27. Juli 2020 / 19:10 Uhr

Sportchef Almedin Civa erklärt Kader des 1. FC Lok Leipzig für nahezu komplett 

Sportchef Almedin Civa erklärt Kader des 1. FC Lok Leipzig für nahezu komplett 

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Sportdirektor und Trainer Almedin Civa hat die erste Arbeit getan: „Ich habe nie den Glauben verloren, dass eine Mannschaft zustande kommt!“ 
Sportdirektor und Trainer Almedin Civa hat die erste Arbeit getan: „Ich habe nie den Glauben verloren, dass eine Mannschaft zustande kommt!“  © Christian Modla
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„Die erste Arbeit ist getan!“ verkündet Almedin Civa, der neue Sportliche Leiter und Trainer des Leipziger Regionalligisten in Personalunion. Jetzt müssen die Spieler nur noch ihren neuen Spielführer wählen. „Es heißt auch Mannschafts- und nicht Trainerkapitän!“ stellt Civa fest.

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Leipzig. Almedin Civa wird wissen, worauf es als Kapitän ankommt. 2001 stieg er als „Capitano“ mit dem SV Babelsberg in die zweite Liga auf. Den neuen Spielführer vom 1. FC Lok Leipzig möchte er jedoch nicht bestimmen. „Es heißt auch Mannschaftskapitän und nicht Trainerkapitän“, definiert der neue Lok-Coach.

Wer das Erbe von Robert Zickert antritt, der zum Ligakonkurrenten Chemnitzer FC wechselt, soll mithin die neu formierte Mannschaft wählen. Gut möglich, dass einer der Lok-Legionäre, die ihren Vertrag diesen Sommer verlängerten, der neue verlängerte Arm des Bosniers auf dem Feld wird. Sascha Pfeffer war der Letzte, der es Paul Schinke, Djamal Ziane, Maik Salewski, Leon Heynke, David Urban und Robert Berger gleich tat und in Probstheida bleibt, Maximilian Pommer soll ebenfalls noch gehalten werden. Von Civas Lok-Wunsch-Spielern konnte nur Robert Zickert nicht überzeugt werden.

DURCHKLICKEN: Das ist der Kader des 1. FC Lok Leipzig für die Regionalliga Nordost 2020/2021

Almedin Civa sitzt künftig auf der Trainerbank in Probstheida. Zur Galerie
Almedin Civa sitzt künftig auf der Trainerbank in Probstheida. ©

„Die erste Arbeit ist getan“, freut sich der neue Sportliche Leiter und Trainer in Personalunion. Neben den Verbliebenen lotste Civa ehemalige Weggefährten wie Stürmer Tom Nattermann, Talente aus Bundesliga-Zweitvertretungen wie Angreifer Gabriel Boakye (1. FC Köln), erfahrene Regionalligisten wie Verteidiger Mike Eglseder oder den in Österreichs Beletage eingesetzten Damir Mehmedovic an die Connewitzer Straße.

Wolfgang Wolf arbeitete Civa ein

Aus dem Handgelenk schüttelte sich die Kaderzusammensetzung nach der verpassten Aufstiegschance und der ungewissen (Profi-)Zukunft jedoch nicht. „Ich habe mich nie aus der Ruhe bringen lassen und nie den Glauben verloren, dass eine Mannschaft zustande kommt,“ so der 48-Jährige, der betont: „Man muss ackern und arbeiten. Der ganze Verein hat das gemacht, Tag und Nacht.“

Dass der Einstieg so reibungslos verlief, lag auch an Wolfgang Wolf, erklärt Civa. Dessen Vorgänger in der Doppelrolle Sportdirektor/Trainer, der letzte Woche im Sportbuzzer-Interview sein Karriereende verkündete, arbeitete den Bosnier ein, beide tauschten sich regelmäßig aus. Wäre Lok Leipzig aufgestiegen, erklärte Wolf, hätte er Civa auf der Trainerbank außerdem für ein halbes Jahr unterstützt und dann seine Laufbahn beendet.

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Nun haben der neue Lok-Trainer und seine Schützlinge zwei Wochen Zeit, dann wartet mit dem Sachsenpokalhalbfinale und dem FC Eilenburg das erste gemeinsame Pflichtspiel. „Für die gewissen Abläufe braucht es Trainingseinheiten“, sagt Civa.

Und Testspiele. Wie am Samstag, als Lok Leipzig gegen Stadtligist SG Olympia 11:0 gewann und zum ersten Mal seit Februar wieder vor Zuschauern spielte, wenn auch „nur“ etwas mehr als 400 Fans. Morgen gastiert der Viertligist bei Grün-Weiß Piesteritz, am Samstag beim VFC Plauen – am 8. August wird es dann ernst. Sollte Lok nicht nur im Halbfinale, sondern daraufhin auch im Finale des Sachsenpokals erfolgreich sein, würden die Probstheidaer im DFB-Pokal auf Bundesligist TSG Hoffenheim treffen.