05. Mai 2021 / 09:51 Uhr

Sportliche Entscheidung im Nordsachsenpokal? "Die meisten haben Hoffnung"

Sportliche Entscheidung im Nordsachsenpokal? "Die meisten haben Hoffnung"

Thomas Manthey
Leipziger Volkszeitung
Denny Beckedahl bejubelt das entscheidende Tor im Pokalfinale 2020 – ob es auch 2021 wieder ein Endspiel geben wird, steht weiter in den Sternen.
Denny Beckedahl bejubelt das entscheidende Tor im Pokalfinale 2020 – ob es auch 2021 wieder ein Endspiel geben wird, steht weiter in den Sternen. © René Wegner/Archiv
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Nordsachsens Chef-Spielansetzer Volkmar Beier sieht noch eine Restchance dafür, dass es beim Kreispokal eine Entscheidung auf dem Platz gibt. Andernfalls muss der Sieger per Losverfahren ermittelt werden.

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Nordsachsen. Die Oberen des Nordsächsischen Fußballverbandes halten am Ausspielen des Kreispokals (TZ-Bärenpokal) fest. Wieso und wie realistisch das Vorhaben ist, darüber spricht Volkmar Beier, Chef-Spielansetzer des Verbandes.

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SPORBUZZER: Wie oft befassen Sie sich in der Woche mit der Thematik TZ-Bärenpokal-Runde?

Volkmar Beier: Da der Ball weiter ruhen muss, müssen wir uns derzeit noch nicht so intensiv mit dem TZ-Bärenpokal befassen. Wir haben gerade die wesentlichsten Informationen zusammengefasst und an die betreffenden Vereine geschickt.



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Ist aus dem Thema inzwischen eine Problematik geworden?

Die Meisterschaften wurden aus nachvollziehbaren Gründen beendet. Das haben wir seit Wochen klar kommuniziert. Für den Pokal wurde von einzelnen Vereinen deutlich gemacht, dass sie weiterhin Interesse daran haben. Insofern besteht noch kein Grund, den Wettbewerb vorzeitig zu beenden. Endgültig entscheiden sollten wir zusammen mit den Vereinen, wenn Klarheit zur Trainingsaufnahme besteht.

Glauben Sie noch dran, dass dieses Jahr ein Sieger ausgespielt werden kann, darf und wird?

Zumindest sehe ich noch Hoffnung.

Wie realistisch ist es, dass die restlichen drei Pokalrunden plus das Finale ausgespielt werden?

Das hängt vor allem an den politischen Entscheidungen. Darauf haben wir keinen Einfluss. Zum Zweiten müssen wir schauen, welches Zeitfenster dann überhaupt zur Verfügung steht. Wir haben voriges Jahr pragmatisch entschieden. Warum nicht auch jetzt. Eine Einschränkung zum Vorjahr gibt es aber: Die Saison endet per 30. Juni. Spiele darüber hinaus zählen ja dann schon zur neuen Saison. Das schränkt uns natürlich ein.

Aber den Mannschaften fehlt doch das Training! Die Spieler haben seit Monaten nicht mehr zusammen trainiert und gespielt, ihnen fehlt nicht nur die Spielpraxis.

Das stimmt. Die Fortsetzung wäre in jedem Falle freiwillig und über die Vorlaufzeit müssen wir uns abstimmen.

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Was halten Sie davon, dass die Spiele in Turnierform ausgespielt werden, so etwa an einem Wochenende?

Auch das ist eine Möglichkeit. Neben Training geht es natürlich auch um die hygienischen Auflagen und das Thema Zuschauer. Das Kreispokal-Finale ohne Zuschauer ist wohl wenig reizvoll. Das Pokalendspiel lebt von den Zuschauern. Aber nach jetzigem Stand sind Zuschauer nicht möglich.

Was sagen die im Wettbewerb noch befindlichen Mannschaften? Glauben sie noch an ein gutes Ende?

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Das fragen wir gerade ab. Meine Wahrnehmung: Die meisten haben Hoffnung.

Wie lange hat der NFV-Vorstand Zeit, um eine Entscheidung zu fällen, ob auch der Pokal-Wettbewerb abgebrochen und für 2020/2021 ohne Sieger beendet wird?

Das Saisonende ist der 30. Juni. Bis dahin muss alles im Kasten sein. Für den Fall, dass es keine sportliche Entscheidung gibt, können wir trotzdem einen Starter für den Landespokal 2021/2022 melden. Mangels sportlicher Entscheidung bliebe dann wohl nur der Losentscheid unter den Aspiranten. Bedeutet also, das Los würde entscheiden. Heißt: Wer Losglück hat, spielt dann im Landespokal mit. Aber unser Interesse ist es, dass der Sieger sportlich ausgespielt wird.