12. November 2019 / 10:20 Uhr

Schweißtreibender Auftakt: SPORTBUZZER Lauftreff legt mit Leistungstest los

Schweißtreibender Auftakt: SPORTBUZZER Lauftreff legt mit Leistungstest los

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das sind die Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs.
Das sind die Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs. © Debbie Jayne Kinsey
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Dieser Weg wird kein leichter und kurzer sein: Die 45 Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen am 26. April 2020 die 42,195 Kilometer des Hannover-Marathons bewältigen. Mit einem Leistungstest haben sie nun den Anfang einer schweißtreibenden Vorbereitung gemacht.

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Sie ist grün. Nicht blau wie die große Schwester, die alljährlich im April auf Hannovers Straßen gesprüht wird. Und statt der 42,195 Kilometer misst die Linie auf Asphalt und Steinplatten im Sportpark auch nur 1025 Meter. Letztlich macht das nicht den großen Unterschied: Beide Markierungen führen zum gleichen Ziel: ankommen beim Marathon.

Ziel: der 26. April 2020

Sie geben auch dem SPORTBUZZER Lauftreff die Richtung vor für den 26. April 2020 – für den Tag also, an dem es ernst wird auf der großen Schleife durch Hannover. Dafür fließt bei 45 Frauen und Männern, die insgesamt zu dieser Gruppe gehören, seit diesem Monat der Schweiß.

Dass aller Anfang schwer ist, steht Anne Kostrzewa ins Gesicht geschrieben. Sie hat soeben die zwei Runden um das Erika-Fisch-Stadion hinter sich gebracht und sich einen roten Kopf geholt. Genau zehn Minuten, bis der Pfiff ertönte, folgte sie der mit grüner Farbe aufgetragenen Linie zu ihren Füßen. Und das volle Pulle. „Ich bin viel zu schnell losgerannt“, räumt die Frau aus Linden ein. Trotzdem sind 1950 Meter herausgekommen, und das stimmt sie zufrieden. „Das ist mehr als im Vorjahr“, sagt Anne Kostrzewa.

Auf dem Weg zum Marathon: Leistungstest beim SPORTBUZZER Lauftreff

Trainer Markus Pingpank leitet die Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs an. Zur Galerie
Trainer Markus Pingpank leitet die Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs an. ©

Anders als im Herbst 2018 und den folgenden Monaten macht sie sich nun immer zusammen mit Ehemann Felix auf den Weg zu den regelmäßig stattfindenden Trainingseinheiten des SPORTBUZZER Lauftreffs. Der 48-Jährige ist erstmals dabei, beileibe aber kein Marathonneuling. „Ich möchte mal einen neuen Trainingsreiz setzen und will noch mal angreifen“, sagt er.

Felix Kostrzewa will die neue Bestzeit

Angreifen: Das heißt in dem Fall Kurs zu nehmen auf eine neue Bestzeit, also die 3:27 Stunden zu unterbieten. Ehefrau Anne wiederum wäre mit allem zufrieden, was unter 4:41 Stunden ist, ihrer Hannover-Zeit vom vorigen April. „Ich will beim nächsten Mal schneller und gleichmäßiger laufen“, sagt sie voller Zuversicht. Zwei Ziele, ein Weg.

Wie das durch kluges Training zu schaffen ist, dafür liefert der Test entlang an der grünen Linie wichtige Aufschlüsse. Ehe es losgeht unweit der HDI-Arena erklärt Markus Pingpank den Freizeitsportlern noch einmal den Zweck der schweißtreibenden Übung. Es gilt, in exakt zehn Minuten möglichst 100 Prozent zu geben – anhand der dabei zurückgelegten Strecke lassen sich die individuellen Trainingsbereiche bestimmen. Das wiederum ist die Richtschnur für die Marathonvorbereitung jedes Einzelnen in den kommenden Monaten.

Michael Zwingmann spricht über seinen Zehn-Minuten-Test.

Nachzulesen in den Empfehlungen von Pingpank, die sich hinter für so manchen vom SPORTBUZZER Lauftreff noch nebulösen Formulierungen wie aerobes Ausdauer- oder anaerobes Konditionstraining verbergen. „Man kann sich auf diese Weise sicher sein, dass keine Läuferin und kein Läufer überfordert oder unterfordert wird“, sagt der erfahrene Coach.

"Da bekommt man so viel Energie zurück"

Doch das ist es nicht allein, was die 45 Freizeitsportler am 26. April zum Erfolg führen soll. Es sind auch das aufbauende Miteinander und die beflügelnde Dynamik, wovon alle profitieren.

Für Mike Asche etwa, einen der Gruppenleiter des SPORTBUZZER Lauftreffs, ist es ein besonderes Geschenk, dass er an diesem Vormittag mit den anderen in Laufschuhen unterwegs ist – es ist sein 43. Geburtstag. „Da bekommt man so viel Motivation und Energie zurück“, sagt er. „Es macht mir immer wieder riesigen Spaß.“ Ähnlich sieht es Kurt Renner: „Ich finde es wieder toll, in dieser Gemeinschaft zu laufen.“

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Zu den Gleichgesinnten gehören in diesem Jahr erstmals Bernd Jahns, Michael Zwingmann und Simon Wachenhausen. Das sportbegeisterte Trio ist bei der Madsack Mediengruppe tätig. Den 30. Hannover-Marathon wollen die drei mit gezielter Vorbereitung angehen. „Ich verspreche mir davon einiges“, sagt Jahns, der schon diverse Marathons absolviert hat, aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Jetzt lernt er in der SPORTBUZZER Gruppe das Lauf-Abc und weitere prophylaktische Übungen kennen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Aus einer Laune wird Ernst

Wachenhausen möchte einfach „nur gut durchkommen beim Marathon“ – es wäre sein erster. Zwingmann wiederum hatte sich mehr aus einer Laune heraus angemeldet – nun gilt es, Ernst zu machen mit dem ehrgeizigen Vorhaben, gut 42 Kilometer am Stück zu laufen.

Derweil haben sich die Kostrzewas bei Markus Pingpank schlau gemacht, was der Zehn-Minuten-Test für die zu erwartende Marathonzielzeit aussagt. Anne hat ihr erstes Erfolgserlebnis: Es könnten 4:21 Stunden werden. Felix ist nicht ganz zufrieden. 3:38 Stunden lautet die Prognose, gemessen an seinen Ambitionen eigentlich zu langsam. Doch es gibt ja den kleinen Nebensatz des Trainer: „Stand jetzt“. Und noch sind es fünf Monate bis zum Start…