13. Mai 2020 / 08:13 Uhr

SPORTBUZZER-Serie zum Bundesliga-Neustart: Diese Teams kämpfen gegen den Abstieg

SPORTBUZZER-Serie zum Bundesliga-Neustart: Diese Teams kämpfen gegen den Abstieg

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kämpfen gegen den Abstieg: Werder Bremen, der SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf.
Kämpfen gegen den Abstieg: Werder Bremen, der SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf. © Getty Images, Montage
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Miniserie zum Bundesliga-Neustart: Drei Klubs stecken am Tabellenende fest. In Bremen und Paderborn passierte in der Pause Ungewöhnliches. Diese Teams spielen in den verbleibenden Spielen gegen den Abstieg.

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Exakt 66 Tage werden zwischen dem bislang letzten und nächsten Spiel vergangen sein, wenn die Bundesliga am Samstag ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt. Was bisher geschah? Teil eins der Miniserie zum Neustart beleuchtet den Kampf um den Klassenerhalt: Die Tabellensituation, die Krisenklubs – und inwiefern sie für den Wiederbeginn gewappnet sind.

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Am Ende der Tabelle hat sich mit dem SC Paderborn (16 Punkte), Werder Bremen (18) und Fortuna Düsseldorf (22) bis dato ein recht exklusives Grüppchen versammelt, schon seit zehn Spieltagen macht es sich dieses Trio auf den letzten drei Plätzen in unterschiedlicher Reihenfolge bequem.

Davor weist der 1. FSV Mainz 05 (26) als Tabellen-15. ein Polster von vier Punkten auf den Relegationsplatz auf, der FC Augsburg (27) ist ebenso noch im gefährdeten Bereich wie Hertha BSC (28); beide Klubs nutzten die Corona-Zwangspause, um mit Heiko Herrlich beziehungsweise Bruno Labbadia neue Trainer zu installieren. Eintracht Frankfurt steht genauso bei 28 Zählern, hat aber noch das Nachholspiel gegen Werder Bremen in petto. Aufsteiger Union Berlin (30) und der 1. FC Köln nach einem Zwischenspurt (acht Siege in zehn Spielen) haben sich ihrer größten Sorgen wohl bereits entledigt.

Kellerduell gleich zum Auftakt

Zum Auftakt am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, Sky) kommt es zwischen Düsseldorf und Paderborn gleich zu einem echten Kellerduell. Der Tabellenletzte aus Ostwestfalen, eigentlich stets um Unaufgeregtheit bemüht, sorgte in der Zwischenzeit mit einem überraschenden Wechsel auf dem Posten des Sportchefs für Schlagzeilen.

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Martin Przondziono wurde zum 1. Mai durch den ehemaligen Manager von Holstein Kiel, Fabian Wohlgemuth, ersetzt – und zeigte sich selbst entsprechend irritiert: „Die Gründe für diesen Schritt kann ich in keiner Weise nachvollziehen“, sagte er dem Kicker. Auch Trainer Steffen Baumgart sah die Entscheidung nicht kommen, zu der die Vereinsführung angeblich aufgrund eines schlechten Händchens bei den Wintertransfers und unglücklicher Aussagen zur finanziellen Situation des Klubs, gekommen sei.

Paderborn und Düsseldorf glauben an Klassenerhalt

Wohlgemuth, der neue starke Mann also, hat den Klassenerhalt aufgrund des kompletten Neustarts, jedenfalls noch nicht abgeschrieben. „Die Chancen sind größer geworden, die Rahmenbedingungen haben sich geändert“, glaubt er. „Der Verein, der sich am besten darauf einstellt, hat die besten Chancen, die meisten Punkte zu holen.“

Auch Fortuna-Coach Uwe Rösler merkt an, zum Wiederbeginn besser keine Wunderdinge zu erwarten. „Der Start wird bei allen holprig sein, keiner ist in Topform. Es ist wie ein Stochern im Nebel. Du weißt nicht genau, wo die eigene Mannschaft steht, und aktuelle Infos über den Gegner hast du auch nicht“, sagte er etwas ahnungslos.

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Und dann ist da noch Werder Bremen. Mit Europapokalambitionen gestartet, gerieten die Hanseaten nicht nur sportlich in Schieflage. Kaum ein Klub gestattete einen so tiefen Einblick ins eigene Portemonnaie – dadurch wurden gravierende Einschnitte im Finanzhaushalt offenbart. Erstmals seit 2003 musste Werder Schulden aufnehmen, nachdem man vor der Saison bei kostspieligen Transfers und Ausleihen mit Kaufverpflichtungen ganz schön in Vorleistung gegangen war.

Werder beklagt "deutlichen Wettbewerbsnachteil"

Die Bremer Politiker machten dem Verein das Leben zusätzlich schwer – anders als in anderen Bundesländern durfte die Mannschaft bis zuletzt nur in Vierergruppen trainieren, der schnelle Wiederbeginn sei da ein „deutlicher Wettbewerbsnachteil“, moserte Sportchef Frank Baumann. Die DFL kam Werder zumindest insofern entgegen, dass die Partie gegen Bayer Leverkusen erst am Montagabend (20.30 Uhr, DAZN) angepfiffen wird.

Dass Trainer Florian Kohfeldt jedoch niemand ist, der derlei schwierige Voraussetzungen als Ausrede gelten lassen würde, untermauerte er erneut: „Ab jetzt gilt nur, Vollgas in dieser Situation zu geben. Es gibt kein Alibi.“ Corona hin, Corona her.