01. März 2020 / 16:27 Uhr

Vier Runden im Marathon-Tempo: SPORTBUZZER Lauftreff schwitzt am Maschsee

Vier Runden im Marathon-Tempo: SPORTBUZZER Lauftreff schwitzt am Maschsee

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit See-Feeling: Die Gruppe um Elona Klipsch (Mitte) hat sich diese Strecke unmittelbar am Gewässer ausgesucht.  
Mit See-Feeling: Die Gruppe um Elona Klipsch (Mitte) hat sich diese Strecke unmittelbar am Gewässer ausgesucht.   © Norbert Fettback
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In nicht einmal zwei Monaten wird es ernst für die Mitglieder des SPORTBUZZER Lauftreffs, dann nämlich steigt der 30. Hannover-Marathon. Mit vier Runden um den Maschsee und damit 24 Kilometern haben sie sich in der jüngsten Trainingseinheit vorbereitet.

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24 statt 42 – nein, da ist Markus Pingpank kein Zahlendreher unterlaufen. 24 Kilometer – das sind ziemlich genau vier Runden um den Maschsee. Und die stehen an diesem Sonnabend auf dem Programm des SPORTBUZZER Lauftreffs, der sich immer näher heranpirscht an den wichtigen Termin: den 26. April.

Duo will persönlichen Rekord verbessern

Dann erlebt Hannover seinen großen Marathontag mit der 30. Auflage dieses Rennens und vermutlich einem Rekordstarterfeld. Und wohl auch mit dieser und jener persönlichen Bestzeit über die 42 Kilometer von SPORTBUZZER-Läufern. Zwei von denen, die in acht Wochen ihren „Hausrekord“ verbessern wollen, sind Finja Albrecht und Peer Seef.

„Unter 3:39 Stunden möchte ich schon bleiben“, sagt Finja Albrecht. „Mein Ziel sind 3:10 Stunden“, sagt Peer Seef. Die beiden sind auch dieses Mal um 9 Uhr dabei beim gemeinsamen Training, wie schon seit November im 14-tägigen Rhythmus. Zusätzlich zu den „Hausaufgaben“, die Trainer Pingpank den Freizeitsportlern mit auf den Weg gegeben hat.

Bilder vom Training beim SPORTBUZZER Lauftreff

Auf geht’s: Vom Vereinsgelände von Hannover 78 machen sich die SPORTBUZZER-Läufer auf in Richtung Fährhaus.  Zur Galerie
Auf geht’s: Vom Vereinsgelände von Hannover 78 machen sich die SPORTBUZZER-Läufer auf in Richtung Fährhaus.  ©

Diese Mischung macht es, wie auch Albrecht und Seef finden. „Die Gruppe hilft einem allein schon beim Aufstehen, weil es ja diesen fixen Termin am Sonnabendmorgen gibt“, sagt Albrecht. „Da wird man beim Trainieren nicht nur gezogen, da kann man sich auch an die Schnellen dranhängen.“ Und das bringe was. Für Seef ist der SPORTBUZZER Lauftreff eine „coole Truppe, mit der es immer viel Spaß macht“.

Nach drei Runden ist Schluss für Seef

Den hat der 46-Jährige aus Ronnenberg auch dieses Mal, es als gilt, 24 Kilometer in dem Tempo zurückzulegen, das sich jeder für den 26. April vorgenommen hat. Kein Problem für Seef. Mit einer Einschränkung: Er muss nach drei Runden Schluss machen. Nicht etwa, weil er nicht mehr kann, sondern weil ihm berufliche Pflichten im Nacken sitzen. „Ich habe Notdienst und muss früher weg. Schade!“, sagt der Tierarzt.

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Sein Job zwingt ihn ohnehin häufig zum Improvisieren. Wenn das Telefon klingelt, weil ein Pferd irgendwo in der Region Hannover seine Hilfe benötigt, dann haben die Laufschuhe keine Chance. Was unter anderem zur Folge hat, dass er unter der Woche meistens schon um 6 Uhr laufen geht. Mit Stirnlampe und Hund. „Das brauche ich als Ausgleich zum Beruf und möchte es nicht missen“, sagt er. Wie den SPORTBUZZER Lauftreff, bei dem er jetzt zum dritten Mal in Folge dabei ist.

Auf diese Weise geht es Schritt für Schritt voran in Richtung neue Bestzeit – wie auch bei Finja Albrecht. Sie hatte bei den Maschsee-Umrundungen keine Mühe, das vorgegebene Tempo zu halten. Im Gegenteil: Auf den letzten sechs Kilometern schloss sich die Hannoveranerin einer noch schnelleren Gruppe an. „Es läuft gut“, sagt Albrecht.

SPORTBUZZER Lauftreff am Maschsee

Die Form stimmt offenkundig – wenn da nur nicht dieses eine Problem wäre, das sie etwas beunruhigt. „Ich befürchte, dass ich mir eine Erkältung eingefangen habe“, sagt Albrecht. Sie spüre erste Symptome. Da werden zwangsläufig Erinnerungen an 2019 wach: Da musste sie den Hannover-Marathon nach 30 Kilometern schweren Herzens beenden, eine Erkältung hatte ihr zu sehr zugesetzt.

Nun muss Albrecht abwarten, ob sie in nächster Zeit ihr Pensum durchziehen kann. Dazu gehören außer Laufen (60 bis 70 Kilometer pro Woche) auch Radfahren und Krafttraining. „Das Drumherum, der vernünftige Ausgleich, ist wichtig“, sagt die Physiotherapeutin, die sich dafür die erforderliche Zeit nimmt.

Trinkpause beim SPORTBUZZER Lauftreff

Ihr Tipp: mindestens zweimal in der Woche Kraft- und Stabilisationsübungen machen. Das beuge typischen Läuferverletzungen vor – Finja Albrecht, die schon mit 15 ihren ersten Halbmarathon lief, ist anscheinend davor gefeit und so gesehen ein gutes Vorbild auch für die anderen vom SPORTBUZZER Lauftreff.

In den nächsten Tagen feiert sie ihren 30. Geburtstag. Bei hoffentlich guter Gesundheit. Ende April gibt es den 30. Hannover-Marathon. Das müsste eigentlich passen. Wie auch bei Peer Seef: Der schnelle Tierarzt aus Ronnenberg tritt dann zu seinem 15. Marathon an. Was in dem Fall auch als eine runde Sache angesehen werden kann.