30. März 2020 / 16:25 Uhr

Sportmediziner erklärt: Darauf sollten Amateurfußballer in der fußballfreien Zeit achten 

Sportmediziner erklärt: Darauf sollten Amateurfußballer in der fußballfreien Zeit achten 

Jan Jüttner
#GABFAF hat mit Sportmediziner Georg Predel darüber gesprochen, wie sich Amateurfußballer in der fußballfreien Zeit fit halten können. 
#GABFAF hat mit Sportmediziner Georg Predel darüber gesprochen, wie sich Amateurfußballer in der fußballfreien Zeit fit halten können.  © Georg Preker/imago images / Westend61/Montage
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Die Corona-Krise sorgt auch auf den Amateurplätzen des Landes für Stillstand. Wie sollten Fußballer jetzt trainieren und auf was sollten sie in dieser Krisen-Zeit achten? #GABFAF hat mit dem renommierten Sportmediziner Georg Predel darüber gesprochen. 

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Dieser Artikel ist Teil der Amateurfußball-Initiative #GABFAF. Mehr Infos dazu auf gabfaf.de.

Die Corona-Krise zwingt den Amateurfußball sprichwörtlich in die Knie. Gemeinsame Trainingseinheiten sind wegen der Ansteckungsgefahr untersagt, genau so wie die Spiele. Dies wirkt sich auch auf die Fitness der Spielerinnen und Spieler aus. #GABFAF hat mit dem renommierten Sportmediziner Prof. Dr. med. Georg Predel darüber gesprochen, auf was Amateurspieler in dieser Zeit achten sollen und was sie tun sollten, um sich in der fußballfreien Zeit fit zu halten. "Die Möglichkeiten sind durch die Sperrung der Sportplätze natürlich begrenzt. Amateurfußballer müssen sich daher durch ein tägliches Indiviual-Training fit halten. Sie sollten am besten in der freien Natur Joggen gehen und regelmäßig Stabilisations-Übungen machen. Ebenfalls wichtig sind Kraft- und Koordinations-Einheiten."

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"Es ist sehr wichtig, dass Training konsequent fortzuführen"

Doch mit einem Training in der Woche ist es laut dem Mediziner, der an der Sporthochschule in Köln arbeitet, nicht getan. "In jedem Fall ist es sehr wichtig, dass Training konsequent fort zu führen. Wir wissen aus systematischen Untersuchungen, wie schnell sich körperliche Inaktivität auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Es sollte am besten täglich mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Sinne eines Ganzkörpertrainings trainiert werden. Hierfür sollte man sich einen kleinen Trainingsplan erstellen. Ergänzend kann natürlich auch mit dem Ball trainiert werden, wobei die Möglichkeiten hier natürlich sehr begrenzt sind." Wie ein Training in den eigenen vier Wänden aussehen kann, hat #GABFAF-Reporter René Wenzel in einer Galerie für Euch zusammengestellt.

Mit diesen Übungen können Amateurfußballer sich zu Hause fit halten:

#GABFAF-Reporter René Wenzel zeigt Dir die Übungen Schritt für Schritt mit einer genauen Erklärung. Zur Galerie
#GABFAF-Reporter René Wenzel zeigt Dir die Übungen Schritt für Schritt mit einer genauen Erklärung. ©

Mediziner rät zu regelmäßigem Training - sonst drohen Verletzungen

Ein solches Individual-Training hält in der fußballfreien Zeit nicht nur fit, sondern schützt auch vor Verletzungen - sollte der Spielbetrieb irgendwann einmal wieder aufgenommen werden können. "Die beste Prävention von Verletzungen ist eine intakte Muskulatur, eine gute Koordination. Beides muss entsprechend trainiert werden", erklärt der Mediziner. Sonst drohen vor allem untrainierten Spielern hartnäckige Muskelverletzungen, sollten die Plätze in Zukunft wieder freigegeben werden.

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Der Amateurfußball braucht dringend Hilfe! #GABFAF setzt sich bei Verbänden, Politikern und Sponsoren für die Amateurklubs ein. Für vernünftige Duschen, Umkleiden, Plätze, Flutlicht. Für mehr Respekt. Trage Dich hier kostenlos ein, wenn Du dieses Anliegen unterstützt. Du bekommst unseren exklusiven Newsletter und hast jeden Monat die Chance auf 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein.

Doch nicht nur für eine körperliche Fitness ist Sport in dieser schweren Zeit wichtig. Auch mental bringen Läufe an der frischen Luft oder auch Krafteinheiten Amateurkicker voran. "Sportlichen Aktivitäten kommen gerade in dieser schwierigen Zeit eine entscheidende Bedeutung für unsere psychische Stabilität zu. Das lässt sich neurophysiologisch und psychologisch begründen", so Predel.