17. Mai 2021 / 17:34 Uhr

Die SPORTBUZZER Legenden des Jahrzehnts: Mertesacker, Recken und Steinhaus

Die SPORTBUZZER Legenden des Jahrzehnts: Mertesacker, Recken und Steinhaus

Christoph Dannowski
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die SPORTBUZZER Legenden des Jahrzehnts: Per Mertesacker (von links), die Recken der TSV Hannover-Burgdorf und Bibiana Steinhaus.
Die SPORTBUZZER Legenden des Jahrzehnts: Per Mertesacker (von links), die Recken der TSV Hannover-Burgdorf und Bibiana Steinhaus. © IMAGO
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Sie haben schon etliche Erfolge verbuchen und feiern dürfen - einer kommt jetzt noch hinzu: Bei der Wahl der SPORTBUZZER Legenden des Jahrzehnts haben sich Bibiana Steinhaus als Sportlerin, Per Mertesacker als Sportler und die Recken der TSV Hannover-Burgdorf als Mannschaft durchgesetzt.

Es ist ja nun nicht so, dass das Fußballerleben des Per Mertesacker arm an Trophäen gewesen wäre. Deutscher Pokalsieger ist er geworden, dreimal englischer Pokalsieger, dreimal englischer Supercupsieger. Der 36-Jährige wurde Niedersachsens Fußballer des Jahres, erhielt dreimal das Silberne Lorbeerblatt – über allem steht der Weltmeistertitel 2014.

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Nun also SPORTBUZZER Legende des Jahrzehntes in Hannover. „Eine Auszeichnung, die Per wirklich sehr freut“, sagt dessen Vater Stefan Mertesacker, „auf Auszeichnungen in seiner Heimat ist mein Sohn immer besonders stolz“.

Sieger: Vater Stefan Mertesacker nahm von NP-Chefredakteur Carsten Bergmann die Auszeichnung fürWeltmeister Per entgegen.
Sieger: Vater Stefan Mertesacker nahm von NP-Chefredakteur Carsten Bergmann die Auszeichnung fürWeltmeister Per entgegen. © Debbie Jayne Kinsey

Dabei stand der 69-jährige einstige Sparkassen-Mitarbeiter und Ein-Spieltrainer von Hannover 96 auf dem Rasen, der für Per mal die Welt bedeutet und den Anfang seiner Weltkarriere markiert hat.

Auf dem Platz des TSV Pattensen überreichte NP-Chefredakteur Carsten Bergmann die Trophäe, eine Illustration des Künstlers Daniel Stieglitz aus Kassel, der 2018 in San Diego den Karrikaturen-Oscar „Golden Nosy“ gewonnen hatte.

Fünfmal ist Per Mertesacker auf dem colorierten Porträt zu sehen, das Vater Stefan als „geschmackvoll und gelungen“ bezeichnet. Der lange Innenverteidiger von 96, dem SV Werder und dem FC Arsenal gewann die Wahl mit 10 Prozent Vorsprung vorm früheren Recken-Nationalspieler Timo Kastening.

Eine Wahl, für die die am Montag aus dem Amt scheidende Stadtsportbund-Präsidentin Rita Girschikofsky nur Lob findet: „Sie zeigt eindrucksvoll, dass Hannover eine Sportstadt war, ist und sicher bleiben wird.“


Siegerin: Bibiana Steinhaus-Webb wurde von Christoph Dannowski ausgezeichnet.
Siegerin: Bibiana Steinhaus-Webb wurde von Christoph Dannowski ausgezeichnet. © Florian Petrow

Auch Bibiana Steinhaus-Webb ist in ihrer 26 Jahre währenden Laufbahn als Unparteiische überschüttet worden mit Preisen: viermal Sportlerin des Jahres in Hannover, siebenmal Schiedsrichterin des Jahres in Deutschland, viermal Weltschiedsrichterin des Jahres, Weltschiedsrichterin des vergangenen Jahrzehnts.

Trotzdem „war ich sehr gerührt, als ich von dieser Ehrung erfahren habe. Dieser Titel kommt von den Leserinnen und Lesern aus Hannover und ich bin stolz darauf, Botschafterin dieser tollen Stadt und dieser liebenswerten Menschen sein zu dürfen."

Nun ist die frischvermählte Ehefrau mit 42 Jahren schon eine Legende, „diese Auszeichnung verstehe ich als ungeheure Wertschätzung, auch in der Hinsicht, dass wir Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter als Sportler wahrgenommen werden“.

Die Polizistin aus Langenhagen gewann mit fast 20 Prozent Vorsprung vor Triathlon-Ikone Sandra Wallenhorst, die „Bibi das von Herzen gönnt. Für mich ist Platz zwei ein schöner Erfolg.“

Sieger: Die Recken (von rechts) Eike Korsen, Fabian Böhm und Sven-Sören-Christophersen mit SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange.
Sieger: Die Recken (von rechts) Eike Korsen, Fabian Böhm und Sven-Sören-Christophersen mit SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange. © Debbie Jayne Kinsey

Schaut man auf die Leistungen der letzten Monate, mag es nicht verwundern, dass 96 deutlich geschlagen wurde von den Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf. Aber in diesem Jahrzehnt, über das mehr als 5000 Leserinnen und Leser abgestimmt haben, gab es auch bessere, ja goldene Zeiten.

Viertelfinale in der Europa League, die legendären Spiele gegen Sevilla, Kopenhagen, Brügge und Lüttich. Doch der europäische Glanz fiel eben auch auf die TSV, die sich mit fast 10 Prozent Vorsprung Platz eins der Mannschaftswertung vor den Roten holten.

„Damit hätten wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Geschäftsführer Eike Korsen. „Das uns die Fans diesen Sieg schenken, tut gerade in der Zeit gut, in der wir ohne Zuschauer spielen müssen“, sagt Sportdirektor Sven-Sören Christophersen.

Und was sagt Kapitän und Nationalspieler Fabian Böhm? „Der Titel belohnt eine gute Vergangenheit. Mit dieser Auszeichnung in der Tasche wollen wir auch dieses Jahrzehnt erfolgreich gestalten.“