21. Oktober 2019 / 22:22 Uhr

Sportdiskussion mit Hannovers OB-Kandidaten: Sportstättenbau und -sanierung im Fokus

Sportdiskussion mit Hannovers OB-Kandidaten: Sportstättenbau und -sanierung im Fokus

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Rita Girschikofsky (von links), Vorsitzende des Stadtsportbundes Hannover, mit Hannovers OB-Kandidaten Belit Onay (Die Grünen), Eckhard Scholz (CDU), Marc Hansmann (SPD) und Carsten Bergmann, Hannover-Sportchef der Verlagsgruppe Madsack.
Rita Girschikofsky (von links), Vorsitzende des Stadtsportbundes Hannover, mit Hannovers OB-Kandidaten Belit Onay (Die Grünen), Eckhard Scholz (CDU), Marc Hansmann (SPD) und Carsten Bergmann, Hannover-Sportchef der Verlagsgruppe Madsack. © Florian Petrow
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Hannovers OB-Kandidaten Belit Onay (Die Grünen), Eckhard Scholz (CDU) und Marc Hansmann (SPD) diskutierten im Toto/Lotto-Saal der Akademie des Sports über die sportliche Zukunft der Stadt. Großes Thema war unter anderem der Sportstättenbau und die Sanierung von Sportanlagen.

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Das Interesse war größer als erwartet. Bevor Rita Girschikofsky, Vorsitzende des Stadtsportbundes Hannover (SSB) die Sportdiskussion mit den drei aussichtsreichsten hannoverschen Oberbürgermeister-Kandidaten eröffnete, mussten noch zusätzliche Stühle in den Toto/Lotto-Saal der Akademie des Sports gebracht werden. „Wir wollen wissen, wie steht der Sport in dieser Stadt da“, sagte Girschikofsky und führte auf die Statements von Marc Hansmann (49, SPD), Eckhard Scholz (55, CDU), Belit Onay (38, Bündnis 90/Die Grünen) zu den unterschiedlichen Themen hin.

Kontroversen und lebhafte Einlassungen des Publikums

In der Veranstaltung war einiges von „kommunalpolitischem Konsens“ zu spüren, den Hansmann in der Stadt seit Jahren erlebt. Onay wählte den Oberbegriff „Pragmatismus“, Scholz sprach sich dafür aus, dass der „Sport eine Heimat“ in der Verwaltung brauche. Es gab aber im Themenbereich Schwimmbäder auch Kontroversen und lebhafte Einlassungen des Publikums. Dabei ging es nicht nur um Leistungssport, sondern auch um Kosten und Sanierungs-Schwierigkeiten insbesondere in Bezug auf das Misburger Bad.

Hannovers OB-Kandidaten stellen sich den Fragen von Moderator Carsten Bergmann (rechts) und des Publikums.
Hannovers OB-Kandidaten stellen sich den Fragen von Moderator Carsten Bergmann (rechts) und des Publikums. © Florian Petrow
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"Nicht bekannt, dass die Stadt schon Mittel abgerufen hat"

Moderator Carsten Bergmann, Hannover-Sportchef der Verlagsgruppe Madsack, wünschte sich anschließend von den drei Politikern keine „Schaufensterreden, sondern Fakten“. Zum Thema Sportstättenbau und -sanierung sprach sich Hansmann angesichts einer wachsenden Stadtbevölkerung für eine „größere Hallenkapazität“ aus. Er begrüßte ebenso wie Onay und Scholz in diesem Bereich einen „Masterplan“.

Der Grünen-Politiker sprach sich dafür aus, das Thema im Bereich der Wohnquartier-Entwicklung zu berücksichtigen. Scholz wies auf Engpässe bei den Schwimmbädern hin. „Das Land hat 100 Millionen Euro für diese Zwecke bereitgestellt“, sagte Scholz. „Mir ist nicht bekannt, dass die Stadt schon Mittel abgerufen hat.“

Moderator Carsten Bergmann führte durch den Abend.
Moderator Carsten Bergmann führte durch den Abend. © Florian Petrow
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"Brauchen diese Infrastruktur auch für Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften"

Bernd Seidensticker, Präsident von Waspo 98, stellte daraufhin die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit für seine Wasserballer. Der aktuelle Pokal- und Superpokalsieger brauche eine internationale Spielstätte und warf die Frage nach einer Tribüne im neuen Fössebad auf, die 500 Zuschauer fasst. Hansmann und Onay sahen eher das Stadionbad, das allerdings stark sanierungsbedürftig ist, als ausreichende Spielstätte. „Wenn das Stadionbad allerdings wegbricht, haben wir eine neue Ausgangslage“, sagte Onay.

Hansmann sprach sich dafür aus, den Betrieb im Stadionbad zu sichern, bis die Sanierung des Fössebades und des Misburger Bades abgeschlossen ist. Scholz unterstützte die Forderung des SSB für eine 500-Besucher-Tribüne im Fössebad aus. „Wir brauchen diese Infrastruktur auch für Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften“, sagte Girschikofsky. „Auf den Tribünenbänken kann man essen, trinken und seine Kinder wickeln.“

In den Finanzfragen gab es den generellen Verweis auf die Endlichkeit der Mittel, auch wenn es aus dem Publikum die unüberhörbare Forerung gab: „Die Vereine brauchen mehr Geld.“ Einigkeit herrschte beim Kandidaten-Trio über Entbürokratisierung, Digitalisierung und Leistungssport-Förderung unter anderem über duale Karrieren (Ausbildung/Beruf und Sport).

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