09. April 2019 / 15:17 Uhr

"Gänsehautfeeling pur": So hat der SPORTBUZZER-Lauftreff den Hannover-Marathon erlebt (mit Video!)

"Gänsehautfeeling pur": So hat der SPORTBUZZER-Lauftreff den Hannover-Marathon erlebt (mit Video!)

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Abgekämpft, aber sichtlich glücklich: Die Teilnehmer des SPORTBUZZER-Lauftreffs freuen sich nach dem bewältigten Hannover-Marathon 2019.
Abgekämpft, aber sichtlich glücklich: Die Teilnehmer des SPORTBUZZER-Lauftreffs freuen sich nach dem bewältigten Hannover-Marathon 2019. © Yannis Bartels
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Der Hannover-Marathon 2019, er war eine unglaublich stimmungsvolle Veranstaltung! Die Teilnehmer des SPORTBUZZER-Lauftreffs waren hinterher abgekämpft, aber richtig glücklich. Wir haben die Reaktionen gesammelt - und das Flair des Mega-Events in einem Video festgehalten!

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Es war eine der spontansten und überraschendsten Entscheidungen ihres Lebens. Die Uhr am Neuen Rathaus zeigte 8.30 Uhr, eine halbe Stunde blieb noch bis zum Start des Marathons, als Astrid Lenhard ihre Sachen auspackte, das Laufshirt anzog und sich auf den Weg machte in den Block D. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Den Lauf in Hannover hatte sie doch längst abgeschrieben, schweren Herzens nach etlichen Trainingspausen im Februar und März.

Drei Wochen können reichen

Infekte hatten ihrem Körper da ziemlich zugesetzt. Drei Wochen, in denen es anschließend wieder einigermaßen lief, können in so kurzer Zeit auch nicht mehr viel retten, wenn man einen Marathon plant. Denkste, wie das Beispiel von Astrid Lenhard vom SPORTBUZZER-Lauftreff zeigt.

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Gemeinsam am Start: Für Vanessa von der Heyde (rechts) und Carlotta Kleiner wird es gleich ernst. Ich habe mich quälen müssen, vor allem auf den letzten zehn Kilometern, sagt von der Heyde. Warum nur ist es beim Marathon in Hannover immer so warm? Zur Galerie
Gemeinsam am Start: Für Vanessa von der Heyde (rechts) und Carlotta Kleiner wird es gleich ernst. "Ich habe mich quälen müssen, vor allem auf den letzten zehn Kilometern", sagt von der Heyde. "Warum nur ist es beim Marathon in Hannover immer so warm?" ©
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„Ich wollte diese Medaille“, sagt die 41-Jährige. Und sie bekam sie: Nach einem Rennen, das sie nach eigenen Worten „ganz entspannt“ angegangen war, immer mit der Option aufzuhören, wenn es Probleme geben sollte. „Ich hatte doch nichts zu verlieren.“ 4:24 Stunden waren es schließlich, nach denen die 41-Jährige freudestrahlend das Ziel erreichte. Da machte auch Trainer Markus Pingpank große Augen: Mit Lenhards Start hatte er nun wirklich nicht gerechnet.

Lenhard spürt "dieses Kribbeln"

„Er hätte mir wohl auch davon abgeraten, das aber hätte ich nicht hören wollen“, sagt die Hannoveranerin, die am Sonnabend noch ihre zwei Kinder und ihren Mann beim Lauf ums Neue Rathaus angefeuert hatte. Da habe sie es gespürt, „dieses Kribbeln in den Füßen“, das sie bis zum nächsten Morgen grübeln ließ: Soll ich doch laufen? Sie tat es – und wer hinterher Lenhards Lächeln sah, der wusste, dass sie nichts falsch gemacht hatte.

Das bleibt definitiv in Erinnerung: Der SPORTBUZZER-Lauftreff beim Hannover-Marathon 2019!

