23. September 2021 / 14:14 Uhr

Rückkehr von BVB-Trainer Rose nach Gladbach: Borussen-Manager Eberl warnt vor "Kleinkrieg"

Rückkehr von BVB-Trainer Rose nach Gladbach: Borussen-Manager Eberl warnt vor "Kleinkrieg"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl (links) freut sich auf das Wiedersehen mit BVB-Trainer Marco Rose.
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl (links) freut sich auf das Wiedersehen mit BVB-Trainer Marco Rose. © IMAGO/Moritz Müller/Laci Perenyi (Montage)
Anzeige

Dieses Wiedersehen macht nur wenig Freude. Bei der Rückkehr nach Mönchengladbach erwartet BVB-Trainer Marco Rose ein ungemütlicher Empfang. Die Wut der Fans ist noch nicht verraucht. Gladbach-Sportdirektor Max Eberl zeigt Verständnis für das Verhalten der Gladbach-Anhänger, warnt aber vor einem "Kleinkrieg".

BVB-Trainer Marco Rose muss sich auf einen ungemütlichen Empfang bei seiner Rückkehr nach Mönchengladbach einstellen. Borussia-Sportdirektor Max Eberl reagierte zwei Tage vor dem Duell auf die Fan-Wut. "Ich wünsche mir, dass wir uns nicht nur in diesen Kleinkrieg begeben", betonte Eberl auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Klar verstehe ich die Fans, die ihren Unmut zeigen wollen. In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, man kann das tun."

Anzeige

Michael Weigand von der Gladbacher Fanvertretung "Supporters Klub" hatte in der Sport Bild deutlich gemacht, was den neuen BVB-Coach bei seiner Rückkehr in den Borussia-Park erwartet. "Ich gehe von einem gellenden Pfeifkonzert und Schmährufen gegen ihn aus", sagte Weigand, der mit deutlichen Worten auf die anhaltende Wut verwies: "Wir Fans haben gemerkt, dass wir von ihm hinters Licht geführt und von ihm verarscht wurden." Anders als in der vergangenen Saison mit dem coronabedingten Zuschauerausschluss bietet sich den Fans nun Gelegenheit, dem Ärger im Stadion Luft zu verschaffen.

"Es geht aber nicht um das Spiel Marco Rose gegen Gladbach, sondern Dortmund gegen Gladbach. Es wäre schön, wenn wir unsere ganze Kraft in die Waagschale werfen, um einen sehr, sehr starken Gegner zu schlagen und uns nicht nur darauf konzentrieren, dass Marco Rose dieses Stadion wieder betreten wird", meinte Eberl. Der Sportdirektor geht davon aus, dass sich die Anhänger der Fohlen vernünftig verhalten werden. "Erstmal haben wir auch Vertrauen in unsere Fans. Die Fußball-Sprache ist manchmal unterste Schublade. Das wird man nicht gänzlich verhindern können. Aber wenn es in Richtung persönliche Bedrohungen geht, wird es komisch. Dann würden Grenzen überschritten werden", sagte Eberl.

Besonders übel nahmen es die Fans, dass Rose stets erklärt hatte, in Gladbach langfristig etwas aufbauen zu wollen. Erste Ansätze waren vielversprechend. In seinem Debüt-Jahr führte der einstige Salzburger Coach die Gladbacher in die Champions League und später gar in das Achtelfinale des lukrativen Wettbewerbs. Die famosen Auftritte schürten den Traum vom ersten Titel seit dem DFB-Pokalsieg 1995. "Wir dachten wirklich, es kann eine emotionale Bindung zwischen Marco Rose und dem Klub entstehen", sagte Weigand, "kurz darauf war alles Schall und Rauch". Der neue BVB-Trainer sieht die Trennung weniger emotional: "Wie es im Fußball ist. Das hat man oft, dass man gegen einen Ex-Verein spielt. Dann geht es vor allem darum, dass man für seinen neuen Verein das Bestmögliche rausholt. Das sind für uns drei Punkte."