14. Mai 2019 / 08:17 Uhr

Sportchef-Suche bei 96: Hannover-Konzept beeindruckt Kind - aber weiter "alles offen"

Sportchef-Suche bei 96: Hannover-Konzept beeindruckt Kind - aber weiter "alles offen"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Altin Lala und Steven Cherundolo haben Martin Kind mit ihrem Konzept überzeugt.
Altin Lala und Steven Cherundolo haben Martin Kind mit ihrem Konzept überzeugt. © nordphoto / imago images / Gabriel Poblete
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Die Suche nach einem Sportchef bei Hannover 96 zieht sich weiter hin. Erneut in den Vordergrund gerückt ist nun eine Konstellation mit den Ex-96-Kapitänen Altin Lala und Steven Cherundolo. Auch drei erfahrene Männer gelten (wieder) als Kandidat.

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Rücksicht muss jetzt keiner mehr nehmen, der Abstieg steht fest und wirkt wie ein Teilchenbeschleuniger. Es soll jetzt schnell gehen – die fehlenden Bestandteile im 96-Apparat werden zügig ersetzt. Wichtigstes Element ist der Sportchef, der laut 96-Profichef Martin Kind „Ende dieser Woche“ feststehen soll.

Es könnte aber auch ein Sportchef-Team aus Hannover-Heroen werden. Steven Cherundolo und Altin Lala haben ein Konzept vorgelegt, das Kind beeindruckt hat. „Sie bringen lokale Identität gepaart mit Loyalität und sportlichem Wissen ein“, lobt Kind. Zu den beiden ehemaligen 96-Kapitänen käme mit Jan Schlaudraff ein dritter ehemaliger Hannover-Profi.

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Hellberg kein Thema als Sportchef

Lala arbeitet als Spielerberater, Cherundolo war zuletzt Co-Trainer von Tayfun Korkut in Stuttgart. Schlaudraff ist Chef vom Dienst bei 96. Der als Manager-Assistent eingeplante Ex-Nationalspieler führt zurzeit in Absprache mit Kind die Geschäfte.

Bastian Hellberg, ebenfalls ein Ex-96-Profi, spielt bei der Sportchef-Suche entgegen der Spekulation im Kicker keine Rolle. Hellberg hat seine Arbeitszeit beim Niedersächsischen Fußballverband reduziert. „Mit seinem Na­men beschäftigen wir uns immer mal“, sagt Kind – aber eben nicht im Sportchef-Kontext. Kind erhofft sich von treuen Ex-Profis mehr Ehrlichkeit und Redlichkeit bei Transfers, eben „Loyalität zu 96“. Und er fragt: „Warum sollten Cherundolo und Lala weniger Kompetenz bei der Einschätzung von Spielern als Horst Heldt ha­ben?“

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Beirat aus Ex-96-Größen möglich

Möglich ist auch, dass die Ex-Profis in einer Art Beirat den Sportchef unterstützen: „Wir müssen uns breiter aufstellen, das wird es nicht mehr geben, dass zwei Leute allein entscheiden.“ Der 75-Jährige meint damit Ex-Manager Heldt und Trainer André Breitenreiter, die die Abstiegsmannschaft zusammengestellt hatten.

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"Werde nichts mehr unterschreiben, was nicht hundertprozentig mit mir abgestimmt ist"

Der 96-Profichef will künftig bereits „im Vorfeld der Entscheidungen zu einer kritischen Bewertung“ kommen. Das soll idealerweise über „in großen Gremien abgestimmte Entscheidungsprozesse“ ablaufen, „die für mehr Klarheit und Transparenz sorgen“. Grund­sätzlich gilt für Kind: „Ich werde nichts mehr unterschreiben, was nicht hundertprozentig mit mir abgestimmt ist.“

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Uli Stein spricht vor - Beiersdorfer wieder im Rennen

Zuletzt haben noch mal viele Bewerber vorgesprochen, etwa Ex-Torwart Uli Stein. Ein erfahrener Sportchef in Kombination mit den Hannover-Kämpen könnte die 96-Lösung werden. Dietmar Beiersdorfer ist wieder ein ernsthafter Kandidat. Der Ex-HSV-Vorstand und Red-Bull-Weltchef hat eine außergewöhnliche Vita vorzuweisen. Auch der Schweizer Fredy Bickel, der bei Rapid Wien aufhört, ist in der engeren Wahl.

„Noch ist alles offen“, sagt Kind. Doch fünf Wochen nach der Freistellung von Heldt wird es Zeit für die Neubesetzung des wichtigsten 96-Jobs.

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