Bei Marc Grimme war es ähnlich gelaufen – mit dem Unterschied, dass er in der Vorbereitung keine Zwangspausen einlegen musste. Das Training mit den Leuten vom SPORTBUZZER-Lauftreff habe ihm nicht nur viel Spaß gemacht, sondern auch viel gebracht, sagt der 30-Jährige.

Push durch Freundin und Vater

In 3:32 Stunden war er fast eine Dreiviertelstunde schneller als bei seiner Marathonpremiere vor einem Jahr an gleicher Stelle. Dabei halfen auch Freundin Annika und sein Vater, die ihn mit dem Fahrrad begleiteten. „Da hat mich gepusht, wenn es wie auf der Vahrenwalder Straße etwas schwierig wurde“, sagt Grimme, der hinterher auch tröstende Worte für seinen Arbeitskollegen Simon Kopelke fand.

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Auch die Prominenz darf bei so einem Mega-Event natürlich nicht fehlen. OB Stefan Schostok, Moderator Christoph Dannowski mit 96-Stürmer Niclas Füllkrug. Zur Galerie
Auch die Prominenz darf bei so einem Mega-Event natürlich nicht fehlen. OB Stefan Schostok, Moderator Christoph Dannowski mit 96-Stürmer Niclas Füllkrug. ©

Dieser wollte bei seinem Marathondebüt eigentlich unter vier Stunden bleiben, fühlte sich nach rund 1000 Kilometern im Vorfeld und vielen Tipps vom SPORTBUZZER-Lauftreff auch bestens gerüstet. Doch dann dieses einschneidende Erlebnis. „Bei Kilometern 25 bin ich eingebrochen, vorher lief es super“, berichtet Kopelke. „War es die Wärme oder meine Unerfahrenheit? Ich weiß es nicht.“ Ausgerechnet dort, wo die Familie auf ihn wartete und ihn anfeuerte, musste Kopelke die erste Gehpause einlegen. Am Ende zeigte die Uhr für ihn 4:08 Stunden an – keine Zeit, derer man sich schämen müsste.

Kostrzewa mit eigenem Fanclub

Unterstützung durch die Familie und von Freunden war auch bei anderen Startern vom SPORTBUZZER-Lauftreff ein probates Mittel für schwierige Marathonmomente. Anne Kostrzewa hatte in Ehemann Felix nicht nur einen treuen Begleiter über die kompletten 42,195 Kilometer, sondern an acht Punkten entlang der Strecke auch noch ihren eigenen Fanclub. Kinder und Enkelkinder feuerten die 51-Jährige immer wieder an. Das gemeinsame Ergebnis: 4:41 Stunden. „Das schaffen zu können hätte ich nie geglaubt“, sagt die Lindenerin. „Alle sind stolz auf mich.“

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Wie auch die Kleiners: Tochter Carlotta bekam unterwegs immer wieder Zuspruch von Angehörigen und guten Bekannten. „Als bei Kilometer 28 meine Oberschenkel stark schmerzten, habe ich einer Freundin weinend in den Armen gelegen“, sagt die 25-Jährige. „Ihre Aufmunterung wirkte Wunder.“ Das Ergebnis: 3:58 Stunden, 15 Minuten unter der bisherigen Bestzeit. „Ich bin super happy.“

Wärme behagt nicht allen

Wie auch Vanessa von der Heyde: Sie war mit Carlotta Kleiner gemeinsam auf die Strecke gegangen, die Lehrerin aus Rethmar allerdings mit einer gewissen inneren Unsicherheit nach einer langen Marathonpause und aufgrund der Wärme des Tages, die sie beim Laufen gar nicht mag. Aber sie kam durch, in 4:17 Stunden. „Eigentlich wollte ich mehr. Doch ich bin stolz, dass ich es geschafft habe“, sagt die 40-Jährige.

Als es auf den letzten zehn Kilometern schwer geworden sei, habe sie sich „mit mantraartigen Sprüchen“ und dem Setzen kurzer Ziele immer wieder neu motiviert. Letztlich mit Erfolg – wie an diesem Sonntag die meisten vom SPORTBUZZER-Lauftreff.

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