und sehr müde sein werden“. Dennoch: Auch wenn die Trainer von ihren Schützlingen viel Disziplin verlangen, so kommt auch immer der nötige Schuss Lockerheit nicht zu kurz. Die Kinder lachen und haben ihren Spaß.

140 Tore mit 120 Jahren?

Beispiel: Robert Scheurer kritisiert das Tempo in seiner Gruppe. „Das kann meine Oma besser – und die ist 120 Jahre alt.“ Die Kinder staunen, gucken aber kritisch. „Ihr glaubt das nicht? Die macht 140 Tore pro Saison in Augsburg. Ich bringe sie morgen mit – kann euch aber nicht versprechen, ob sie Zeit hat.“ 

Überraschenderweise hatte die Großmutter von Scheurer am kompletten Wochenende keine Zeit. Als die Kinder aber am Sonntagabend ins Bett gefallen sein dürften, haben sie die Geschichte mit der Oma bestimmt ohnehin längst vergessen.

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Ein Trio kümmerte sich in Wettmar um die fußballbegeisterten Kinder. Karsten Surmann war sicherlich der bekannteste Kopf davon, zumal jetzt Ende Mai sein Name öfter in der Zeitung stand. Am 23. Mai 1992, dieser Tag jährte sich zuletzt zum 27. Mal, konnte er als Kapitän von Hannover 96 den DFB-Pokal in die Höhe strecken. In Berlin gewann der damalige Zweitligist sensationell das Finale gegen Mönchengladbach. Wie passend daher, dass die SPORTBUZZER-Fußballschule ab dem 24. Mai im Burgwedeler Ortsteil zu Gast war.

Namhaftes Trio: Surmann, Winskowsky, Scheurer

Ebenfalls eine Vergangenheit bei Hannover 96 hat Ulf Winskowsky. Er bestritt 140 Spiele für Hannover 96 und erzielte zwei Tore. Kurios: Beide Treffer resultierten aus Fallrückziehern. Dritter im Bunde ist mit Robert Scheurer ein Süddeutscher, der in seiner Laufbahn vor allem als Spieler des FC Augsburg im Gedächtnis geblieben ist.

PS: Unter den 33 Teilnehmern war nur ein Mädchen. Die 13-jährige Hanna war die einzige Vertreterin des weiblichen Geschlechts. „Eigentlich untypisch, denn wir haben immer viele Mädchen, das Interesse ist enorm gestiegen“, sagt Scheurer, der an ein Fußballcamp im März in Lengereich südwestlich von Osnabrück erinnert. „Das war ein reines Mädchencamp. Wir hatten Minusgrade. Doch die Mädels waren kaum zu halten und wollten immer weiter spielen“, sagt Scheurer.