05. Mai 2017 / 19:09 Uhr

Sportbuzzer-Spotlight: Fünf Dinge, auf die du am 32. Spieltag achten musst 

Sportbuzzer-Spotlight: Fünf Dinge, auf die du am 32. Spieltag achten musst 

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Burgstaller, Nagelsmann, Tuchel und Frings: Sie könnten am 32. Spieltag zu entscheidenden Protagonisten werden.
Burgstaller, Nagelsmann, Tuchel und Frings: Sie könnten am 32. Spieltag zu entscheidenden Protagonisten werden. © imago
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Die Bundesliga geht in die heiße Phase: Diese Themen werden den Matchday diesmal bestimmen - mit Guido Burgstaller, dem "Coachico" zwischen Dortmund  und dem SV Darmstadt 98. 

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Am 32. Spieltag dürfte die Entscheidung im Tabellenkeller fallen: Der SV Darmstadt 98 muss beim alten und neuen Meister FC Bayern gewinnen, um die Klasse zu halten. Was ist sonst noch Der SPORTBUZZER wirft einen Blick voraus - diese fünf Themen sind Pflichtwissen, wenn ihr auf dem Bolzplatz, beim Training und am Stammtisch mitreden wollt!

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1. Muss der SV Darmstadt 98 jetzt runter?

Frings
Torsten Frings führte seine Darmstädter zuletzt zu drei Siegen in Serie. © imago

Irgendwann geht auch die schönste Geschichte zu Ende - wie wahrscheinlich jetzt beim SV Darmstadt 98. Dreimal in Folge konnte der Tabellenletzte aus Hessen gewinnen, doch jetzt geht es gegen den übermächtigen FC Bayern. In der Allianz Arena muss die Mannschaft des früheren Münchners Torsten Frings am Samstag (15.30/SPORTBUZZER-Ticker) unbedingt punkten, um dem Abstieg ein drittes Mal aus dem Weg zu gehen. Darmstadt ist zum Siegen verdammt.

"Die Mannschaft besitzt eine großartige Mentalität. Sie gibt sich nie auf, auch wenn die Situation beschissen war und auch immer noch ist", sagt Frings im exklusiven SPORTBUZZER-Interview vor dem Showdown beim Ex-Klub, für den er in der Saison 2004/05 29 Bundesliga-Spiele bestritt, ehe es ihn zurück zu Werder Bremen zog. "Es macht keinen Sinn, groß darüber nachzudenken, was eventuell hätte sein können. Wir sind froh, dass wir uns in dieser Art und Weise aus der Liga verabschieden können."


2. Tuchel gegen Nagelsmann: Das deutsche "Coachico"

Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann spielen mit ihren Mannschaften um die direkte Champions-League-Qualifikation.
Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann spielen mit ihren Mannschaften um die direkte Champions-League-Qualifikation. © imago

Es geht um das dritte direkte deutsche Ticket für die Champions League: Borussia Dortmund empfängt die TSG Hoffenheim. Es ist das Millionenspiel, denn der Sieger wird aller Wahrscheinlichkeit nach direkt in der Eliteliga dabei sein, während der Verlierer in die Qualifikation muss. Am Samstag wird um 15.30 Uhr gespielt - hier geht's zum SPORTBUZZER-Liveticker.

TSG-Trainer Julian Nagelsmann sieht die Dortmunder vor dem Duell der beiden deutschen Top-Coaches gegen Thomas Tuchel in der Favoritenrolle: Hoffenheim ist mit einem Punkt Vorsprung derzeit Tabellendritter, Dortmund hat aber die bessere Tordifferenz. "Bei aller Bescheidenheit, aber der Druck liegt brutal bei Borussia Dortmund. Die müssen Dritter werden, wir nicht – aber wir wollen gern", sagt Nagelsmann vor dem Spiel, das mancherorts in Anlehnung an das spanische Clásico schon als "Coachico" bezeichnet wird.


3. Zieht Ingolstadt Bayer Leverkusen in den Abstiegsstrudel?

Enttäuschende Tage für Tayfun Korkut: Erst 0:4 gegen Bayern München verloren, dann bei der Trainertagung vergessen.
Tayfun Korkut steht bei Bayer Leverkusen unter Druck. © imago/Eibner

Für den FC Ingolstadt 04 ist es die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt: Der FCI muss im Kellerduell gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/SPORTBUZZER-Ticker) unbedingt gewinnen, um noch eine realistische Möglichkeit zu haben.

