29. Juni 2020 / 14:21 Uhr

Goldene Zukunft bei Hertha BSC? Neuer Sportdirektor Arne Friedrich will mit Berlin "nach oben rücken"

Goldene Zukunft bei Hertha BSC? Neuer Sportdirektor Arne Friedrich will mit Berlin "nach oben rücken"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arne Friedrich ist der neue Sportdirektor von Hertha BSC.
Hertha's neuer Sportdirektor: Arne Friedrich. © dpa
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Arne Friedrich ist neuer Sportdirektor bei Hertha BSC - und peilt mit dem "Big City Club" einen sportlichen Aufschwung an. Der 41-jährige betonte zudem, dass Hertha bei möglichen Verpflichtungen künftig auf Qualität, statt auf Quantität achten wird.

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Der bei Hertha BSC zum neuen Sportdirektor ernannte Arne Friedrich rechnet in diesem Sommer mit einem besonders schwierigen Transfermarkt. "Es ist eine spezielle Phase, in der wir uns befinden. Niemand weiß, wie die Preise sein werden. Niemand weiß, wer Spieler abgeben will. Die Transferperiode wird länger dauern", sagte der ehemalige Nationalspieler in einem virtuellen Pressegespräch am Montag.

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Der 41-Jährige war am Vortag von dem Berliner Bundesligisten in diese Position befördert worden. Im November 2019 hatte Ex-Trainer Jürgen Klinsmann den ehemaligen Hertha-Profi als sogenannten Performance Manager zum Verein zurückgeholt. Im Gegensatz zu anderen Wegbegleitern Klinsmanns blieb Friedrich auch nach dessen fluchtartigem Abgang. Das im deutschen Profisport ungewohnte Jobprofil hat der WM-Dritte von 2006 und 2010 nun aber gegen den gängigen Posten des Sportdirektors eingetauscht.

Friedrich soll zukünftig als Bindeglied zwischen Spielern, Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz fungieren und maßgeblich bei der Kaderplanung mitwirken. Die Hertha werde bei möglichen Verpflichtungen auf Qualität statt Quantität achten, betonte der ehemalige Verteidiger. Zudem will er - ganz neudeutsch - das „Mind Set“ in Berlin weiter verändern, also die Charakterschulung gerade im Nachwuchsbereich forcieren.

Von Covic über Klinsmann bis Kalou: Die Chaos-Saison von Hertha BSC.

Von Covic über Klinsmann bis Kalou: Die Chaos-Saison von Hertha BSC. Zur Galerie
Von Covic über Klinsmann bis Kalou: Die Chaos-Saison von Hertha BSC. © dpa

Friedrich formuliert vorsichtige Ziele

Eine konkrete sportliche Prognose nach dem diesmal gerade noch so versöhnlichen zehnten Platz wollte Friedrich für die kommende Saison auch nicht geben. Die Image-Debatte um den angeblichen „Big City Club“ mit möglichen weiteren Millionen-Segnungen von Investor Lars Windhorst will er offenbar ganz bewusst nicht befeuern. „Es ist klar, dass wir nach oben rücken wollen. Wir wollen qualitativ guten Fußball spielen“, sagte er. Einen „Platz x“ als Saisonziel werde er aber nicht ausrufen. Nach einer turbulenten Spielzeit hatten die Berliner unter Bruno Labbadia letztlich noch den zehnten Tabellenplatz erreicht.