Gleichzeitig wird's aber für Leverkusen richtig ungemütlich. Falls das Spiel im Audi Sportpark verloren geht, steckt Bayer tief drin in der Misere. Nach der heftigen Pleite gegen Schalke muss eine Reaktion her. "Jetzt ist der 32. Spieltag und wir kämpfen um den Klassenerhalt, wir sind mittendrin. Wir wollen unsere Chance wahren", sagt Ingolstadts Trainer Maik Walpurgis - der eine Kampfansage an die Konkurrenz schickt. Bei einem Sieg könnten sich die Bayern bis auf einen Punkt an den Relegationsrang herankämpfen.


4. Krisenklub HSV bündelt seine Kräfte

Trainer Markus Gisdol will mit dem HSV nach der Länderspielpause angreifen.
Bei Markus Gisdol und seinem HSV läuft es bescheiden. © Maurizio Gambarini

Auch der HSV steckt wieder voll drin im Abstiegskampf - und gibt ein desolates Bild ab. Nachdem Trainer Markus Gisdol drei Spieler - darunter Ex-Kapitän Johan Djourou - aus dem Trainingsaufgebot strich, meldete sich der Berater des ebenfalls suspendierten Schweden Nabil Bahoui zu Wort - und wütete gegen Gisdol, der seine Mannschaft zu einem Kurztrainingslager in Rotenburg (Wümme) versammelte.

Nochi Hamasor sagte der schwedischen Tageszeitung Expressen: "Der Trainer ist ein feiger Drecksack! Die Entscheidung hat nichts mit Fußball zu tun." Bahoui hatte unter Gisdol kein einziges Spiel bestritten. Seinen einzigen Saisoneinsatz bestritt er beim knappen 0:1 gegen den FC Bayern, der das Aus von Gisdols Vorgänger Bruno Labbadia besiegelte. Bahoui spielte auf Linksaußen nicht schlecht und wurde nach 67 Minuten beim Stand von 0:0 ausgewechselt - ehe Joshua Kimmich in der 88. Minute den Siegtreffer der Bayern beisteuerte.

Umbruch nach HSV-Debakel gegen Augsburg – „Wird sich einiges tun!“

Ganz anders hat Ex-Kapitän Johan Djourou, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, auf die Entscheidung reagiert. "Der Verein hat so entschieden und ich habe diesen Entscheid zu akzeptieren",sagte Djourou der Blick. "Ich habe vor wenigen Wochen gesagt, dass ich alles für diesen Verein geben werde. Daran hat sich nichts geändert! Wenn der Verein mich braucht, dann bin ich sofort wieder für ihn da."

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Der HSV trifft am Sonntag (15.30 Uhr/SPORTBUZZER-Ticker) im Kellerduell auf den 1. FSV Mainz 05. Die Hamburger können dann wieder auf Kyriakos Papadopoulos und und Aaron Hunt bauen, die genau wie Torwart Christian Mathenia in Rotenburg wieder ins Training einstiegen.


5. Schießt Burgstaller Schalke nach Europa?

Gudio Burgstaller ist für Österreichs Fußball-Nationalelf nominiert worden.
Ist erfolgreichster Schalke-Schütze: Guido Burgstaller. © imago

Der FC Schalke 04 kann sich am Sonntag (17.30 Uhr/SPORTBUZZER-Ticker) beim SC Freiburg mit einem Sieg eindrucksvoll im Rennen um den Europapokal zurückmelden. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl dümpelte die gesamte Saison über im Mittelfeld, kann sich nun aber auf der Zielgeraden an der Konkurrenz vorbeischieben. Einen großen Anteil am Schalke Aufschwung hat Guido Burgstaller, der in nur 15 Spielen acht Tore schoss und Vorzeige-Malocher des Pott-Klubs ist.

Doch auch der Gastgeber hat einen starken Stürmer in seinen Reihen: Florian Niederlechner, 26 Jahre und gerade permanent vom FSV Mainz 05 verpflichtet. Wird das Duell der Torjäger entscheidend im Kampf um Europa? Es ist anzunehmen. Klar ist: Schalke würde mit einem Sieg an den Freiburgern vorbeispringen und mit dann 44 Punkten auch Hertha BSC und Werder Bremen auf den Plätzen fünf und sechs unter Druck setzen.